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Aha, der Renault Mégane erhielt also ein Facelift. Wie gut, dass der Bewohner des Nebenhauses nichts merkt – abgesehen vom LED-Tagfahrlicht, das aber nicht einmal jede Ausstattungslinie erhält, und einer leichten Überarbeitung der Frontpartie hat sich nichts geändert. Somit werden Neid-Debatten innerhalb der Nachbarschaft eher ausbleiben. Dafür wird sich der Tankwart möglicherweise ärgern – zumindest, falls der Kunde zum dCi 130 gegriffen hat. Mit 130 PS bleibt die Leistung des Modells (das es auch vor dem Facelift gab) exakt gleich – allerdings kommt die Power jetzt aus 1,6 statt 1,9 Litern Hubraum. Untermotorisiert fühlt sich der kompakte Vierzylinder kaum an, stattdessen zieht der laufruhig arbeitende Common-Rail den 1,4-Tonner mittels 320 Nm Drehmoment hurtig in die Vertikale – nur höhere Autobahntempi sind naturgemäß nicht die Spezialität des Mégane. Dass die Kategorie der unteren Mittelklasse inzwischen zum wahren Allround-Segment geworden ist, zeigt dieser Renault mal wieder eindrucksvoll: Dank des geräumigen Interieurs erledigt er problemlos ebenso den Einkauf um die Ecke wie Fernreisen quer durch Deutschland. Selbst im Fond findet man gemütliche Plätzchen vor, sofern es bei zwei Mitreisenden bleibt. Allerdings muss man schon einen amerikanischen Straßenkreuzer besitzen, um drei Passagiere hinten kommod unterzubringen. Und da wird es eng mit einem gemittelten Spritkonsum von vier Litern je 100 km. Kein Thema für den ab 19.537 Euro netto lieferbaren Mégane dCi 130 – in diesem Preis enthalten sind neben Klimaanlage, Radio und der vollen Sicherheitsausrüstung auch Bluetooth-Freisprecheinrichtung sowie Tempomat. Ein Navi ist für moderate 411 Euro (netto) Aufpreis zu haben.