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NRW-Ministerpräsident Armin Laschet mit Simon Pfost (li., Flottenmanagement) vor einer der Schnelladesäulen in Duisburg
Der Andrang war groß, als Armin Laschet zusammen mit Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link und Hildegard Müller von innogy den Schnellladepark symbolisch einweihte
Blick auf den Ladepark (Aufnahme aus dem Sommer 2018). Quelle: innogy SE

Innovatives Projekt

Anfang Januar nahm innogy in Duisburg seinen neuen Schnellladepark im Beisein von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link offiziell in Betrieb. Flottenmanagement folgte der Einladung der RWE-Tochter und war bei der Einweihung mit dabei.

Der Andrang war groß an diesem nasskalten 8. Januar. Neben zahlreichen Journalisten und Kamerateams fanden sich Politiker und Experten aus dem Bereich Elektromobilität in dem eigens für die Eröffnung aufgebauten Zelt ein. Immerhin hatte sich mit Armin Laschet auch hohe Politprominenz angekündigt. Der Ministerpräsident sagte bei der Veranstaltung: „Nordrhein-Westfalen will Vorreiter, Antreiber und Impulsgeber für Elektromobilität in Deutschland werden. Dazu müssen wir die Produktion und das Knowhow für Kernkomponenten der Elektromobilität in unserem Land ansiedeln. Der neue, gemeinsame Ladepark der innogy SE und der Stadtwerke Duisburg ist daher ein besonders spannendes Pilotprojekt, weil seine hochmodernen Schnellladestationen und seine gute Anbindung zu Autobahnen und zur Innenstadt wichtige Faktoren dafür sind, wie Elektromobilität in der Metropolregion Ruhr und in Nordrhein-Westfalen gelingen kann. Dieses Projekt zeigt die hohe Innovationskraft des Ruhrgebiets.“

Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link sieht gerade im Hinblick auf den Klimaschutz und die innerstädtische Luftqualität den Bedeutungszuwachs der Elektromobilität. „Durch den zukunftsweisenden Schnellladepark von innogy und Stadtwerken Duisburg wird die Ladeinfrastruktur in unserer Stadt erheblich verbessert und die Attraktivität des lokal schadstofflosen Fahrens weiter gesteigert“, so Link.

Wo genau befindet sich der Schnellladepark? Die Lage am Autobahnkreuz in direkter Nähe zur A42 und A59 wird von innogy als ideal beschrieben, um den Transitverkehr zu erreichen und gleichzeitig Stadtbewohnern ohne eigenen Stellplatz Elektromobilität zu ermöglichen. Denn gerade in großen Städten könnten Autofahrer ihr Auto häufig nicht zu Hause laden. Dabei sei die Schadstoff und CO2-freie Elektromobilität gerade in Ballungsräumen besonders sinnvoll, um die Luftqualität nachhaltig zu verbessern.

Teilautark
Für das Projekt verantwortlich zeichnen die neue Tochtergesellschaft innogy eMobility Solutions GmbH sowie die Stadtwerke Duisburg. Der Clou des Ganzen: Es werden Schnellladesäulen und ein Solardach mit einer Batteriestation kombiniert. So soll gesichert werden, dass die Netzkapazitäten vor Ort für einen großflächigen Ausbau von Schnellladestationen ausreichen. In Duisburg minimiere der integrierte Batteriespeicher die Netzbelastung deutlich, so innogy. Künftig soll er die Spitzenbelastung abpuffern, wenn mehrere Autos gleichzeitig mit voller Leistung schnell laden. Die Batterie ermöglicht zudem, den gesamten Sonnenstrom lokal zu nutzen. Somit arbeitet die Stromtankstelle teilweise autark.

Hildegard Müller, Vorstand Netz und Infrastruktur der innogy SE, erklärt: „innogy unterstützt die Energiewende und entwickelt das Thema Elektromobilität engagiert weiter. Mit diesem Projekt wollen wir erneuerbare Energien stärker auf die Straße bringen. Ökostrom wird vor Ort vom Dach oder aus dem Speicher geladen. Reicht das beides nicht aus, weil es länger bewölkt war, wird Ökostrom zusätzlich aus dem Netz gezogen. Das Energiemanagementsystem lernt nach kurzer Zeit, den Batteriefüllstand auf Basis der Kundennachfrage und der Wetterdaten so zu optimieren, dass schnell und gleichzeitig netzschonend geladen wird.“

Mit dem Ladepark betritt das Unternehmen gemäß eigenen Angaben in mehrfacher Hinsicht Neuland. Elke Temme, Geschäftsführerin der innogy eMobility Solutions GmbH, betont: „Mit diesem richtungsweisenden Projekt setzen wir schon heute auf die Infrastruktur von morgen. Ultraschnelle Ladesäulen, hoher Komfort für unsere Kunden und im Hintergrund unser ITSystem als Basis für niedrige Netzausbaukosten – das ist die Formel für ein völlig neues Ladeerlebnis und die Stromtankstelle der Zukunft.“

Über ein intelligentes Energiemanagementsystem werden beim Projekt vier Gleichstrom-Schnellladestationen mit je 150 Kilowatt Leistung sowie eine Batteriestation mit 210 Kilowattstunden Kapazität kombiniert. Das oben erwähnte Solardach soll mit seiner Größe von 180 Quadratmetern 26.000 Kilowattstunden Ökostrom im Jahr oder rund 200.000 emissionsfreie Fahrkilometer liefern. Die Schnellladesäulen stammen von den Firmen Porsche und Delta, der Batteriespeicher kommt vom Unternehmen BELECTRIC.

Der Ladepark im Zentrum des Ruhrgebiets soll künftig das Flaggschiff der F&E-Aktivitäten von innogy im Bereich Elektromobilität bilden: Das integrierte Energiemanagementsystem meldet dem Rechenzentrum hinter den Ladesäulen kontinuierlich die verfügbare Leistung aus Netz und Batterie. Mithilfe der weiteren Daten des Rechenzentrums (Verbrauchs- und Wetterprognose) kann die Batterie optimal vorgeladen werden. Bereits Ende 2018 wurde der Probebetrieb gestartet. Aus dem Realbetrieb sollen nun weitere Erkenntnisse für die Praxis folgen. Durch die wissenschaftliche Begleitung des Pilotprojekts wollen die Betreiber wichtige Erkenntnisse gewinnen, um das Konzept zeitnah an weiteren Standorten umzusetzen.

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