PDF DOWNLOAD

Da ist ja ein Kia Soul! Okay, das ist kein über Gebühr ungewöhnliches Bild. Doch diesmal liegen die Dinge anders. Kennern fällt der Kühlergrill auf, der in diesem Fall eine geschlossene Fläche statt Lamellen aufweist. Jawohl, es handelt sich eindeutig um einen Soul EV. Wer ein solches Exemplar an der Ampel erwischt und wartet, bis sich der Fronttriebler in Bewegung setzt, dürfte durch das fehlende Verbrenner-Geräusch bestätigt werden. Innen sorgt der Digitaltacho für Identifikation – ansonsten gleicht er der Dieseloder Otto-Ausgabe. Aber jetzt wird losgefahren: Lautlos und druckvoll prescht der 110-PS-Stromer davon. Dass quasi ab der ersten Umdrehung satte 285 Nm Zugkraft anliegen, wirkt sich angenehm auf das Fahrgefühl aus.

Gewöhnen muss man sich an die etwas synthetisch wirkende Bremse; doch die muss man kaum betätigen, denn wer den Wählhebel auf „B“ stellt, erlebt einen stark rekuperierenden und damit gleichzeitig verzögernden Soul. Dann reicht das Lupfen des Fahrpedals aus, um den Van zum Stillstand zu bringen, während der Lithium-Ionen-Akku lädt. Laden, das ist derzeit noch die Crux bei den Stromern: Wer nicht gerade eine Steckdose in der Garage und am Arbeitsplatz hat, muss auf die Ladesäulen-Infrastruktur ausweichen, was ein gewisses Umdenken erfordert. Doch mit ein bisschen Gewöhnung kommt man mit dem lautlosen Soul ganz gut klar und kann ihn bis zu einem gewissen Maße auch im Alltag einsetzen. Mit einem Basis-Kurs von netto 25.873 Euro ist er außerdem fair eingepreist. Immerhin beinhaltet die volle Ausstattung auch Dinge wie Bluetooth-Freisprechanlage, Digitalradio, Navigationssystem und Tempomat. Sogar die bei Kia übliche Siebenjahres-Garantie genießt der Soul EV in vollem Umgang inklusive der Batterie.