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In der Definition des Nutzens liegt aber schon die Problematik der Branche: Die Anforderungen der einzelnen Anwendungszwecke sind derart unterschiedlich, dass inzwischen schon einzelne Modelle in mehreren tausend Ausstattungsvarianten erhältlich sind. Die Sonderumbauten für noch speziellere Anwendungen sind da noch gar nicht mitgezählt. Dazu kommt noch die Frage, ob die Nutzung des Fahrzeugs obendrein flexibel sein soll, sprich: Ob sich der Anwendungszweck über die Haltedauer des Fahrzeugs verändern könnte.

Denn Flexibilität gibt es bei Nutzfahrzeugen ja gleich doppelt: Zum einen eben über die unglaublich vielen Ausstattungsvarianten, deren Variabilität keineswegs bei der Kombination aus unterschiedlichen Längen, Dachhöhen, Zuladungsmöglichkeiten hinsichtlich Volumen und/oder Gewicht sowie der Frage nach der Anzahl der Sitzplätze aufhört. Dazu gibt es noch Ladungssicherungs- und Einrichtungssysteme, die ebenfalls teilweise ab Werk schon für verschiedenste Einsatzzwecke ausgelegt sein können.

Nutzwert hat auch immer etwas mit den Kosten des Fahrzeugs zu tun, und bei Nutzfahrzeugen, die ja eher keine User-Chooser-Fahrzeuge sind, schauen die Unternehmen gleich doppelt hin. Denn jeder gesparte Cent pro Kilometer erhöht den Gewinn für das Unternehmen. Daher handelt der Kostenvergleich in unserem Flottenmanagement Special zur IAA Nutzfahrzeuge in Hannover (25. September bis 2. Oktober) auch von Transportern, nämlich bis 2,9 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht (ab Seite 100).

Ganz wichtig ist bei Nutzfahrzeugen aller Art die Ladungssicherung. Daher finden Sie in unserem Special eine Übersicht über Einrichtungssysteme (ab Seite 90) wie auch der Anbieter von Sonderumbauten (ab Seite 78). Denn eine professionelle Sicherung der Ladung ist nicht nur aus Gründen der Unfallvermeidung unverzichtbar. In unserer Rechtsprechungsübersicht zum Thema können Sie nachlesen, welchem Ärger Sie mit einer professionellen Ladungssicherung – deren korrekte Ausführung übrigens regelmäßig überwacht werden sollte – aus dem Weg gehen können (ab Seite 86).

Ein aufgeräumtes Servicefahrzeug mit professioneller Einrichtung dient übrigens nicht nur der Sicherheit: Es ist auch eine ganz wichtige Visitenkarte für den Auftritt beim Kunden, der daraus völlig zu Recht Rückschlüsse auf die Professionalität des beauftragten Services zieht. Außerdem spart der Mitarbeiter auch Zeit, wenn er Arbeitsmaterialien nicht „irgendwo“ im Fahrzeug suchen muss, sondern diese sich stets ordentlich am richtigen Platz befinden.

Einrichtungssysteme sind nicht die einzigen Nachrüstlösungen, die in Nutzfahrzeugen oft Verwendung finden: Auch Einparkhilfe, Anhängerkupplung, Navigationssysteme und sogar ein Tempomat lässt sich, sofern nicht ab Werk vorhanden, von Spezialfirmen nachrüsten (ab Seite 94), ebenso wie eine professionelle Beklebung der Fahrzeuge zum Schutz des Lackes oder als kostengünstige Werbeform (ab Seite 96) sowie die permanente Überwachung des Geschehens mittels einer Carcam (ab Seite 84).

Nutzfahrzeuge werden eher gekauft als geleast – das ist eines der Ergebnisse unserer aktuellen Online-Umfrage zum Thema Transporter in der Flotte (ab Seite 66). Diesmal haben wir gefragt, welches die Kaufkriterien von Transportern im Fuhrpark sind, welche Ausstattungsmerkmale wichtig sind und wie das mit den (alternativen) Antrieben in der Praxis ausschaut. Wer hier übrigens weitere Informationen sucht: Ab Seite 70 haben wir auch eine Übersicht alternativ angetriebener Transporter zusammengestellt – und deren Zahl hat sich im Vergleich zu unserer Marktübersicht alternativ angetriebener Nutzfahrzeuge im Jahr 2012 mehr als verdoppelt.