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Es ist doch immer wieder schön, in einer Oberklasse- Limousine Platz zu nehmen, gerne auch vorn links. Diese Melange aus dem Gefühl, einen „schweren Wagen“ zu pilotieren, der aber andererseits doch irgendwie leichtfüßig agiert plus überragenden Fahrwerkskomfort in Verbindung mit leisesten Fahrgeräuschen. Abgeschottet von der Außenwelt weilend – so fliegt die Umgebung nahezu lautlos an einem vorbei. Was gehört zu einer Oberklasse? Sechs Zylinder sind auch in Zeiten schwindenden Hubraums Standard – doch wie den Verbrauch herunterbrechen, wenn kein Diesel gewünscht ist? Ein Plug-in-Hybrid könnte die Lösung sein – die Voraussetzung ist natürlich, dass man in seinem persönlichen Fahrumfeld genügend Ladestationen vorfindet, um den gut zehn kWh großen Akku wieder vollzuladen. Und ist die Batterie voll, lassen sich in der Praxis rund 50 Kilometer rein elektrisch realisieren. Für den Alltag reichen auch die Fahrleistungen, immerhin greift die E-Maschine mit 113 PS an. Grund genug also, immer fleißig möglichst Ökostrom zu laden, um CO2 zu sparen. Ein interessantes Feature ist zweifellos, dass der BMW ortsabhängig automatisch in den Elektromodus schalten kann, beispielsweise, wenn man in urbane Gegenden einfährt. Doch der 745e sprintet auf Wunsch derart hurtig davon, dass man fest in die anschmiegsamen Fauteuils geschoben wird. Der ausladende Komfortgleiter ist ein Hightech-Paket – sowohl bezüglich des komplexen Antriebsstrangs mit seinen mächtigen 394 PS als auch in puncto Infotainment, das vor allem das Head-up-Display kultiviert und umfangreich wie nie erscheinen lässt. Schließlich gehört BMW zu den Pionieren dieser Technologie. Mit 85.882 Euro netto ist der unter Einsatz des Verbrennungsmotors sonor klingende BMW 745e nicht gerade ein Sonderangebot, bietet aber viel Autos für das Geld.