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Bei 23 Prozent der deutschen befragten Unternehmen gab es bereits Auswirkungen auf die Car Policy aufgrund der Dieseldebatte

Erste Auswirkungen in der Flotte spürbar

Auch in diesem Jahr analysierten die Experten des Full-Service-Leasing-Anbieters Arval die Entwicklung im Bereich Fuhrpark. Dabei kristallisierten sich im sogenannten CVO Fuhrpark-Barometer erstmals auch die Auswirkungen der anhaltenden Dieseldebatte für Flotten heraus. 23 Prozent der befragten Flottenmanager gaben an, dass die öffentliche Debatte bereits Auswirkungen auf die eigene Car-Policy hat; elf Prozent sprechen sogar von starken Auswirkungen. Rund zwei Drittel dieser Unternehmen gaben an, dass dabei ein Wechsel zu alternativen Antrieben in Betracht kommt. Zudem zeichnet sich eine Trendwende bei der bevorzugten Finanzierungsmethode ab. Flottenmanagement stellt Ihnen die Ergebnisse im Detail vor.

Bereits 2002 entwickelte Arval eine Expertenplattform für alle Fuhrparkfachkräfte, angefangen bei Fuhrparkmanagern über Einkaufsspezialisten und Herstellern bis zu den flottenrelevanten Dienstleistern. Die erfolgsversprechende Befragung wurde 2005 erstmals auch in Deutschland durchgeführt und gibt seitdem einen Überblick über die Haupttrends im Automobilmarkt und stellt diese den Trends zehn anderen europäischen Ländern sowie der Türkei gegenüber. Für das CVO Fuhrpark-Barometer 2018 wurden Fuhrparkverantwortliche von Unternehmen mit mindestens einem Firmenfahrzeug befragt. In der Summe wurden 3.718 Interviews (302 allein in Deutschland) durchgeführt. Dabei deckte der Umfang der Studie alle relevanten Branchen vom Baugewerbe über die Industrie und die Dienstleistungen bis zum Handel ab. „Das CVO Fuhrpark-Barometer hat sich über das letzte Jahrzehnt als der Benchmark für aktuelle Stimmungen im Fuhrparkmanagement etabliert. Die Studie soll Flottenverantwortlichen gleichzeitig als Orientierung dienen, welche Trends und Entwicklungen jetzt und in Zukunft auf keinen Fall verschlafen werden dürfen“, sagt Katharina Schmidt, Head of Consulting & Corporate Vehicle Observatory bei Arval Deutschland und Sprecherin für das CVO Fuhrpark-Barometer in Deutschland.

Flottenwachstum in Deutschland zurückhaltend
Trotz einer kürzeren Haltedauer der Firmenwagen schätzen die in Deutschland befragten Fuhrparkverantwortlichen das Wachstum ihrer Flotte eher zurückhaltend ein: So gehen deutsche Unternehmen mit unter zehn Mitarbeitern in der Summe davon aus, dass die Gesamtzahl der Fahrzeuge in ihrer Flotte gleich bleibt. Jeweils drei Prozent in dieser befragten Gruppe gaben an, dass die Anzahl an Firmenwagen steigt beziehungsweise sinkt. In Europa zeigt sich indes ein klares Bekenntnis zum Dienstwagen in dieser Unternehmensgröße: Zwar gehen auch hier vier Prozent davon aus, dass die Unternehmensflotte in den nächsten drei Jahren schrumpft, 13 Prozent gehen jedoch von einem Flottenwachstum aus. Damit bleiben die Werte in dieser Gruppe im Vergleich zum Vorjahr auf dem gleichen Niveau. In Deutschland sprach hingegen die Bilanz bei Kleinunternehmen für den Ausbau der Flotte. Im Gegensatz dazu glauben deutsche Großunternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern in diesem Jahr vermehrt an einen Flottenzuwachs: Im CVO Fuhrpark-Barometer 2017 war die Bilanz bei +2; für dieses Jahr hingegen +10. Über alle Unternehmensgrößen hinweg sieht die Bilanz für das Flottenwachstum positiver aus als noch im Vorjahr.

Ein Grund für die ganz unterschiedlichen Einschätzungen ist, dass vor allem Unternehmen ab 100 Mitarbeitern ein Wachstumspotential prognostiziert wird, welches auch direkten Einfluss auf das Mitarbeiterwachstum hat und infolge dessen das Flottenwachstum positiv beeinflusst.

Auswirkungen der Dieseldebatte
Während in den vergangenen Jahren die Dieseldebatte deutsche Unternehmen kalt zu lassen schien, zeichneten sich in den Befragungen zum CVO Fuhrpark-Barometer 2018 Anfang dieses Jahres bereits Auswirkungen ab. 23 Prozent der befragten deutschen Unternehmen gaben an, dass die Debatte bereits Einfluss auf ihre Car-Policy genommen hat. Addiert man hierzu die Unternehmen, die von Auswirkungen in den kommenden drei Jahren ausgehen, liegt der Anteil sogar bei 42 Prozent. Insbesondere bei Großunternehmen hat die Dieseldebatte zu Veränderungen in der Car-Policy geführt: 35 Prozent der deutschen Firmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten haben die Richtlinien für Firmenfahrzeuge bereits angepasst. Über alle Unternehmensgrößen hinweg ist der Wechsel zu alternativen Antrieben (65 Prozent) eine Folge der Dieseldebatte. Darüber hinaus sehen sich die Unternehmen bereits steigenden Flottenkosten (39 Prozent) sowie steigenden Verwertungsrisiken (29 Prozent) gegenübergestellt. In der Folge der Debatte über Dieselfahrzeuge werden Flottenverantwortliche, die Änderungen erwarten, vor allem die Implementierung alternativer Antriebstechnologien (67 Prozent) in ihrem Unternehmen anstoßen. Nur für etwas mehr als ein Viertel der Befragten (28 Prozent) ist dabei die Einführung von erdgasbetriebenen Fahrzeugen eine Option. 55 Prozent gaben hingegen an, dass Benzinfahrzeuge eingeführt werden. Gleichzeitig wird ein Anstieg der Kosten erwartet: 65 Prozent gehen allgemein von höheren Fahrzeugkosten aus, 50 Prozent erwarten einen Anstieg der Treibstoffkosten und 41 Prozent einen Anstieg bei der Kfz-Steuer.

Von den Absichten zu alternativen Antrieben zu wechseln können insbesondere Technologien mit Elektromotor profitieren: Von den 38 Prozent der deutschen Fuhrparkmanager, die mindestens eine neue Antriebstechnologie implementiert oder in den nächsten drei Jahren einsetzen möchten, gaben 28 Prozent an, auf den rein elektrischen Antrieb zu setzen. Auf Platz zwei in der Betrachtung liegt der Hybridantrieb mit 16 Prozent, dicht gefolgt vom Plug-in-Hybrid mit 15 Prozent. Je größer die Firma, umso eher wird bereits auf neue Technologien gesetzt. Während von den deutschen Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern bereits 75 Prozent alternative Antriebe implementiert haben oder dies für die nächsten drei Jahre vorsehen, sind es bei Unternehmen unter zehn Mitarbeitern lediglich 23 Prozent. Diese Tendenz ist europaweit auffindbar und vor allem dem finanziellen Spielraum bei großen Firmen geschuldet.

Kauf rückt für kleine Unternehmen in den Fokus
Obwohl auch Anfang 2018 das Leasing mit Kilometervertrag die Hauptfinanzierungsmethode in deutschen Unternehmensflotten war, sinken allgemein die Bestrebungen, diese Leasingform in den nächsten drei Jahren auszubauen. Fast die Hälfte der deutschen Teilnehmer (46 Prozent) gab an, die kilometerbezogene Finanzierungsmethode hauptsächlich einzusetzen. Der Kauf steht mit 35 Prozent an zweiter Stelle. Unterscheidet man hierbei die Unternehmensgrößen, zeigt sich jedoch eine Trendwende: Während der Kauf und das Leasing mit Kilometervertrag im Vorjahr bei Unternehmen mit 1 bis 99 Mitarbeitern mit 38 Prozent noch gleich auf waren, verändert sich das Verhältnis im diesjährigen CVO Fuhrpark-Barometer zugunsten des Kaufes. 44 Prozent kaufen den Firmenwagen lieber, anstatt ihn über einen Autokredit zu finanzieren (8 Prozent) oder zu leasen (mit Kilometervertrag: 35 Prozent; mit Restwertvertrag: 13 Prozent). Auch bei Unternehmen ab 100 Beschäftigten rückt der Kauf zunehmend in die Betrachtung bei den Finanzierungsmöglichkeiten: Der Kauf der Firmenwagen wird hier von 24 Prozent der deutschen Fuhrparkmanager bevorzugt; im Vorjahr lag der Wert bei 22 Prozent. Für das Leasing mit Kilometervertrag sprachen sich wie beim CVO Fuhrpark-Barometer 2017 mehr als die Hälfte der Befragten aus (58 Prozent). Der Anstieg im Bereich Kauf als Hauptfinanzierungsmethode fiel auch hier insbesondere zulasten des Leasings mit Restwertvertrag aus (von 18 Prozent im Jahr 2017 auf 15 Prozent).

Obwohl ein leichter Rückgang beim Leasing mit Kilometervertrag in Deutschland zu verzeichnen ist, geben acht Prozent der Umfrageteilnehmer an, dass sie diese Leasingform in den nächsten drei Jahren ausbauen möchten. Bezieht man bei dieser Betrachtung die Umfrageresultate der elf anderen Länder ein, ist ein deutlicher Ausbau (23 Prozent) des Leasinggeschäfts mit Kilometervertrag in den nächsten drei Jahren zu erwarten. Inwiefern dadurch andere Finanzierungsmethoden beeinträchtigt werden, ist indes noch nicht abzusehen. In Europa ist laut CVO Fuhrpark-Barometer 2018 der Kauf mit 39 Prozent die beliebteste Finanzierungsmethode für Fahrzeugflotten. Das Leasing mit Kilometervertrag (28 Prozent) und mit Restwertvertrag (26 Prozent) sind etwa auf gleichem Niveau. Und auch im europäischen Umfeld hat der Autokredit mit lediglich sieben Prozent nur eine untergeordnete Rolle bei der Hauptfinanzierungsmethode.

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