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Mit dem „FK 1000“ aus Köln-Niehl begann 1953 die Erfolgsgeschichte des Ford Transit. Heute, über 60 Jahre später, ist aus dem einstigen Kleintransporter eine komplette Nutzfahrzeugfamilie geworden, die sich bereits über sieben Millionen Mal verkauft hat und in über 118 Ländern auf sechs Kontinenten verfügbar ist. Vereint unter der Bezeichnung „Transit“ bietet Ford ab sofort vier Nutzfahrzeugmodelle an: Angefangen beim Transit Courier, einem Nutzfahrzeug des Kleinwagensegments, und beim Transit Connect, der die Plattform des C-MAX nutzt, über den Transit Custom, der über eine Nutzlast von bis zu einer Tonne verfügt, bis zum neuen Transit, der allein in vier Karosserieversionen erhältlich sein wird, sollen diese Modelle nahezu alle Bedürfnisse der Kunden zufriedenstellen. Im Unterschied zu den Personentransportern mit der Bezeichnung „Tourneo“ verfügen die Transit-Baureihen über eine Lkw-Zulassung.

Der Startschuss für die Produktoffensive fiel in der zweiten Jahreshälfte 2012 mit der Einführung des Transit Custom. Dieser hat ausschließlich Frontantrieb, der mit einem serienmäßigen Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert wird. Als Motor kommt ein 2,2-Liter-TDCi-Dieselmotor mit Common-Rail-Einspritzung mit 74 kW, 92 kW oder 114 kW zum Einsatz, welcher serienmäßig über ein Start-Stopp-System verfügt. Damit erreicht der Transporter laut Unternehmensangaben klassenbeste Verbrauchswerte von bis zu 6,0 Liter auf 100 Kilometer und emittiert dabei lediglich 159 Gramm Kohlendioxid je Kilometer.

Auch bei der Sicherheit versucht der Custom zu überzeugen, so erzielte er fünf Sterne beim Euro- NCAP-Sicherheitsrating und erhielt zudem die Euro NCAP Advanced Awards für den Fahrspur-Assistent mit Müdigkeitswarner sowie für Ford SYNC mit Notruf-Assistent. „Bei der Neuausrichtung unserer Nutzfahrzeugpalette war es uns wichtig, Bewährtes weiter zu verbessern und dabei zugleich aber auch neue Akzente in dieses Segment einzubringen. Hierzu zählen beispielsweise ein Pkw-ähnlicher Komfort in der Fahrgastzelle sowie das Multimedia-Konnektivitätssystem Ford SYNC mit Notruf-Assistent und Sprachsteuerung.

Aber auch bei der Nutzbarkeit gehen wir in den Segmenten neue Wege. So finden beispielsweise im Transit-Custom-Kastenwagen bereits mit kurzem Radstand drei Europaletten Platz. Darüber hinaus können hier dank der innovativen Trennwand mit Durchlademöglichkeit selbst Gegenstände von drei Meter Länge verstaut werden, also zum Beispiel Rohre. Im Kastenwagen mit langem Radstand misst die Laderaumlänge aufgrund der Durchlademöglichkeit sogar 3,4 Meter“, erläutert Wolfgang Booms, Executive Director Fleet & Remarketing Operations bei Ford of Europe.

Innerhalb von zwei Jahren wurde sukzessive die komplette Nutzfahrzeugpalette überarbeitet: „Eine der ersten Herausforderungen, die bei der Erneuerung des kompletten Nutzfahrzeug-Portfolios in so kurzer Zeit entsteht, sind die Kapazitäten. Dabei dürfen keinerlei Fehler passieren, das heißt, dass ein neues Produkt von Anfang an ein hohes Qualitätsniveau erreichen muss, denn hinterher bekommt man Fehler hier nur schwer korrigiert. Zum anderen müssen sich am Ende die Investitionen tatsächlich über die Volumina rechnen und hier sind wir einer der wenigen Hersteller, vielleicht auch der einzige Hersteller, der die Volumenberechnung nicht nur europaweit, sondern weltweit vornimmt. Aus diesem Grund rechnen sich diese Investitionen auch ohne Kooperationen für uns. Diese zwei Hauptherausforderungen gilt es zunächst zu lösen, um eigenständig eine komplette Nutzfahrzeugpalette, angefangen beim kleinen Stadtlieferwagen bis zum 4,7-Tonner, neu auf den Markt bringen zu können“, fasst Bernhard Schmitz, Leiter Nutzfahrzeuge der Ford- Werke GmbH, die Schwierigkeiten zusammen.

Bei der Produktoffensive, die Ford mit dem Transit Custom startete, lag der Fokus jedoch nicht nur auf der Modernisierung des Nutzfahrzeugprogramms in Europa, sondern auch auf der Erweiterung des Angebots. So handelt es sich beim „Custom“ nicht um die nächste Generation einer bereits bestehenden, sondern um eine komplett neu entwickelte Baureihe. Ford schließt mit dem kompakten, auf der Architektur des Fiesta basierenden Stadtlieferwagens Transit Courier, der ab Juni 2014 verfügbar sein wird, die Modernisierung und Erweiterung seiner Nutzfahrzeugpalette mit dann vier eigenständigen Baureihen ab (Courier, Connect, Custom, Transit).

Der neue Transit Courier siedelt sich in der Produkthierarchie unterhalb des Transit Connect an, ohne dabei wirklich viel kleiner zu sein: „Lediglich 20 Zentimeter fehlen ihm zum Transit Connect mit kurzem Radstand. Damit ist er prädestiniert für Kunden, die weniger Laderaum brauchen und vor allem im urbanen Umfeld unterwegs sind, denn hier kann er aufgrund der Wendigkeit und der kurzen Abmessungen besonders punkten. Jedoch bietet er auch einen hohen Nutzfaktor. So verfügt er über die höchste Zuladung in seinem Segment und ist damit auch ein zuverlässiger Partner für den Transport schwerer Güter“, erläutert Bernhard Schmitz. Mit dem wendigen Stadtlieferwagen werden somit in erster Linie Kunden aus dem Servicebereich, wie beispielsweise Hausmeister oder Lieferdienste, angesprochen, die im städtischen Bereich ein Fahrzeug brauchen, welches die Vorzüge eines Pkw-ähnlichen Fahrkomforts mit dem Nutzungsspektrum eines kleinen Lieferwagens kombiniert.

Am oberen Ende der Nutzfahrzeugpalette von Ford befindet sich der Transit, der ab Mai 2014 in den Markt eingeführt wird. Dieser soll vor allem mit mehr Ladevolumen, geringerem Verbrauch sowie niedrigeren Unterhaltskosten punkten. Zudem wird der neue Ford Transit wieder in vier Karosserieversionen verfügbar sein: Kastenwagen, Kombi, Bus, Fahrgestell. Bis zu elf Prozent mehr Ladekapazität, innovative Detaillösungen und ein noch praktischerer Zugang zum Stauraum sollen ihn als Kastenwagen noch individueller an den Kundenbedürfnissen ausrichten.

Als Kastenwagen ist der neue Ford Transit mit Front-, Heck- oder Allradantrieb, in drei Radständen, vier Karosserielängen und zwei Dachhöhen sowie einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 4,7 Tonnen erhältlich. Besonders praktisch sind dabei die steil emporragenden Seitenwände und weit öffnenden Türen, die das Beladen erleichtern sollen. Hinzu kommen seitliche Schiebetüren, die dank einer Breite von 1.300 Millimetern es nun auch Gabelstaplern einfacher machen, den Laderaum zu erreichen.

„Wir haben gegenüber der Vorgängergeneration noch einmal die Qualität und die Steifigkeit erhöht. Zudem haben wir auch die Funktionalität des neuen Transit weiter verbessert: So hat die Ladekapazität noch einmal um bis zu elf Prozent zugelegt und der Transit wartet daneben mit einer zulässigen Anhängelast – unabhängig vom Radstand – von 3,5 Tonnen für alle 350-HD-Modelle auf. Nicht zuletzt bieten wir hier auch den Komfort eines Pkw in der Fahrerkabine – zum einen, was die Laufruhe angeht, und zum anderen, was die Ausstattung betrifft: Zahlreiche Ablagefächer, ein in Höhe und Tiefe anpassbares Lenkrad, eine Vielzahl fortschrittlicher Fahrer- Assistenzsysteme sowie Ford SYNC mit AppLink und Notruf-Assistent setzen nicht nur neue Akzente in diesem Segment, sondern verleihen dem Transit ein völlig neues und Pkw-ähnliches Fahrgefühl“, fasst Schmitz zusammen.

Insgesamt betrachtet, hat Ford in einer beispiellosen Produktoffensive nicht nur kleine Veränderungen am kompletten Nutzfahrzeugprogramm vorgenommen, sondern – aufbauend auf den vorhergehenden Generationen sowie dem Kundenfeedbacks – die komplette Produktfamilie modernisiert und zugleich erweitert. In der Juni-Ausgabe des Flottenmanagement-Magazins berichten wir ausführlich über die Präsentation „Transit Go Further“ in Barcelona und fangen die ersten Kundenmeinungen zu den neuen Modellen ein.