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Flotte! Der Branchnetreff
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"Flotte! Der Branchentreff" 2019
Sebastian Pohl erläuterte, welche Herausforderungen die Elektromobilität mit sich bringt und wie sich diese in Kooperation bewältigen lassen
Rechtsanwalt Lutz D. Fischer erläuterte die Anforderungen des Datenschutzes an den Fuhrpark
Das Business Speed Dating ermöglichte ein schnelles Kennenlernen der Teilnehmer untereinander

Mobilität der nächsten Generation

Unter dem Motto „Next Generation Fuhrpark & Mobility“ initiierte Management Circle unter der fachlichen Leitung von Prof. Dr. Stephan A. Jansen, Leiter des „Center of Philanthropy & Civil Society“ (PhiCS) an der Karlshochschule, ein neues Roadshow-Format. Neben hochkarätigen Vortragenden gab es auch einen Workshop sowie ein Business Speed Dating. Flottenmanagement war pünktlich zum Halt in Köln vor Ort.

Dass die Mobilität im Wandel ist, das sollte jedem bereits bewusst sein. Denn nicht mehr nur Fuhrparkmanager denken über die Zukunft der Mobilität nach: So beschreibt Prof. Dr. Jansen in seinem Vortrag drei Treiber für eine neue Mobilität in Städten. Ob es die Moralisierung der Mobilität ist, bei der sich viele in der Gesellschaft zunehmend Gedanken machen, ob sie wirklich ein eigenes Auto benötigen und ob der Besitz auch gesellschaftlich vertretbar ist. Denn nur rund eine Stunde pro Tag ist ein Fahrzeug gewöhnlich unterwegs; die restliche Zeit steht es nur rum. Der zweite Treiber ist die betriebliche und städtische Gesundheit: Wie der Leiter des PhiCS an der Karlshochschule erläutert, zeigen Studien zur Gesundheit pendelnder Radfahrer eine um 25 Prozent geminderte Anzahl an Krankheitstagen im Vergleich zur übrigen Belegschaft und ein um die Hälfte gemindertes Risiko für Herzkranzgefäß-, Diabetesoder Adipositaserkrankungen. Gleichzeitig steigt auf der anderen Seite die Konzentrationsfähigkeit und damit auch das Wohlbefinden. Als dritten und letzten Treiber werden die Bestrebungen für eine nachhaltige Unternehmens- und Stadtentwicklung angeführt. Denn nicht nur bei Firmenflotten überlegt man sich, wie der CO2-Fußabdruck möglichst gering gehalten werden kann, sondern auch die Städte zeigen entsprechende Bestrebungen. Beispielsweise wurde auf der Weltkonferenz „Habitat III“ für Siedlungs- und Stadtentwicklung im Oktober 2016 in Ecuador ein globaler Fahrplan für nachhaltige Stadtentwicklung der kommenden 20 Jahre verabschiedet: die New Urban Agenda. Hierbei setzt man sich mit den Herausforderungen der zunehmenden Konzentration der Weltbevölkerung in Städten auseinander.

Um die Teilnehmer in kürzester Zeit in einer unkomplizierten Atmosphäre kennenzulernen, folgte als zweiter Programmpunkt das Business Speed Dating. In Zweiergruppen hatten die Teilnehmer jeweils eine Minute Zeit, sich dem Gesprächspartner vorzustellen und zu überlegen, ob man im Anschluss tiefer gehende Gespräche führen sollte. Nach dem kurzen Kennenlernen ging es im zweiten Vortrag des Tages um den Fuhrpark von morgen. Sebastian Pohl, Business Development Manager Fleet bei der WAYDO GmbH, erläuterte am Beispiel des SAP-Fuhrparks, welche Herausforderungen die Elektromobilität mit sich bringt und wie sich diese in Kooperation bewältigen lassen. So hat der Technologiekonzern aus Walldorf für 2025 das Ziel ausgerufen, CO2-neutral sein. Dafür soll beispielsweise die Elektrofahrzeugflotte bis 2020 auf 5.000 Fahrzeuge erhöht werden. Schon jetzt umfasst die weltweite Flotte 1.250 EVs mit 400 Ladepunkten an den Unternehmensstandorten. Doch nicht nur an den SAP-Standorten soll das Laden möglich sein, sondern auch zu Hause. Hierfür hat WAYDO als Teil der EWE AG ein Pilotprojekt für das Heimladen der Fahrzeuge der SAP-Mitarbeiter in Deutschland gestartet.

Nach einer kurzen Kaffeepause, die auch zum Networking genutzt wurde, erläuterte Christian Müllmann, Business Development Manager Mobility Consultant bei der Athlon Germany GmbH, wie man Mitarbeiter heutzutage weiter motivieren kann. Obwohl dies nicht unbedingt in den Aufgabenbereich des Fuhrparkmanagers fällt, gibt es doch auch im Mobilitätsbereich eine Fülle an Möglichkeiten, einen Benefit für den Mitarbeiter zu erzielen. Die bekannteste Möglichkeit stellt dabei der Dienstwagen dar, der sich durch Freiheiten hinsichtlich Ausstattung und Motorisierung längst bewährt hat, um Mitarbeiter an sich zu binden. Durch My Benefit Kit von Athlon sollen sich jedoch mehr Mitarbeiter für eine Gehaltsumwandlung entscheiden, weil sie ein Mobilitätsbudget erhalten, das sie individuell nutzen können. Im Workshop wurden hierbei einige Anwendungen der Gehaltsumwandlung aufgezeigt, beispielsweise als Kombination von Firmenwagen, Jobbike, Carsharing-Guthaben sowie einer Entgeltumwandlung in Technik wie Smartphone, PC oder Laptop. Aber auch Module wie Altersvorsorge, KITA-Zuschuss, Jobticket oder Gesundheitsvorsorge wären denkbar.

Nach dem Workshop, der zeigte, dass sich die Mobilität auch in vielen Teilaspekten stetig wandelt, präsentierte Theodor Hermann, Business Development bei der Vispiron Carsync GmbH, wie sich die Vielzahl der Herausforderungen von Flotten bewältigen lässt. So möchte der Telematikanbieter aus München mit seinem Angebot nicht nur traditionelle Felder der Telematik abbilden, sondern auch Lösungen für Fuhrpark- und Mobilitätsherausforderungen. So soll ein Ökosystem der grünen betrieblichen Mobilität erschaffen werden, das neben unterschiedlichen Sharing-Konzepten und vernetzten und autonomen Mobilitätsangeboten auch den Gedanken der Nachhaltigkeit sowie des Full Service umfasst. Der Schlüssel für dessen Umsetzung ist ein hoher Grad der Vernetzung sowie Synergien innerhalb eines Systems. Dass Vispiron Carsync mit seinem Lösungskonzept nicht allein ist, zeigte sich in den Ausführungen von Thomas Tietje, Leiter Geschäftskunden bei A.T.U, nach dem Businesslunch: So hat die Werkstattkette in den vergangenen Jahren eine Transformation vom Problemlöser zum Mobilitätsanbieter vollzogen. Der Schlüssel hierfür war die Digitalisierung. Auch hier möchte man dem Kunden keine Insellösung anbieten, die lediglich an einem Punkt ansetzt, sondern setzt ganz auf Kooperationen und deren Synergieeffekte. Ob Telematikanwendung, Fuhrparkmanagement oder eine umfangreiche App wie „Mobility-Hub Pro“, bei der neben Lokalisierungs- und Sicherheitsdiensten auch ein digitales Fahrtenbuch und Carsharing für Flotten hinterlegt sind, das Angebot von A.T.U soll all dies bieten.

Auf Unabhängigkeit sowie das Konzept des Single Point of Contact setzt man hingegen bei CarMobility!, obwohl man ein Teil des Volkswagen Konzerns ist. Egal ob Fahrzeughersteller, Leasinggesellschaften, Mineralölgesellschaften oder Dienstleister, der Fuhrparkmanagementanbieter aus Braunschweig bündelt all diese Teilaspekte für den Kunden in nur einem Ansprechpartner. Dabei zeigen sich auch hier die Auswirkungen durch den Wandel in der Mobilität: So bündelt CarMobility! Fleetmanagement und Travelmanagement in einem Mobilitymanagement. Dabei werden auch die Gesamtkosten nicht einzeln betrachtet, sondern in Form der Total Cost of Mobility. Dadurch ist es möglich, ein multimodales Mobilitätsmanagement zu etablieren, das in der Lage ist, alle Aspekte von der Planung über die Buchung bis zur Abwicklung einer Dienstreise über eine Plattform zu realisieren; ganz gleich, welches Mobilitätsangebot genutzt wird oder ob dies in Kombination von mehreren Transportarten erfolgt.

Nach einer ausgiebigen Kaffeepause näherte sich die Veranstaltung dem Ende und fand in den Ausführungen von Rechtsanwalt Lutz D. Fischer zu der Halterverantwortung und zum Datenschutz im vernetzten Fuhrpark seinen krönenden Abschluss. Dabei ging der Rechtsexperte aus Sankt Augustin neben den rechtlichen Aspekten der Digitalisierung und Vernetzung im Fuhrpark auch auf die allgemeinen Datenschutzgrundlagen sowie die praktische Umsetzung der Unterweisungspflicht in Form von Fahreraufklärung ein. Insbesondere die Analyse der Vielzahl von Anforderungen, die durch die neuen Datenschutzregeln auf das Fuhrparkmanagement zugekommen sind, stieß auf großes Interesse bei den anwesenden Fuhrparkleitern. Egal ob in der EU-Datenschutz- Grundverordnung, der eCall-Verordnung, im Bundesdatenschutzgesetz oder in Teilen des Straßenverkehrsgesetzes – heute finden sich in vielen Bereichen zusätzliche Anforderungen in Bezug auf den Umgang mit persönlichen Daten, die es auch im Management der Unternehmensflotte zu beachten gilt.

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