SUCHE
Beta
News
Magazin
Flottenmanagement
Messe
Flotte! Der Branchnetreff
die nächste
"Flotte! Der Branchentreff" 2019
Sieger bei den großen SUV: Kia Sorento 2.2 CRDi AWD
Kia Sorento 2.2 CRDi AWD

Kraftpakete für die Straße

Die Folge 99 unseres Kostenvergleichs widmet sich den großen SUV und damit dem Flaggschiff so manchen Herstellers. Allein die über 30 Modelle, die sich im Umfeld der geländetauglichen Allzweckfahrzeuge ab einer Länge von 4,7 Metern tummeln, zeigen, dass hier ein Segment anzutreffen ist, welches sowohl bei Kunden als auch Herstellern auf großes Interesse stößt. Am Ende kann sich der Kia Sorento 2.2 CRDi AWD gegen elf Konkurrenten aus diesem Segment durchsetzen.

Schon im vergangenen Kostenvergleich („Die Qual der Wahl“, S. 120 ff.) haben wir auf die Besonderheiten des SUV/Geländewagen-Segments hingewiesen. Denn mit knapp 100 Modellen umfasst laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die Liste der SUV und Geländewagen so viele unterschiedliche Fahrzeuge wie sonst kein anderes Segment. Wagt man sich dann noch in das Revier der großen Geländegänger ab einer Länge von 4,7 Metern, ist die Vielfalt an Fahrzeugen überwältigend: vom reinrassigen Geländegänger à la Mercedes-Benz G-Klasse über Coupévarianten der Flaggschiffe wie eben einem BMW X6 bis zu Elektro-Offroadern vom Schlag eines Audi etron, die in diesem Jahr sicher den einen oder anderen von der Elektromobilität überzeugen werden.

Auch wenn gleich 32 Modelle dem betrachteten Segment zugesprochen werden können, hat es am Ende nur bei einem Drittel auch zu einer Wertung gereicht. Die Gründe dafür sind so einfach wie auch ernüchternd: Entweder waren sie nicht (mehr) verfügbar oder nicht kalkulierbar. Insbesondere unsere Elektro-SUV waren zum Zeitpunkt der Kalkulation noch nicht in den Startlöchern. Jedoch scheint die Elektromobilität insbesondere in diesem Segment im Trend zu sein: Mit Audi e-tron, Hyundai Nexo, Jaguar I-PACE, Mercedes-Benz EQC und Tesla Model X verfügen gleich fünf Modelle über einen rein elektrischen Antrieb. Besitzer eines solchen Elektro-SUV können, obwohl sie im wahrsten Sinne über viel Auto verfügen, getrost jede Diskussion über Fahrverbote ignorieren.

Doch zurück zu unserem Kostenvergleich: Während wir uns im letzten Vergleich noch mit den kleinen und kompakten SUV mit Benzinmotor beschäftigt haben, betrachten wir nun das andere Ende dieses Segments und lassen dabei erst einmal die Art des Kraftstoffs außer Acht. Die Frage nach dem Warum ist leicht zu beantworten: Während wir bei den kleinen und kompakten SUV im Flottenmarkt eher von Fahrzeugen aus der Kategorie User-Chooserbeziehungsweise Motivationsmodell sprechen, sind SUV ab einer Länge von 4,7 Metern eher ab der Managementebene zu  nden. Dort werden in der Regel dann nur noch selten Vorgaben hinsichtlich des Fahrzeugs gemacht und der Nutzer kann aus einem breiten Portfolio an Motorvarianten wählen. Und hier kann man dann auch wieder von der Qual der Wahl sprechen, denn Vielfalt bieten die großen SUV in puncto Antrieb allemal: von 150 bis 575 PS bei den Benzinern oder 120 bis 400 PS bei den Selbstzündern. Wer dann auch noch offen für alternative Antriebe ist, hat noch mehr Auswahlmöglichkeiten. Um jedoch die Vergleichbarkeit zu wahren, setzen wir die Motorleistung auf rund 175 kW (231 PS) fest. Diesem komplexen Anforderungspro  l und der Verfügbarkeit im ALD Automotive Online, dem Leasingkon gurator für Geschäftskunden, zugrunde liegend, haben es letztlich zwölf Modelle in unseren Kostenvergleich geschafft. Wer dennoch Modelle wie den BMW X5, Cadillac XT5, Hyundai Santa Fe, Maserati Levante, Porsche Cayenne, SEAT Tarraco oder Volvo XC90 vermisst, muss sich wohl bis zum nächsten Kostenvergleich der großen SUV gedulden, denn diese waren Anfang Januar leider nicht kalkulierbar.

Bevor wir uns jedoch in die Analyse der Ergebnisse begeben, noch ein paar Worte zum neuen Kostenvergleich: Kurz vor der 100. Episode unseres Vergleichs haben wir noch einmal Hand angelegt, um die Struktur zu verbessern und etwas nachvollziehbarer zu gestalten. Nachdem wir die technischen Daten näher beleuchten, widmen wir uns den  ottenrelevanten Details und schließen den Vergleich mit den Kosten ab. Kosten ist hierbei ein wichtiges Stichwort: Denn in der Leasingrate ist nun auch der Technik- und Versicherungsservice inkludiert, was dem Full-Service- Gedanken zuträglich ist. Daneben sind die Kraftstoffkosten lediglich pro 10.000 Kilometer angegeben, wodurch dem Thema Kraftstoffverbrauch nicht mehr eine übergeordnete Stellung zugesprochen wird, sondern eben den Kosten.

Mit den rund 175 kW erreicht ein SUV dieser Größenordnung in etwas weniger als acht Sekunden die Marke von 100 Stundenkilometern und eine Höchstgeschwindigkeit von rund 220 Kilometern pro Stunde. Beim Durchschnittsverbrauch liegen die ausgewählten Modelle im Bereich von 6,1 bis 8,5 Liter pro 100 Kilometer, dabei ist jedoch anzumerken, dass der einzig verbleibende Benziner (Lexus RX 300 AWD) trotz seiner 238 PS starken Maschine mit 8,5 Litern lediglich 25 Prozent über dem Durchschnittsverbrauch der Selbstzünder (6,76 Liter je 100 Kilometer) liegt. Den ersten Platz in der Sonderwertung „Kraftstoffverbrauch“ teilen sich aber der Kia Sorento und der Mercedes-Benz GLE. Das Podium in diesem Bereich komplettieren dann auch gleich zwei Modelle: Audi Q7 und Land Rover Range Rover Velar. Ein großvolumiger Tank mit einem Fassungsvermögen von 85 Litern beschert dem BMW X6 in der Kategorie „Reichweite“ mit 1.214 Kilometern den begehrten ersten Platz auf dem Podest. Mit 1.192 Kilometern, sprich einer um 22 Kilometer geringeren Reichweite, reiht sich die Coupévariante des Mercedes-Benz GLE auf Platz zwei ein. Das Podest vervollständigt der Jeep Grand Cherokee mit 1.184 Kilometer Reichweite. Doch Obacht: Bei den drei SUV-Vertretern auf den Podestplätzen sind die Kraftstoffbehälter größer als beim Rest der Vergleichskandidaten. Einige Hersteller bieten optional einen größeren Tank – natürlich gegen Aufpreis.

Relevant für die Wertung sind ebenfalls die Ladungsdaten, die sich aus gleich vier Bestandteilen zusammensetzen – Anhängelast gebremst (12 Prozent), Kofferraumvolumen, maximales Laderaumvolumen sowie Zuladung. In der Sonderwertung „maximales Laderaumvolumen“ sichern sich die deutschen Hersteller die begehrten Podiumsplatzierungen: auf dem ersten Platz der Audi Q7 mit 2.075 Litern vor dem Mercedes-Benz GLE mit 2.055 Litern und dem Volkswagen Touareg mit 1.800 Litern. Im Durchschnitt lassen sich bei umgeklappten Rücksitzen etwas mehr als 1.747 Liter verstauen. Wer sich jedoch auf den Kofferraum als Stauraum beschränkt, kann sich bei einem durchschnittlichen großen SUV immerhin über fast 690 Liter freuen. Auch in dieser Wertung ist der Audi Q7 mit 890 Litern der Trumpf. Im letzten Wertungspunkt bei den Ladungsdaten – der Zuladung – holt sich der Volkswagen Touareg mit 780 Kilogramm Zuladung vor dem Mercedes-Benz GLE (720 Kilogramm) und den beiden Audi-Modellen (jeweils 670 Kilogramm) die Goldmedaille.

Kommen wir zu den Kosten ... Für einen großen SUV, welcher gemäß unseren Ausstattungsvorgaben bestückt ist, werden im Durchschnitt 54.155,95 Euro fällig. Wer besonders günstig in das Segment einsteigen möchte, dem sei der Kia Sorento in der Ausstattungslinie „GT Line“ ans Herz gelegt. Mit einem Listenpreis inklusive Sonderausstattung von gerade einmal 42.394,96 Euro ist der Sorento nicht nur über 10.000 Euro günstiger als ein durchschnittlicher großer SUV, der nach unseren Vorgaben kon guriert ist, sondern es werden zum Nettolistenpreis keine teuren Zusatzoptionen fällig. Die „GT Line“ erfüllt alle Anforderungen hinsichtlich der dienstwagenrelevanten Ausstattung bereits in der Serie. Einziger Haken: Der Kia Sorento verfügt lediglich über 147 kW beziehungsweise 200 PS. Wer nun lieber 175 kW (238 PS) sein Eigen nennt, dem sei der Ford Edge 2.0 EcoBlue Bi-Turbo 4x4 ans Herz gelegt. Für eine Investition von etwas mehr als 600 Euro bekommt der Fahrer die geforderten Pferdestärken und muss lediglich für den adaptiven Tempomaten noch einmal 420,17 Euro zusätzlich investieren, um auch eine gleichwertige Ausstattung zu erhalten.

 Bleiben schlussendlich die Leasingraten, die aufzeigen, ob Fahrzeuge in den von Referenzmodellen gesteckten Kostenrahmen passen oder nicht. Die Full-Service-Leasingraten bei 10.000 Kilometern pro Jahr und 36 Monaten Laufzeit verhelfen dem Ford Edge mit 527,11 Euro auf Platz eins, danach folgt der Kia Sorento mit 530,56 Euro. Für den Drittplatzierten, den Land Rover Range Rover Velar, werden bereits 698,48 Euro pro Monat fällig. Dennoch liegen auch hier knapp 50 Euro bis zum Erreichen der monatlichen durchschnittlichen Full-Service-Leasingrate für einen großen SUV, diese liegt bei 749,34 Euro. Bei höheren Lau eistungen ändert sich die Verteilung der Podiumsplätze jedoch: So zieht bereits ab 20.000 Kilometer Lau eistung der Jaguar F-PACE am Konzern-Bruder Land Rover Range Rover Velar vorbei. Bei 30.000 Kilometern kann sich dann auch der Kia Sorento den ersten Platz vom Ford Edge in der Wertung der Full-Service- Leasingraten holen.

Nach Abwägung sämtlicher Wertungen läuft es auf einen wohlverdienten Sieg des Kia Sorento hinaus, der sich weder bei den Kosten noch bei den Verbrauchsdaten die Blöße gibt. Einzige Minuspunkte des Koreaners sind die geringe Anhängelast sowie der Restwert. Auf Platz zwei landet der Volkswagen Touareg mit Bestwerten in den Bereichen Zuladung und Restwert. Das Podium komplettiert der Ford Edge, für den es aufgrund der geringen Zuladung und Anhängelast sowie eines geringeren Restwertes nur für den dritten Platz reicht.

 

So haben wir gewertet

Der neue Flottenmanagement-Kostenvergleich setzt sich aus fünf Hauptkriterien – den Kosten über Laufzeit und -leistung, den technischen Daten, den  ottenrelevanten Daten, der Ausstattung und den einmaligen Kosten beim Kauf – zusammen. Dabei erhalten die jeweils drei günstigsten Modelle eine grüne Markierung und die drei teuersten eine rote Markierung. Ebenfalls werden  ottenrelevante Fakten wie die Dichte des Servicenetzes sowie der Restwert in Prozent grün beziehungsweise rot markiert und dementsprechend bewertet. Die technischen Daten eines jeden Modells werden unter den Gesichtspunkten des Durchschnittsverbrauchs in l/100 km laut WLTP-Fahrzyklus (zurück gerechnet auf NEFZ-Werte), des CO2-Ausstoßes in g/km, der Reichweite in km sowie der Ladungsdaten – Kofferraumvolumen in l, max. Laderaumvolumen in l und Zuladung in kg – beurteilt und entweder mit Grün für die drei Bestwerte beziehungsweise Rot für die drei schlechtesten Werte gekennzeichnet. Zusätzlich erhalten segmentspezi sche technische Daten, wie beispielsweise der Anhängelast bei großen SUV, eine entsprechende Grün-Rot-Bewertung.

Zusätzlich wird eine besonders lange Laufzeit der Fahrzeuggarantie mit einem Pluspunkt respektive einer grünen Markierung hervorgehoben. Abweichungen von der segmentspezi schen Mindestausstattung für einen Dienstwagen werden rot gekennzeichnet, wenn diese auch nicht gegen Aufpreis erhältlich sind. Eine grüne Kennzeichnung im Bereich Ausstattung kann aufgrund von inkludierter Mehrausstattung erzielt werden, wenn diese einen Mehrwert in puncto Sicherheit beziehungsweise Komfort für den Dienstwagennutzer darstellt.

Mindestausstattung für einen Dienstwagen aus dem Segment großer SUV:
• Rundum-Airbag-Schutz für Fahrer und Beifahrer (Front-, Kopf- und Seitenairbags)
• aktiver Bremsassistent
• Bluetooth-Freisprechanlage
• Einparkhilfe mit Sensoren beziehungsweise über die Rückfahrkamera
• Klimaautomatik
• Nebelscheinwerfer

Mehrwertausstattung im Segment großer SUV:
• adaptiver Tempomat
• fest verbautes Navigationssystem
• Sitzheizung vorn
• Spurhalteassistent
• Verkehrszeichenerkennung
TOP RSS Meldungen
GDPR Flotte.de

Flotte Medien möchte Ihnen den bestmöglichen Service bieten. Dazu speichern wir Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies, um die Seite für Sie zu verbessern und nutzerrelevant zu gestalten. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Detaillierte Informationen über den Einsatz von Cookies auf dieser Webseite erhalten Sie hier.

Einverstanden