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Eine dieser Maßnahmen könnte zum Beispiel ein unternehmensinterner Spritsparwettbewerb sein. So wie dies mit der Onlineplattform eco-Driver für Flotten bereits seit mehr als zehn Jahren von LeasePlan und safe4drive angeboten wird. Hier werden die Tankkartendaten online in einem unternehmensinternen Wettbewerb quartalsmäßig ausgewertet. Die Gewinner dieses Kraftstoffeinsparwettbewerbs werden an den finanziellen Einsparungen des Unternehmens beteiligt und können Preise gewinnen. Allerdings erhalten die Fahrer neben einigen allgemeinen Tipps online keine konkreten Handlungsempfehlungen. Das Eco-Fahrtraining findet jedoch im Fahrzeug des Teilnehmers statt.

Unfallverhütungsvorschriften
Eine UVV-Schulung des Fahrers kann am PC oder Smartphone durchgeführt werden. Immer mehr Anbieter setzen auf diese Form des E-Learnings mit positivem Effekt für Fuhrparkleiter und Dienstwagenfahrer. Denn Halter von gewerblich genutzten Firmenfahrzeugen sind gemäß den sogenannten Unfallverhütungsvorschriften (DGUV 70) verpflichtet, mindestens einmal im Jahr eine Fahrerunterweisung vorzunehmen. Dieser Aufgabe ist in der Fuhrparkpraxis nur sehr schwer flächendeckend nachzukommen, denn alle Fahrer einzeln zu unterweisen, ist ein zeitraubendes Unterfangen. Ein Zusammenkommen der gesamten dienstwagenberechtigten Belegschaft für eine Gruppenunterweisung ist jedoch häufig nicht möglich. Die Folge daraus ist, dass der Fahrer in der Regel nur einmal, nämlich bei der Übergabe des neuen Dienstwagens, unterwiesen wird. Da der Fuhrparkleiter unter Umständen haftbar gemacht werden kann, wenn ein Fahrer ohne Unterweisung gegen die UVV verstoßen hat, ist dieses aus der Not zur Praxis gewordene Vorgehen jedoch nicht zu empfehlen. Damit der Fuhrparkleiter seiner Unterweisungspflicht nachkommen kann, bieten sich Onlineschulungen an. Hier klickt sich der Fahrer durch ein webbasiertes System mit rechtskonformen Informationen und Beispielen zur UVV rund um den Dienstwagen. Am Ende des E-Learnings steht ein kurzer Test, der – erfolgreich abgeschlossen – die Unterweisung abschließt.

Diese Unterweisungsform bringt einige Vorteile mit sich. Neben der bereits angesprochenen zeitlichen und räumlichen Flexibilität ist auch der Lernerfolg beim E-Learning größer. Denn anders als bei einer Präsenzveranstaltung gibt es hier einen Abschlusstest, der ein einfaches Durchklicken verhindert. Darüber hinaus sind diese Unterweisungen ohne Probleme auch mehrsprachig möglich und bieten ein gleichbleibendes Qualitätsniveau.

Anbieter sind unter anderem:
• Alphabet
• Bundesverband Fuhrparkmanagement
• CarMobility!
• DEKRA
• Fleet innovation
• FleetExpert
• Hiepler + Partner
• Imperial Fleet Management
• LapID
• TCS Technology Content Services
• TÜV Nord
• Wollnik & Gandlau

Systems Aufbauend auf dieser standardisierten UVV-Unterweisung lassen sich auch Spezialthemen im E-Learning-Verfahren bearbeiten. Beispielsweise bietet die DEKRA auch Schulungen zur Ladungssicherung, Lkw-Unterweisung und zum Gefahrguttransport via Webtool an.

Führerschein
Die Zeiten, in denen die Fragen der Theorieprüfung beim Führerschein auf Papier beantwortet und mit einer Korrekturkarte kontrolliert wurden, sind lange vorbei. Auch das Lernen für die Prüfung läuft digital ab. In der Flotte ist der Erwerb eines Führerscheins hin und wieder ein Thema. Dann wenn zum Beispiel eine zusätzliche Führerscheinklasse benötigt wird oder der Mitarbeiter aus dem EU-Ausland stammt und keinen gültigen Führerschein vorweisen kann. Aber auch erfahrene Automobilisten mit jeder Menge Kilometer auf dem Tacho sollten hin und wieder ihr Wissen auf den aktuellsten Stand bringen. Die Fragen der theoretischen Führerscheinprüfung sind bei sehr vielen Anbietern kostenlos auf deren Website abrufbar. Allerdings ersetzen diese Prüfungssimulationen nicht den Besuch in der Fahrschule. Dies könnte sich jedoch bald ändern, denn nur in Deutschland und Österreich gibt es noch 14 Pflichtstunden, die man in einer Fahrschule vor Ort absolvieren muss. In allen anderen Ländern Europas sind die Theoriestunden durch E-Learning längst Alltag.

Kurse für den Fuhrparkleiter
Neben den Fahrern muss auch der Fuhrparkleiter auf dem aktuellsten Stand bleiben. Wer nicht auf Vorträge und Seminare fahren kann, weil das Unternehmen dafür keine Zeit zur Verfügung stellen will, der kann auch online, vom Schreibtisch aus, Fortbildungen besuchen. So bietet beispielsweise der Bundesverband Fuhrparkmanagement diverse Webinare zu unterschiedlichen Themen an (www.fuhrparkverband.de).

Fazit
Das Angebot an Onlineschulungen wächst und wird auch weitere Bereiche des Fuhrparks erreichen. Denkbar wären, neben der angesprochenen digitalen Fahrschulen auch beispielsweise auf Fahranalysedaten basierende konkrete Handlungstipps für Vielfahrer. Auch Fortbildungen zu bestimmten Fuhrparkthemen werden sicher Online immer mehr Gewicht bekommen.