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Bei Jaguar Land Rover (JLR) will man das „Ziel null“ erreichen. Was steckt dahinter? „Wir wollen in Richtung null Unfälle gehen, was die Sicherheit und Assistenzsysteme betrifft, dann null Emissionen sowohl von der Produkt- als auch von der Produktionsseite“, sagte Ralf Speth, CEO von JLR, zuletzt in einem Interview. Das klingt ambitioniert, Speth gibt sich hier aber selbstbewusst. Und das hat Gründe.

So setzt der Autobauer neben dem vollelektrischen I-Pace vor allem auf Mildhybrid- und Plugin- Hybridtechnik, um die von der EU eingeforderten CO2-Grenzen einzuhalten. Ein Highlight wird der neue Jaguar XJ. Die Produktion des Flaggschiffs wurde in diesem Sommer eingestellt, 2020 soll er dann aller Voraussicht nach als reines Elektrofahrzeug für Furore sorgen.

Und noch einer wird wohl künftig für Furore sorgen. Der neue Land Rover Defender. Die Geländewagen- Ikone feierte auf der IAA im September ihr Comeback. Denn 2016 hatte man die Produktion nach 68 Jahren vorerst eingestellt, da die Sicherheitsanforderungen am Fahrzeug nicht mehr ausreichend erfüllt werden konnten. Jetzt kommt der Defender also neu aufgelegt: Gerry McGovern, Land Rover Design Direktor, sagt: „Der neue Defender erweist der Vergangenheit Respekt, aber er lässt sich nicht von ihr fesseln. Er ist ein neuer Defender für ein neues Zeitalter.“ Komfort und modernes Infotainment sollen hier in keinem Widerspruch zum weiterhin robusten Kraxler stehen. Und einige Details des neuen Modells lassen die Herzen von Defender-Fans höher schlagen: Neben der charakteristischen Silhouette gibt es beispielsweise Alpine-Fenster im Dach oder die seitlich angeschlagene Hecktür samt außen angebrachtem Reserverad. Derzeit stehen für den neuen Defender ef ziente und leistungsstarke Benzin- und Dieselmotoren zur Auswahl, ergänzt durch Mild-Hybrid-Antriebsalternativen. Im kommenden Jahr erweitert Land Rover dann das Triebwerksprogramm um eine Plug-in-Hybrid-Lösung. Der Kreis schließt sich.

Bei dieser Ausrichtung wird aber auch die Alternative Wasserstoff nicht außen vor gelassen. So sagt Ralf Speth zwar, dass die Umsetzung mit allen Transformationen der Energie zu aufwendig und umständlich sei. Er fügt aber an: „Wasserstoff könnte aber unter gewissen Voraussetzungen eine Lösung sein.“ Derzeit sieht er es aber als „interessanter und relevanter“ an, „wie schnell die Batterieentwicklung in Richtung kleiner, leistungsstärker und billiger weitergehen wird“.

Jaguar Land Rover hat jedenfalls seine Ziele fest im Blick – und zeigt sich unabhängig von den weiteren Entwicklungen im Bereich der alternativen Antriebe bereits gut aufgestellt.

 

 

KURZINTERVIEW

THOMAS SCHMIDT

Senior Manager Fleet & Business, Jaguar Land Rover Deutschland GmbH

E-Mail: tschmi17@jaguarlandrover.com

Flottenmanagement: Für welche Modelle bieten Sie Business-Pakete an und was beinhalten diese?

Thomas Schmidt: Bei Land Rover bieten wir für alle gewerblichen Kunden Business-Pakete mit attraktiven Preisvorteilen für Land Rover Discovery Sport, Land Rover Discovery, Range Rover Evoque und Range Rover Velar an. Bei Jaguar stehen diese exklusiv für den Jaguar XE zur Verfügung. Alle Business-Pakete beinhalten Navigation Pro sowie weitere Konnektivitäts- und Komfortoptionen.

Flottenmanagement: Mit welchen Serviceangeboten unterstützen Sie den Fuhrparkleiter?

Thomas Schmidt: Grundsätzlich bieten wir allen Jaguar-Kunden mit Jaguar Care ein attraktives kostenloses Servicepaket für alle Jaguar-Modelle, das den Service der ersten drei Jahre beziehungsweise 100.000 Kilometer umfasst. Darüber hinaus bieten wir mit Jaguar beziehungsweise Land Rover Fleet & Business Leasing ein modulares Full- Service-Leasing, das zum Beispiel Versicherung, Steuern, GEZ-Gebühren und Reifenersatz umfasst. Dadurch erhalten die Fuhrparkleiter Planungssicherheit hinsichtlich der Unterhaltskosten, beachtliche Einsparpotenziale und weniger administrativen Aufwand. Alle unsere Services werden aus einer Hand angeboten, denn der Jaguar Land Rover Partner vor Ort koordiniert als persönlicher Ansprechpartner alle Belange des Kunden. Weiterhin verfügen alle Fleet Business Center über speziell geschultes Personal.

Flottenmanagement: Wie ist Jaguar Land Rover in den Bereichen alternative Antriebe und automatisiertes Fahren aufgestellt?

Thomas Schmidt: Aktuell können wir Kunden bereits mit dem vielfach ausgezeichneten, vollelektrischen Jaguar I-Pace sowie den Plug-in- Hybridmodellen von Range Rover und Range Rover Sport von unseren alternativen Antrieben überzeugen. Zudem werden wir ab 2020 in allen neuen Jaguar- und Land-Rover-Fahrzeugen eine elektri  zierte Version anbieten können. Den Anfang werden Plug-in-Hybridmodelle unserer Bestseller Range Rover Evoque und Land Rover Discovery Sport machen, zudem steht ein weiteres vollelektrisches Jaguar-Modell in den Startlöchern.

Flottenmanagement: Was können Gewerbekunden von Jaguar Land Rover in nächster Zeit erwarten?

Thomas Schmidt: Künftig werden wir unser Konzept der Fleet Business Center weiter ausbauen und den gesamten Handel in Bezug auf das Firmenkunden-Geschäft quali zieren. Über unsere händlereigene Autovermietung Jaguar beziehungsweise Land Rover Rent (bisher InMotion Rent) werden wir in Zukunft zusätzliche Mobilitätslösungen wie zum Beispiel Carsharing oder Abo-Modelle anbieten können.