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Mit fast 673.000 Neuzulassungen (Ganzjahreszeitraum) gemäß KBA-Angaben trug im vergangenen Jahr mehr als jedes fünfte neu zugelassene Fahrzeug das Volkswagen-Emblem. Neben der Position als größter Automobilhersteller Deutschlands möchte der Volkswagen Konzern nach eigenen Aussagen bis 2018 auch der ökologisch nachhaltigste Autohersteller der Welt werden.

Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, will der Wolfsburger Konzern den Kohlenstoffdioxidausstoß seiner Neuwagenflotte in Europa bis 2015 auf unter 120 Gramm pro Kilometer senken. Schon heute bietet die Marke ihren Kunden 245 Modellvarianten mit unter 120 g/km CO2 an – bereits 36 Modellvarianten liegen dabei unter 100 g/km CO2. Zu erkennen sind diese besonders energieeffizienten Modelle an den Konzeptmarken BlueMotion beziehungsweise BlueMotion Technology, BlueTDI und TGI BlueMotion – ehemals TSI EcoFuel. Neben diesen Konzeptmarken, die unter der Dachmarke BlueMotion Technologies angeboten werden, sollen auch Hybridantriebe sowie reine Elektrofahrzeuge einen entscheidenden Beitrag zum ökologischen Umbau des Volkswagen-Konzerns leisten.

Einen ersten Vorgeschmack auf die Fortsetzung der Volkswagen-Modelloffensive bildete der diesjährige Genfer Auto-Salon. Im Rampenlicht standen dabei neben gleich sieben neuen Modellen des Golf – unter anderem der neue Golf Variant – auch der neue Jetta Hybrid, die Serienversion des XL1 und der cross up! Insbesondere für den Flottenalltag dürfte der neue Golf Variant von Interesse sein, der gegenüber seinem Vorgänger um bis zu 105 Kilogramm leichter wurde. Neben der Gewichtsreduktion wird der Kombi auch erstmals als extrem sparsamer TDI BlueMotion angeboten. So soll der 110 PS starke und via 6-Gang-Getriebe geschaltete Kombi mit einem Durchschnittsverbrauch von 3,3 Liter auf 100 Kilometer (87 g/km CO2) der sparsamste Golf Variant aller Zeiten sein. Neben den niedrigen Verbrauchswerten stieg das Kofferraumvolumen gegenüber dem Vorgänger von 505 auf 605 Liter (bis zur Rücksitzlehne beladen) beziehungsweise bei Beladung bis unter das Dach und an die Lehne der Vordersitze um 125 auf 1.620 Liter.

Seine Europa-Premiere auf dem Genfer Auto-Salon feierte zudem die Europa-Variante des Jetta Hybrid. Angetrieben wird die Hybridversion der Limousine durch einen 150 PS starken Benzinmotor und eine auch im XL1 verwendete 20 kW starke E-Maschine. Mit rund 4,1 Liter auf 100 Kilometer (95 g/km CO2) benötigt die sportliche Limousine laut Volkswagen rund 20 Prozent weniger Kraftstoff als ein vergleichbar motorisierter Wagen mit konventionellem Antrieb. Der e-up! und e-Golf läuten 2013 für Volkswagen zudem das Zeitalter der rein elektrisch betriebenen Serienfahrzeuge ein.

 

 

Kurzinterview

Sven Kunath
Leitung Vertrieb
Groß- und Direktkunden bei Volkswagen Pkw
Tel.: (05361) 9-42541
E-Mail: sven.kunath@volkswagen.de

Flottenmanagement: Welche Position nimmt der Bereich Flotte bei Ihnen im Gesamtabsatz in Deutschland ein (prozentual; ohne Händlerzulassungen und Vermietgeschäft)?

Sven Kunath: Der Anteil der Fahrzeugzulassungen im Flottenbereich am deutschen Gesamtabsatz von Volkswagen Pkw liegt bei rund 41 Prozent.

Flottenmanagement: Für welche Modelle bieten Sie Businesspakete an und was beinhalten diese?

Sven Kunath: Für die gewerblichen Kunden sind auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Businesspakete für eine Vielzahl der Modelle verfügbar. Dazu gehören Polo, Jetta, Eos, Beetle, Scirocco, Touran, Tiguan, Sharan sowie Modelle der Passat- und Golf-Familie. Zudem sind für einige der Modelle attraktive „Business Premium”-Pakete, die auf die „Business”- Pakete aufbauen und das „Professional”-Paket verfügbar.

Flottenmanagement: Welche „grünen“ Modelle mit spezieller Spritspartechnik bieten Sie an?

Sven Kunath: Parallel zum neuen TDI BlueMotion – dessen 110-PS-Motor durchschnittlich nur 3,2 Liter Kraftstoff verbraucht – debütierte der Golf TGI Blue- Motion. Angetrieben wird er von einem neu entwickelten 110-PS-Motor, der sowohl mit Erdgas als auch mit Benzin betrieben werden kann und insgesamt eine Reichweite von über 1.300 Kilometern erzielt.

Flottenmanagement: Mit welchen Serviceangeboten unterstützen Sie den Fuhrparkleiter?

Sven Kunath: Um den Fuhrparkmanager in seiner täglichen Arbeit zu unterstützen, bieten wir in Zusammenarbeit mit der Volkswagen Leasing verschiedene Dienstleistungen an. Beispielsweise beinhaltet das Wartung und Verschleißpaket unter anderem neben Rundumschutz vor planmäßigen und außerplanmäßigen Reparaturkosten und einem außergewöhnlichen Preis-Leistungs-Verhältnis auch die dokumentierte Fahrzeugprüfung gemäß UVV § 57 BGV D29.

Flottenmanagement: Welche wichtigen Neuerungen kann der Fuhrparkleiter in den nächsten zwölf Monaten erwarten?

Sven Kunath: Die wichtigsten Neuerungen für die Zielgruppe waren auf dem Genfer Auto-Salon mit der Erweiterung der Golf-Familie zu sehen. Neben dem neuen Golf Variant mit maximal 1.620 Litern Ladevolumen wird für Fuhrparkmanager vor allem der neue Golf GTD von Interesse sein. Der 184 PS starke Diesel sprintet in nur 7,5 Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer, begnügt sich aber im Gegenzug mit einem Durchschnittsverbrauch von lediglich 4,2 (analog 109 g/km CO2).

Flottenmanagement: Welche großen Trends sehen Sie derzeit im deutschen Flottenmarkt?

Sven Kunath: Das Interesse an der „grünen Mobilität“ ist nach wie vor ein großes Thema auch bei Fuhrparks. Durch die derzeitigen Einschränkungen bei Elektrofahrzeugen, was Infrastruktur und Reichweite betrifft, sehen wir das Thema CNG in Kombination mit Biokraftstoffen und Plug-in-Hybride als relevante Antriebstechniken der nächsten Jahre.