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Aus unterschiedlichen Gründen vernachlässigen einige Fahrzeughersteller derzeit die Kleinstwagensparte etwas. Anders Mitsubishi. Gegen den Trend brachten die Japaner mit der Neuauflage des Space Stars einen Kleinstwagen auf den deutschen Markt und der Erfolg gibt ihnen recht. 

Im April konnte Mitsubishi stolz verkünden, dass der Space Star das beliebteste japanische Modell in Deutschland ist. Die Neuauflage des City- Flitzers wurde im ersten Quartal 2020 insgesamt 5.105 Mal verkauft – so oft wie kein anderes Fahrzeug einer japanischen Marke. Damit machte der Kleinstwagen fast die Hälfte der Zulassungen von Mitsubishi in Deutschland aus. Doch was heißt hier eigentlich Kleinstwagen? Der Space Star hat Platz und kann jede Menge laden, außerdem ist er für bis zu fünf Personen ausgelegt. Im Vergleich zum Vorgänger ist er auch ein wenig gewachsen und misst mittlerweile 3,85 Meter in der Länge. Optisch hat sich der Kleinste unter den Mitsubishi-Fahrzeugen nun der Modellpalette angepasst und ist auch anhand der Designsprache mit der markanten „Dynamic Shield“- Front als Mitsubishi zu erkennen.

Sparsam, kompakt und dennoch geräumig sind Attribute, die vor allem die Pflegeflotten als Zielgruppe ansprechen. Doch der kleine Japaner kann deutlich mehr: Das neue Infotainment- System „Smartphone Link Display Audio“, das eine Smartphone-Einbindung per Apple CarPlay und Android Auto auf dem 7-Zoll-Touchscreen ermöglicht, und Sicherheitssysteme wie ein Auffahrwarnsystem mit Fußgängererkennung und Notbremsassistent, einen Spurhalte- und einen Fernlichtassistenten sowie eine Rückfahrkamera findet man sonst häufig erst in höheren und entsprechend teureren Fahrzeugklassen. Somit ist der City-Flitzer auch für andere Kundengruppen interessant, zumal die Konkurrenz, wie eingangs geschildert, das Feld derzeit nur wenig bespielt. 

Natürlich steht Mitsubishi nach wie vor für Allradantrieb und alternative Antriebe wie beim Outlander Plug-in Hybrid. Es darf daher mit Spannung erwartet werden, welche Modelle die Japaner, wie im nebenstehenden Interview mit Dennis Lindroth angekündigt, dieses Jahr noch elektrifizieren werden.

 

KURZINTERVIEW

DENNIS LINDROTH

Leiter Flotte & Green Mobility

Telefon: 06031/6896-210
Fax: 06031/6896-9210
E-Mail: dennis.lindroth@mitsubishi-motors.de

Flottenmanagement: Wie entwickelt sich das Flottengeschäft für Mitsubishi in Deutschland? 

Dennis Lindroth: Sehr positiv – unsere Strategie geht auf, sowohl bei den Privat- als auch den Gewerbekunden auf Kontinuität zu setzen. Im Jahr 2019 konnten wir das Flottengeschäft um 59 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern. Das spiegelt auch die äußerst positive Entwicklung von Mitsubishi auf dem Gesamtmarkt wider, wo wir drittgrößter japanischer Hersteller und gleichzeitig eine der am stärksten wachsenden Marken sind. Mit dem Outlander Plugin Hybrid sowie dem Space Star haben wir optimale Fahrzeuge für Flottenkunden und konnten bei beiden Modellen erhebliche Steigerungen verzeichnen – die gewerblichen Zulassungen beim Outlander Plug-in Hybrid wurden um fast 70 Prozent gesteigert! 

Flottenmanagement: Welchen Stellenwert nimmt Konnektivität im Fahrzeug mittlerweile ein? 

Dennis Lindroth: Wir merken sehr stark, dass es hier eine immer größere Nachfrage von Kunden gibt. Einige möchten lediglich ihr Handy zum Musikhören anschließen, andere nutzen viele weitere Möglichkeiten der Konnektivität, wie zum Beispiel Navigation oder das Diktieren von Nachrichten. Für alle unsere Fahrzeuge sind deshalb entweder serienmäßige Geräte oder Angebote im Zubehör verfügbar, die den unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden. Wichtig ist uns dabei, dass dies zum einen auf dem technisch aktuellen Stand ist – wir bieten deshalb immer sowohl Android Auto und Apple CarPlay in den entsprechenden Geräten – als auch für den Kunden bezahlbar bleibt. 

Flottenmanagement: Welche Strategie verfolgt Mitsubishi in Sachen alternative Antriebe?

Dennis Lindroth: Ganz klar: Alternative Antriebe sind zentraler Bestandteil unserer Strategie. Mitsubishi Motors hat hier eine über 50-jährige Expertise; bereits in den 1960er-Jahren wurden erste Studien für Elektrofahrzeuge vorgestellt und mit dem Mitsubishi EV hatten wir den ersten in Großserie gefertigten Elektro-Pkw im Programm. Aktuell sind wir mit dem Outlander Plug-in Hybrid Marktführer bei den Plug-in-Hybriden in Deutschland. Schon in naher Zukunft werden wir unser Angebot an Plug-in-Hybriden ausbauen und auch die Entwicklung von vollelektrischen Fahrzeugen steht auf unserer Agenda. Darüber hinaus setzen wir mit einem umfassenden „Green Mobility“-Ansatz auf Dienstleistungen rund um Elektrofahrzeuge und die heimische Stromversorgung, die sich meines Erachtens bestens ergänzen und ganz neue Optionen schaffen. Im Laufe des Jahres werden wir weitere Modelle präsentieren und dabei einen Schwerpunkt auf die Ausweitung unserer Angebote bei den Plug- in-Hybriden legen. 

Flottenmanagement: Mit welchen Serviceangeboten unterstützen Sie den Fuhrparkleiter? 

Dennis Lindroth: Mit etwa 460 Verkaufs- und 150 Servicestützpunkten bieten wir ein flächendeckendes Händler- und Servicenetz in Deutschland. Dazu kommt ein fünfjähriges Garantieversprechen, das Planungssicherheit gibt – außerdem bieten wir im Rahmen der Fahrzeugfinanzierung neben den klassischen Kreditangeboten alle denkbaren Varianten im Leasing an. Ob Finanzleasing, Full-Service-, Kilometer- oder Restwertleasing – das ist alles möglich; wir richten uns da ganz nach den Wünschen des Kunden.