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Die Kostentreiber?

Die Ausgaben für Reifen in einer Flotte liegen etwa bei drei Prozent der Gesamtbetriebskosten (Quelle: Goodyear). Nicht gerade viel, möchte man meinen. Doch rechnet man indirekte Einflüsse wie Kraftstoffverbrauch oder Verwaltungsaufwand der Pneus auf diese Kosten mit ein, ist ihr Anteil ungleich höher. Hinzu kommt noch der Faktor Sicherheit, der sich überhaupt nicht exakt beziffern lässt. Insgesamt kommt dem Kostenblock Reifen somit eine immense Bedeutung zu. Gleichzeitig bietet dieser Bereich Flottenmanager Ansatzpunkte für Einsparungen.

Dem Klimawandel sei Dank, steigen auch in unseren Gefilden die Temperaturen seit Jahren. Darüber hinaus wird die Reifenentwicklung stetig besser und gleichzeitig steigt der Kostendruck auf die Flotten immer weiter. Drei Entwicklungen, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, und dennoch sorgen sie für ein und denselben Trend: Immer mehr Reifenhersteller haben Ganzjahresreifen in ihrem Portfolio. Die Marktübersicht zu erhältlichen Ganzjahresreifen in der Dimension 205/55 R16 91H, welche besonders in der Kompakt- und Mittelklasse beliebt ist, zeigt, es kommen jährlich neue Reifen dazu (S. 90). So stellte unter anderem der Reifenhersteller Hankook auf der THE TIRE COLOGNE 2018 den neuen Allwetterreifen Kinergy 4S² vor. Auch andere Hersteller, wie beispielsweise Kenda, präsentierten in Köln einen neuen Allwetterpneu (S. 102). Doch wie stark sind die Ganzjahresreifen in den Flotten überhaupt vertreten? Die Antwort darauf und auf weitere Fragen rund um das Thema Räder und Reifen in der Flotte lesen Sie in der Auswertung unserer Onlineumfrage (S. 84).

Aus dieser Umfrage geht auch hervor, dass deutlich mehr als die Hälfte der Fuhrparks in Deutschland auf einen Reifenservice zurückgreifen. Kaum jemand nimmt das Reifenmanagement von der Besorgung über die Montage und Einlagerung bis hin zur Entsorgung selbst in die Hand. Die große Verbreitung von Full-Service-Leasingverträgen in den deutschen Flotten sorgt dafür, dass so mancher Fuhrparkleiter fast nicht mit dem Thema Reifenmanagement in Kontakt kommt. Auch Kauffuhrparks lagern das Reifenmanagement öfters mal an einen Dienstleister aus, für Montage und Lagerung fehlen ohnehin meist die Kapazitäten. Manch einer gibt auch nur einzelne Teilbereiche an ein externes Unternehmen, beispielsweise den Werkstattservice. Der Vorteil für Flottenmanager ist, dass jeder einzelne Schritt von der Besorgung bis zur Entsorgung einzeln für sich unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet werden kann. Daher haben wir in uns dazu entschlossen, in unserem aktuellen Special die einzelnen Stationen im Lebenszyklus eines Flottenreifens jeweils in einem Artikel zu betrachten.

Dies beginnt bereits bei der Entwicklung der Reifen (S. 100). Denn technisch gesehen sind Pneus komplexer als ihr einfaches, schwarzes Äußeres vielleicht vermuten lässt, das oft auch in der Flotte hinter bunten und aufwendig designten Felgen zurücktritt (S. 92). Wer weiß, wie ein Reifen entsteht und funktioniert, weiß auch um den Zielkonflikt zwischen Bodenhaftung und Rollwiderstandsoptimierung und kann dies bei der Beschaffung bereits bedenken. Dabei kann der Bezug von Reifen auf verschiedenen Wegen geschehen (S. 94). Leasinggesellschaften werben generell damit, aufgrund der großen Abnahmemengen von Reifen bessere Konditionen an den Kunden weitergeben zu können. Dafür ist man oftmals an bestimmte Richtlinien gebunden.

In die Werkstatt müssen sie alle! Meist nur zum Reifenwechsel, manchmal jedoch auch weil der alte Reifen Schaden genommen hat. Egal ob man auf dem Ersatzrad oder einem reparierten Reifen in die Werkstatt rollt, überprüft werden sollte der betreffende Reifen in jedem Fall (S. 98). Die Reifenwerkstatt kann als eine wichtige Schnittstelle zwischen Reifenmanagement und Dienstwagenfahrer gesehen werden (S. 86). Hier werden die neuen Reifen aufgezogen und eingelagert und darüber hinaus auch weitere Dienstleistungen wie beispielsweise die Führerscheinkontrolle in Anspruch genommen. Daher verwundert es nicht weiter, dass Werkstätten oftmals das komplette Reifenmanagement übernehmen.

Spätestens wenn der Reifen weniger als 1,6 Millimeter Profiltiefe aufweist, ist das Ende der Laufzeit des Reifens in der Flotte angekommen. Oftmals ist dies bereits früher der Fall, da viele Leasinggesellschaften eine andere Mindestprofiltiefe vorschreiben. Doch damit ist der Pneu längst nicht wertlos. Denn wenn ökonomische und ökologische Interessen zusammenkommen, kann oftmals ein interessanter Lösungsansatz entstehen.

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