PDF DOWNLOAD

Angesichts der großen Modellvielfalt ist es heute gar nicht mehr einfach, einen richtigen Verkaufsschlager zu landen. Crossover sind einerseits beliebt, andererseits können solche Autos auch richtig floppen. Allzeit beliebt jedoch sind Konzepte, die den Begriff „SUV“ irgendwie rechtfertigen, und wenn es nur ist, weil das Chassis ein wenig höher liegt – und zwar durch alle Fahrzeugklassen hinweg. Da ist der Captur offensichtlich genau richtig, um Interessenten zu überzeugen: Geländewagen-Look, nicht allzu groß, sparsam und kommod. Unser Testwagen rollte in der 90- PS starken Dieselversion an – und der wirtschaftliche 1,5-Liter hat keine sonderliche Mühe, mit dem 1,2 Tonnen schweren Fronttriebler umzugehen. Übrigens ist Allradantrieb für den Captur erst gar nicht lieferbar – da sind die Techniker den Marketingspezialisten gefolgt, die genau wissen: Selbst bei großen Geländewagen bleiben die meisten Eigner auf dem Asphalt. Der 4,12 Meter lange Franzose geht als kleiner, aber feiner Tourer durch mit jeder Menge Raum.

Selbst im Fond können auch größer gewachsene Fahrgäste komfortabel sitzen, ohne sich die Knie zu stoßen oder mit dem Kopf die Dachholme mitzunehmen. Clevere Ablagemöglichkeiten machen den Captur zum praktischen Alltagspartner. Ein elf Liter großes Schubfach (ab „Dynamique“ sogar mit LED-Beleuchtung) hält den Innenraum aufgeräumt; der doppelte Kofferraum-Boden leistet nützliche Dienste beim Baumarkt-Einkauf, und ein ebenfalls ab der besseren Ausstattungslinie an Bord befindliches bewegliches Ablagefach zwischen den Vordersitzen rundet dieses Kapitel ab. Die eigenwillig gestylte Instrumententafel mit einer Mischung aus Analoganzeigen für Drehzahlmesser und Tankuhr sowie dem digitalen Tacho sprechen erstens das Auge an und erfüllen zweitens das Kriterium der guten Ablesbarkeit. Die großflächige Mittelkonsole bietet Platz für einen ausladenden TFT-Monitor, es fehlt also mitnichten an Infotainment. Ab netto 579 Euro gibt es ein integriertes Navigationssystem, das im Übrigen auch eine Bluetooth-Freisprechanlage beinhaltet sowie Klimaautomatik und einen Regensensor.

Das komfortabel abgestimmte Fahrwerk liefert ein für die Klasse ordentliches Federungsverhalten. Dazu passen verhältnismäßig leise Fahrgeräusche; man kann den Captur auch gut und gerne für längere Reisen einsetzen; ab netto 14.529 Euro ist er mit dem Dieselmotor zu haben (es gibt lediglich eine Leistungsstufe). Auf Wunsch statten die Franzosen den Fronttriebler auch mit einem Doppelkupplungsgetriebe aus – dann ruft der Konzern indes 17.638 Euro auf. In diesem Fall gesellen sich zur vollen Sicherheitsausrüstung sowie zum Tempomat auch noch Klimaund Radioanlage. Außerdem verfügt der Captur dann über Leichtmetallräder und schlüsselloses Schließsystem. Die mindestens 17.806 Euro (netto) teure Dynamique-Line bietet darüber hinaus Bluetooth-Freisprechanlage, Klimaautomatik und Navigationssystem. Weitere 495 Euro netto beschert den Kunden eine Rückfahrkamera plus Sensoren. Und mit der 210 Euro (netto) kostenden Sitzheizung zieht gar ein Hauch von Oberklasse in den Lifestyle-Flitzer ein.