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"Flotte! Der Branchentreff" 2020
Quelle: Webasto Group
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Wer A sagt, muss auch ...

... B sagen?! Elektrofahrzeuge und Laden beziehungsweise Ladeinfrastruktur gehören unweigerlich zusammen. Ist Elektromobilität schon im Gros der Flotten angekommen? Und wie werden in Unternehmen mit elektrischen Flottenfahrzeugen die Themen Laden und Ladeinfrastruktur geregelt? Antworten liefert unsere Onlineumfrage.

Rund 200 Teilnehmer konnten wir dieses Mal bei der Umfrage „Laden und Ladelösungen in der Flotte“ verzeichnen. Da Elektromobilität in der Automobillandschaft und in den Flotten immer weiter an Bedeutung gewinnt, waren wir hier besonders gespannt auf die Antworten. Die Fuhrparks des Teilnehmerfelds setzen sich dabei ganz unterschiedlich zusammen. Während knapp die Hälfte der Befragten eher kleinere Fuhrparks bis maximal 25 Fahrzeuge verwaltet, setzen sich bei fast einem Drittel die Flotten aus über 100 Fahrzeugen zusammen.

Zum Einstieg wollten wir wissen, ob in den Fuhrparks bereits E-Autos genutzt werden. Die knappe Mehrheit antwortete hier mit „Ja“ (Grafik 1). Noch hat sich Elektromobilität also längst nicht überall durchgesetzt, sie ist allerdings merklich auf dem Vormarsch.

In den Fuhrparks, in denen E-Fahrzeuge bereits eingesetzt werden, ist der Anteil an der gesamten Fahrzeugflotte aber eher gering. Fast drei Viertel der hier befragten Flottenmanager benennen die Spanne mit ein bis zehn Prozent (Grafik 2).

Immerhin: Der Wille ist da, die Fahrzeugflotte zumindest künftig zu elektrifizieren. So möchten insgesamt 44 Prozent ihre Flotte zu einem Teil zwischen 11 und 50 Prozent mit E-Modellen ausstatten, nur 14 Prozent schließen Elektromobilität komplett aus (Grafik 3).

Ein großes Thema rund um die E-Mobilität ist die Ladeinfrastruktur. Die Anzahl an öffentlichen Ladesäulen wächst – und wie sieht es mit betrieblicher Ladeinfrastruktur aus? Das größte Hindernis liegt für die Mehrheit der Befragten im monetären Bereich. Ebenfalls stehen oftmals rechtliche Probleme oder Fragen im Raum und auch die Eigentumsverhältnisse am Firmenstandort wirken zum Teil erschwerend oder hinderlich. Fast ein Viertel der Befragten nennt aber auch die geringe Akzeptanz der Firmenwagennutzer als Schwierigkeit (Grafik 4). Gut möglich, dass dieser Grund durch die steigende Attraktivität der Elektromobilität in nächster Zeit immer seltener angegeben wird.

Interessant sind die Antworten auch bei unserer nächsten Frage. Denn vermeintlich „nur“ etwas mehr als zwei Drittel der Befragten sehen den größten Nutzen betrieblicher Ladeinfrastruktur in der Lademöglichkeit für elektrische Firmenfahrzeuge. Vielleicht erschien diese Antwort zu banal, vielleicht liegen die Präferenzen in den Fuhrparks doch zum Teil anders. Auf Platz zwei wird der bewusste Beitrag zum Unternehmensimage gewählt, ein erwartbar hoher Wert. Das Podium komplettiert mit immerhin noch 38 Prozent das entstandene Angebot für Mitarbeiter, denen damit ein Mehrwert geboten wird. Überraschend: Fast ein Fünftel der Teilnehmer sieht gar keinen Nutzen in einer betrieblichen Ladeinfrastruktur (Grafik 5).

Vielfach schaut man wohl noch in etwas fragende Gesichter, wenn es um die Installation einer Ladeinfrastruktur im Fuhrpark geht. Es ist bei unserer Frage bewusst der Konjunktiv gewählt worden, sodass jeder auch einfach einmal frei heraus eine Antwort wählen konnte. Die Verteilung ist hier recht ausgeglichen, lediglich der Generalunternehmer fällt komplett heraus. Etwas unerwartet würden hier die meisten Befragten –etwas über ein Viertel – ihre Ladeinfrastruktur über einen individuell auswählten Elektriker installieren lassen. Läge es nicht näher, das Ganze über den Hersteller oder Reseller der Ladestation direkt mit abwickeln zu lassen? Immerhin kommen diese Optionen auf zusammen knapp 40 Prozent (Grafik 6).

Die Digitalisierung spielt auch beim Laden eine zunehmend wichtige Rolle. Könnte man jedenfalls meinen – nicht so jedoch bei fast einem Viertel unserer Befragten, die kein Interesse an einer vernetzten Ladeinfrastruktur haben. Der Großteil ist hier aber anderer Meinung – immerhin mehr als zwei Drittel sehen bei den digitalen Funktionen vor allem die Möglichkeiten von Transparenz und Kostenkontrolle als wichtig an. Ebenfalls im Fokus, wenn auch nicht bei ganz so vielen Befragten: die Verwaltung der Zugriffsrechte für Mitarbeiter und Besucher sowie die Kompatibilität der Ladestation mit bestehenden IT-Systemen und die Steuerbarkeit der Stationen via App (Grafik 7).

Abschließend wollten wir wissen, was den Flottenmanagern bei der „Partnerwahl“ in Bezug auf die Ladeinfrastruktur wichtig ist. Wenig überraschend und neu ist der Wunsch nach einem Komplettanbieter, der alles –von der Hardware und Software über die Installation bis hin zu Servicedienstleistungen  – übernimmt. Und auch Qualität aus Deutschland scheint hier gefragt zu sein. Mit 24 Prozent landet dieser Aspekt auf Platz zwei und unterstreicht die Wichtigkeit von „made in Germany“. Weniger wichtig hingegen ist die automotive Erfahrung des Partners – sie kommt nur auf 15 Prozent (Grafik 8).

Einige solcher möglicher Partner präsentierten sich zuletzt auch auf der IAA. So stellte beispielsweise Webasto, globaler Systempartner diverser Automobilhersteller, seine neue, intelligente Ladelösung Webasto Live vor. Die integrierte Netzwerkfunktion bietet dabei eine Bandbreite an digitalen Zusatzfunktionen. Unter anderem können mehrere Ladestationen verbunden und somit dynamisches Lastmanagement angewendet werden. Darüber hinaus sind die Nachverfolgung des Ladestatus und das Abrufen von Lade-Statistiken als Datenbasis für die Abrechnung möglich. Durch die Authentifizierung über RFID-Token lassen sich zudem separate Benutzer verwalten.

Es zeigt sich also, die Anbieterseite scheint bereit zu sein – jetzt muss nur der ein oder andere Fuhrpark noch von Elektromobilität und entsprechender betrieblicher Ladeinfrastruktur überzeugt werden.

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