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Klar, viele Autointeressenten fremdeln derzeit noch mit einem Elektroauto. Zu unbekannt ist die Technologie, die Verbrenner haben sich eben in den vielen Jahrzehnten eingebürgert. Und wo tankt, ähm, lädt man das Batterieauto überhaupt? Das sind alles Fragen, mit denen sich künftige Elektroautofahrer beschäftigen müssen. Aber erstmal in das leuchtend blaue Tesla Model 3 steigen und das Interieur wirken lassen. Wow, so ein großer Bildschirm in der Mitte ist wahrlich neu – und wo ist überhaupt das Kombiinstrument? Gibt es nicht, rasch stellt sich heraus: Das Tempo wird ebenfalls im überdimensionalen Display angezeigt. Es ist schon ein bisschen ungewohnt, aber easy zu beherrschen. Statt Schlüssel gibt es eine Keycard, die man in der Mittelkonsole einfach an einer zuvor beschriebenen Stelle anhält, danach kann man per Lenksäulenhebel eine Fahrstufe einlegen. Klar, der Motor springt nicht klassisch an, der amerikanische Newcomer sirrt los. Doch Moment, probehalber bitte ein Ziel ins Navigationssystem eingeben, will auch ja auch gecheckt werden.

Frappierend ist, wie schnell und intuitiv man begreift, was auf dem berührungsempfindlichen Screen zu tun ist. Schnell Straße und Stadt in die Eingabemaske touchen, und zack, man erhält in Bruchteilen von Sekunden schon die Auswahlliste. Aber der Clou kommt ja erst noch. Der Rechner ermittelt nämlich nicht nur die Route, sondern zeigt auch noch an, welche teslaeigene Ladestation man aufsuchen muss, um es ans Ziel zu schaffen und mit wie viel Prozent Akku-Restenergie man diese erreicht. Solch eine Funktion unterstützt ungemein dabei, selbst weiter entfernt liegende Orte ohne erhöhten Planungsaufwand ansteuern zu können. Was die konventionellen automobilen Tugenden angeht, so ist das Model 3 ein angenehmer Begleiter mit feinen Stühlen und vor allem hinreichend Platz. Auch in der zweiten Reihe macht das Reisen Freude, zumal die Beine nicht mit den vorderen Lehnen kollidieren.

Okay, aber langsam macht der Tesla schon neugierig darauf, wie er eigentlich fährt. Denn wenngleich anno 2020 schon einige Stromer unterwegs sind, sind sie für viele Interessen noch immer Neuland, denn prozentual betrachtet machen vollelektrische Fahrzeuge noch immer nur einen Bruchteil aus. Also, Fahrstufe „D“ rein und los gehts. Das Tesla Model 3 verfügt über nur eine einzige Übersetzung, was sein Ansprechen ziemlich direkt macht. Ein kurzer Beschleunigungsbefehl mit dem rechten Pedal lässt den Hecktriebler ungestüm nach vorn schnellen. Und obwohl es sich um das Basismodell handelt – mit 325 PS spielt der Tesla schon in der Liga ernstzunehmender Performance-Vehikel. Auch beim Thema Chassis hat Tesla gelernt und dafür gesorgt, dass die Limousine mächtig Gaudi auf der Landstraße macht mit seiner fahraktiven Ausrichtung. Im Vergleich zum allradgetriebenen Dualmotor kann man der Basis auch mal mit dem Fahrpedal um die Ecke helfen. Cool. Und da Tesla den Standard Range Plus mit netto 36.966 Euro förderfähig eingepreist, winken Vater Staat und Industrie mit insgesamt bis zu 6.000 Euro Zuschuss. Bei der zu versteuernden Privatnutzung des Dienstwagens werden außerdem nur noch 0,5 Prozent des Bruttolistenpreises fällig.