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Wie wir bei unterschiedlichen Gelegenheiten direkt aus den Fuhrparks erfahren durften, tun sich etliche Unternehmen aus verschiedenen Gründen schwer, nachhaltige Konzepte umzusetzen. Die Schwierigkeit liegt darin, einen Großteil der Dienstwagennutzer langfristig zu einer spritsparenden Fahrweise anzuhalten, ohne den Motivationscharakter von Dienstwagen zu schmälern. Die Wollnikom GmbH will sich mit dem Projekt Wollnikom Green engagieren, mit Know-how und Technikkompetenz Fuhrparks zu mehr Nachhaltigkeit zu bringen. Zur Zeit läuft ein Feldversuch mit vier repräsentativen deutschen Fahrzeugflotten unter der Regie des Korschenbroicher Unternehmens, während dem Dienstwagennutzer an eine spritsparende, nachhaltige Fahrweise herangeführt werden sollen. Claus-Dieter Wollnik, Geschäftsführer bei der Wollnikom GmbH, schildert die Motivation: „Wir setzen uns seit zwei Jahren intensiv mit dem Thema auseinander und sehen darin viel Potenzial für die Zukunft. Die Dienstwagennutzer in unserem Unternehmen haben wir einem Eco-Training unterzogen mit dem erfreulichen Ergebnis, dass wir alle davon profitieren. Deshalb haben wir uns das nötige Know-how angeeignet und selber Geräte getestet, die ein spritsparendes Fahrverhalten fördern.“ Er beschreibt die konkrete Vorgehensweise beim aktuellen Feldversuch: „Unsere Anforderungen an die Fuhrparks waren, dass sie ein breites Spektrum an Fahrzeugen und Funktionen sowie an Fahrstrecken vorweisen können. Aus vier Fuhrparks wurden jeweils fünf Bewerber erwählt, die bis Ende des Jahres ihre Dienstwagen mit eingebauten Geräten nutzen sollen. In jeder Flotte kommen seit Anfang Oktober in den fünf Fahrzeugen die Geräte eines Herstellers zum Einsatz.“ Im Kasten (S. 33) stehen wesentliche Eigenschaften der Geräte. Die gesammelten Daten stehen sowohl dem Fuhrparkleiter als auch den zuständigen Beratern bei Wollnikom zur Verfügung. Anhand der Daten lassen sich Analysen vornehmen und Reportings erstellen, die in wöchentlichen Telefonkonferenzen mit den Fuhrparkleitern besprochen werden.

Die ersten Wochen lassen bereits eine Tendenz erkennen, wie Claus Wollnik zusammenfasst: Die Elektronik selbst bewirkt nur eine minimale Senkung des Spritverbrauchs. Wichtig ist ein zeitnahes Coaching wie auch eine Incentivierung, um das Fahrverhalten langfristig zu ändern und maximale Spriteinsparungen zu erreichen. Die Technik liefert entscheidende Hinweise darauf, wie das Fahrprofil effektiv verändert werden kann. Zudem hilft sie zu analysieren, welches Fahrzeug für welchen Fuhrpark das passende wäre. Und es zeigt: Downsizing muss nicht unbedingt sein, denn dank der Technik und durch eine Änderung des Fahrverhaltens kann auch das „Wunschfahrzeug“ mit niedrigerem Verbrauch und niedrigerem CO2-Ausstoß gefahren werden. Der Motivationsgedanke kann weiterhin durch die Firmenfahrzeuge transportiert werden, folgert Claus-Dieter Wollnik. Darüber hinaus ergeben sich weitere Einsparungen in Form von weichen Faktoren, die sich selten konkret beziffern lassen. Dazu gehören eine sinkende Schadenquote, weniger Stress bei den Autofahrten, weniger Steinschlagschäden, geringerer Reifen- und Motorverschleiß.
Das Unternehmen plant, Rundum-Sorglos-Pakete zur Einführung der Geräte anzubieten, die den Einbau enthalten, dazu Coaching und Unterstützung bei der Konzeption von Wettbewerben, Eco-Trainings und so weiter. Mittel- und langfristig will Wollnikom ebenfalls technische und beraterische Unterstützung bei der Umstellung auf Elektrofahrzeuge leisten. Wesentlich kurzfristiger, nämlich im Januar, präsentieren Wollnikom und die beteiligten Fuhrparks die Ergebnisse des aktuellen Projektes auf einer Abschlussveranstaltung, von der Flottenmanagement in der Ausgabe 1/2012 berichten wird. Dann zeigt sich, welches Gerät die besten Einsparungen mitbewirken kann. Aber eins ist jetzt schon sicher: Die Investitionen amortisieren sich.


 

Admin Solution eSave 3G:
Onboard System, ohne Zugriff auf CAN und OBD, Bewegungssensor, über Fahrzeug längs, quer und Z-Achse, akustische Signalisierung bei Fahrfehler – sofortige Korrektur, Unfallvermeidung durch gemäßigte Fahrten, Datenübermittlung über Modem oder SD-Karte, Analyse des Fahrverhalten in CarVita – gezieltes Coaching, Soforterkennung von risikokritischen Fahrern, www.admin-solution. com

Garmin ecoRoute HD:
Fahrzeug-Diagnose-Tool, Offline-System in Verbindung mit Garmin nüvi, Echtzeit-Anzeige von Motor- und Telemetriedaten auf dem nüvi, liest mehr als 4.000 Fehlercodes aus und zeigt eine genaue Fehlerbeschreibung an, Verbindung mit OBD II Schnittstelle, Echtzeitanzeige der Fahrdaten, www.garmin.de

Modern Drive MD log:
zeitnahe Übertragung mittels GSM/GPRS, individuell anpassbares Bewertunssystem, Online-Lösung, CAN- und OBD-Daten, ohne Display, Bildschirm anschließbar, Schulung vorgeschaltet, www.moderndrive.com

Sycada: Online-System, GSM-Karte ist Datenträger an Portal über das Mobilfunknetz, verschiedene Modellvarianten: entweder als reine Blackbox oder mit integriertem Display zum Feedback an den Fahrer, OBD-Schnittstelle, Fahrzeug wird wie in der Werkstatt ausgelesen, tagesaktuelle Daten, CO2-Monitoring, www.sycada.de