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Alfa Romeo, die Marke der schönen und sinnlichen Autos, ist nichts für Pragmatiker? Von wegen, das neue SUV Stelvio kann sogar richtig praktisch. Hier mal ein paar Fakten: Wenn die dreigeteilte Rücksitzlehne umgeklappt wird, bleibt Stauraum mit einem Volumen von 1.600 Litern, das ist wahrlich ordentlich. Auch die Passagiere können sich wirklich nicht über Platzprobleme beklagen, sondern sitzen ziemlich locker-flockig in dieser Mittelklasse mit satt portionierter Bein- wie Kopffreiheit vor allem auch in der zweiten Reihe. Die Italiener haben sich bemüht, auch das Interieur trotz ansehnlicher Optik möglichst nutzwertig zu gestalten – so erweist sich die breite Mittelkonsole als angenehm, denn sie fungiert wunderbar als Ablagefläche für unweigerlich anfallenden Kleinkram.

Doch auch der Antriebsstrang überzeugt: Unsere erste Ausfahrt im 2,1 Liter großen Diesel mit 210 PS gestaltete sich angenehm. Das mit dem großen Selbstzünder ausschließlich mit Allradantrieb gelieferte SUV setzt sich dank der Drehmomentreserven von fast 500 Nm souverän in Bewegung und rangiert auf einem hohen Fahrleistungslevel. So erreicht der Stelvio die 100 km/h-Marke laut Werk bereits nach 6,6 Sekunden. Auch in der Praxis macht der Kraxler einen ziemlich munteren Eindruck und quittiert Gaspedal- Befehle mit fülligem Schub. Zwischenspurts gelingen mühelos, ohne den Achtgang-Wandlerautomaten zum Herunterschalten zu zwingen. Bemerkenswert ist die Ausgewogenheit zwischen sportlicher Gangart und dem Fahrkomfort, den der Stelvio seinen Mitfahrern bietet. Kurze Wellen entschärft die Federung wirkungsvoll, während der neue Alfa sanft über Autobahnwellen flauscht. Ein ganz billiges Vergnügen ist der Stelvio mit netto 39.916 Euro nicht – aber dafür gibt es auch ein ordentlich ausgestattetes Premium-Produkt.