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In dem lukrativen Geschäft mit den kleinen und großen Transportern mischen nahezu alle Hersteller mit, nur die deutschen Premiumanbieter Audi, Porsche und BMW halten sich dezent zurück, ebenso wie einige wenige Importeure. Daraus resultiert dann auch ein breites Angebot und ein weites Spektrum bei den monatlichen Betriebskosten, wie unsere großen Kostenvergleiche für Kleintransporter sowie für Großraumtransporter zeigen (ab Seite 57). Bei beiden Modellvarianten ist der teuerste Anbieter in den Gesamt-Betriebskosten bei 30.000 Kilometern Jahreslaufleistung jeweils rund die Hälfte teurer als der entsprechend günstigste Anbieter. Dabei ist natürlich das spezifische Anforderungsprofil für den konkreten Einsatzzweck das Maß der Dinge, wir konnten hier nur einen Mittelwert abbilden. Für den besseren Vergleich haben wir in unsere Übersicht auch viele relevante Maße und Daten der Kandidaten mit aufgenommen.

Gerade für die individuellen Anforderungen bei der Transportereinrichtung gibt es eine Fülle von Anbietern, die dem Fahrer und damit dem Fuhrparkleiter den Arbeitsalltag erleichtern. Ab Seite 74 finden Sie eine Übersicht sowohl von freien Branchen-Einrichtern für Nutzfahrzeuge als auch eine Übersicht der fertigen System-Angebote der Hersteller. Denn gerade bei den Anforderungen aus dem Tagesgeschäft spielt einerseits die individuelle Anforderung von Fahrer und Unternehmen eine große Rolle, andererseits können beide von der Branchenerfahrung der Spezialisten mit profitieren.

In einer weiteren Marktübersicht ab Seite 70 haben wir uns den Trend zur grünen Car Policy im Hinblick auf den Nutzfahrzeugmarkt angesehen. Denn inzwischen gibt es etliche Anbieter der nützlichen Transportfahrzeuge mit Erdgas oder Autogas, und auch einige Elektro- und Hybridfahrzeuge sind bereits im Markt verfügbar. Wo immer sachlich möglich, empfiehlt sich für den Fuhrparkleiter die Prüfung der verfügbaren Alternativantriebe gerade im Nutzfahrzeugbereich, da es sich in diesem Flottensegment nur um Kosten und Nutzwert dreht und nicht um gegebenenfalls weniger motivierte Angestellte, deren Dienstwagenstatus mit einem niedriger motorisierten oder umständlicher zu tankenden Fahrzeug unter Umständen gefühlt heruntergestuft wird. Im Gegenteil: Gerade im Nutzfahrzeugsegment ist der Fahrer eines alternativ angetriebenen Transporters der ökologische Vorreiter.

Das Thema Ladungssicherung wird gerne hin- und herdelegiert; wenige beschäftigen sich wirklich motiviert damit und wollen am Ende die Verantwortung übernehmen. Unser Rechtsthema ab Seite 74 zeigt aber gerade, dass im Falle des Falles viel mehr Verantwortliche existieren, als man sich vorher gedacht hat. Zwar drohen bei Verstößen gegen die Pflicht zur korrekten Ladungssicherung in aller Regel nur niedrige Bußgelder, aber die zusätzlichen Punkte sollten – gerade im Rahmen der Punktereform – einen weiteren Anreiz darstellen, das Thema ernst zu nehmen. Im Falle von ernsthafter Gefahr für Leib und Leben anderer durch ungesicherte Ladung droht übrigens allen Beteiligten sogar ein Strafverfahren mit Freiheitsentzug von bis zu drei Jahren.