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Gehört inzwischen auch bei Full Service- Leasinggebern zum Rahmenprogramm: die elektronische Führerscheinkontrolle

Noch eins drauf gesetzt

Ergänzende Fuhrparkmanagement- Dienstleistungen der Full-Service-Leasinggeber

Die Zeiten, in denen reines, komplettes Full- Service-Leasing als eine ausreichende Art des Fuhrparkmanagements propagiert, angesehen wurde oder gar genügte, sind auch schon länger vorbei. Und selbst in jenen Tagen stellte sich gewöhnlich noch die Frage, wie „komplettes“ Full-Service-Leasing definiert wurde. Klassischerweise bestand und besteht es von der Definition her mindestens aus den Elementen Finanz-Leasing, Technik-Service (oder auch Wartung und Verschleiß), Reifen-Management, Tank-Management (oder auch Tankkarten), Abwicklung Kfz-Steuer und Abwicklung GEZGebühr. Der eine oder andere Anbieter rechnet auch noch die Kfz-Versicherung sowie den Einschluss der so genannten GAP-Deckung hinzu.

Dabei ist Full-Service-Leasing immer zu verstehen als ein modulares Angebot, aus dem sich der Leasingnehmer über das obligatorische Finanz-Leasing hinaus die weiteren Elemente quasi in Form eines „Baukastens“ so zusammenstellen kann, wie es seinem individuellen Bedarf entspricht. So wird von Fuhrparkmanagern der Begriff Full-Service-Leasing selbst dann noch verwendet, wenn im speziellen Fall der „Baukasten“ lediglich aus drei oder vier Elementen besteht.

Was diese Form der Fuhrparkmanagement-Unterstützung – das trifft es vielleicht eher – nach wie vor mit einem gewissen Charme umgibt, ist die Tatsache, dass der Fuhrparkbetreiber einen nicht unerheblichen Teil der Alltagsarbeit rund um die Flotte an einen Dienstleister übertragen kann, der gegen die Berechnung eines feststehenden, monatlichen Beitrags pro Fahrzeug die Abwicklung in diesem Bereich übernimmt.

Das kann für den Fuhrparkbetreiber zusätzlich Planungs- und Kalkulations-Sicherheit erhöhen, zudem vereinfacht es das Handling – zumindest im Falle einer so genannten geschlossenen Abrechnung durch den Leasinggeber, will sagen, der Fuhrparkbetreiber sieht nur die Rate, erhält aber keinen Einblick in die Kalkulation des Leasinggebers wiederum im entsprechenden Modul. Im Vergleich dazu gibt ihm die so genannte offene Abrechnung die Möglichkeit dazu, erhöht aber wieder seinen Prüfungs- Aufwand. Das klingt von der Papierform her zunächst einmal einfach und suggeriert darüber hinaus im Falle der Nutzung eines „kompletten“ Full-Service-Leasing mit geschlossener Abrechnung, als bliebe nun nicht mehr viel zu tun.

Aus der Reserve gelockt
Die komplexere Wirklichkeit des heutigen Fuhrpark- Alltages indessen, die daraus resultierenden, stetig wachsenden Anforderungen an das Fuhrparkmanagement und auch das Aufkommen von konkurrierenden Fuhrparkmanagement- Dienstleistern im Markt haben allerdings über die Zeit auch die Full-Service-Leasinggeber aus der Reserve gelockt, durch die Bank weg ihr Dienstleistungs-Programm und ihre Services für Fuhrparkkunden noch einmal deutlich aufzustocken. Nicht zuletzt tragen sie damit einer Entwicklung Rechnung, die heute die Anforderungen an einen Full-Service-Dienstleister – auch ein Stück weit weg vom Gerüst des „kompletten“ Full-Service-Leasing – anders sortiert. Zumal indirekte, „versteckte“, nicht unerhebliche Kosten auch an vielen anderen Stellen rund um den Fuhrpark gegeben sind.

So mag es in Einzelfällen gute Gründe dafür geben, beispielsweise das Reifen-Management auf anderen Wegen zu lösen, wie über Reifen- Handelsketten oder, inhouse verwaltet, über Autohäuser. Auch werden inzwischen hier und da alternative Versicherungs-Konzepte, etwa in Richtung Eigen-Versicherung, angeboten, die auch bei ausgesprochenen Spezialisten eingekauft werden können. Insbesondere haben aber nicht zuletzt langjährige Kundenbeziehungen als Full-Service-Leasinggeber für größere Fuhrparks, die Nähe zum Objekt, erheblich dazu beigetragen, dass sich diese Anbieter in der Produkt-Palette heute ebenfalls sehr detailliert für das Geschäft aufgestellt haben.

Das beginnt eigentlich schon bei den besonderen Beratungs-Dienstleistungen im Vorfeld, so sie über die üblichen Gesamtkosten-Betrachtungen und TCO-Analysen hinausgehen. Hier entwickeln sich die Beratungs-Angebote vom Standard her auch in Richtung Erstellung einer Car Policy, sie beinhalten dann beispielsweise die Prüfung und Optimierung der Dienstwagen- Richtlinien. Im Zusammenhang damit können insbesondere auch die Dienstwagenordnung berücksichtigende Konfigurations- und Genehmigungs- Prozesse stehen. Seitens GE Capital Germany beispielsweise wird hier auf auf eine strategische Fuhrparkberatung mit 18 Hauptstudien- Bereichen und über 60 Analysen verwiesen.

Beratungs-Plus: Von der CO2-Policy bis zum Überlassungsvertrag
Des Weiteren gehören aktuell Beratung und Entwurfs-Vorschläge für eine CO2-optimierte Car Policy zum Standard, die generelle Umsetzung des Themas „Greenfleet“. Sixt Leasing nennt hier auch den „Vergleich konventioneller Antriebe mit alternativen Antrieben“, Athlon Car Lease verweist auf einen speziellen Beratungs- Ansatz zur E-Mobilität. Unabhängig davon gibt es Full-Service-Leasinggeber, die auch Empfehlungen zur Erstellung und Gestaltung eines Dienstwagen-Überlassungsvertrages aussprechen. Der eine oder andere Anbieter kann bereits bei den Beratungsgesprächen im Vorfeld, je nach Kundenanforderung, die Weichen auch in die Dienstleistungs-Richtung reines Management und Controlling ohne Finanzierung (LeasePlan-Produkt SLB) oder Fuhrparkmanagement im Sinne „Alles aus einer Hand“ (Athlon Car Lease) stellen.

So weit es um Leasing- und Dienstleistungs- Produkte geht, die sich mehr oder weniger direkt auf die Fahrzeuge beziehen und abseits des klassischen Full-Service-Leasing liegen, wird häufiger auch noch das Sale and Lease back genannt, wobei der Leasinggeber in seinem Sinne geeignete Teile (grob gesprochen: keine hohen Laufzeiten und Laufleistungen der Fahrzeuge) eines Fuhrparks kauft und an diesen Fuhrparkbetreiber verleast. Die Sixt Leasing AG hat sich zusätzlich auf das Kurzzeit-Leasing mit Leasing-Laufzeiten von weniger als einem Jahr spezialisiert, die VR Leasing bietet auch individuelle Service-Pakete im Leasing, LeasePlan nennt an dieser Stelle das Gebrauchtwagen- Leasing. Bei allen größeren Anbietern auf dem Markt sind inzwischen Gehaltsumwandlungs- Modelle in der Produktpalette installiert.

Alternativen zur Kfz-Versicherung
Seit einiger Zeit kommen aus dieser Branche auch verstärkt Alternativen zur Teil- und Vollkasko- Versicherung auf den Markt in der Form von Stopp Loss-Versicherungsmodellen oder Haftungs-Transfers. Um als Pars pro Toto das LeasePlan-Modell zu zitieren, wird hier – vereinfacht ausgedrückt – ein an die individuelle Schadens-Historie im jeweiligen Fuhrpark angepasster Risikobeitrag erhoben, der nach Unternehmensangaben bereits die Maklergebühren und die Versicherungssteuer einspart. GE Capital Germany beispielsweise ist sogar bereit, in Abhängigkeit von der Kunden-Bonität auf den Abschluss von Vollkasko-Versicherungen zu verzichten.

Breiter aufgestellt sind mehrere Dienstleister auch auf dem Feld der Fahrzeugein- / aussteuerung, teils inklusive Zulassungs-Service, Kennzeichen- Reservierung bis hin zu Sonder-Einbauten und Fahrzeug-Beklebungen. In solchen Fällen sind dann auch die Anlieferung zum und Abholung vom Wunschort des Kunden obligatorisch. Bei den meisten Anbietern beinhaltet die Fahrzeug-Rückgabe eine Begutachtung nach den Richtlinien der „Fairen Fahrzeugbewertung“ des VMF (Verband markenunabhängiger Fuhrparkmanagement-Dienstleister), entweder puntkgenau, so sie Verbands-Mitglieder sind, oder zumindest doch stark angelehnt. Die VMFRichtlinien haben sich einfach – nicht zuletzt auch für den Kunden – als angemessen und vom Handling her praktikabel herausgestellt.

Die Hannover Leasing Automotive verweist in diesem Zusammenhang auf die speziellen Dienstleistungs-Produkte zur Fahrzeugaussteuerung HLAeasy (Rückgabe am Wunschort des Kunden) und HLAlive (Rückgabe Deutschland- weit an etwa 70 TÜV-Büros). Zudem hat der Kunde die Möglichkeit, bei Vertragsbeginn eine „transparente und faire“ Rückgabe-Pauschale abzuschließen, zum Schutz vor nicht kalkulierbaren Schäden, die über normalen Verschleiß hinausgehen.

Rahmenprogramm rund um den Dienstwagennutzer
Für die Überbrückung von Liefer-, Probezeiten oder einer zeitweisen Fuhrpark-Vergrößerung für Auftragsspitzen halten alle großen Anbieter durch die Bank weg – zumindest in Kooperation mit Autovermietern – Langzeit-Miet- oder Interims- Fahrzeuge bereit, auch zu Sonderkonditionen. GE Capital Germany und Hannover Leasing Automotive beispielsweise unterhalten eigene Interims-Fahrzeug-Pools, aus denen Fahrzeuge zu individuell vereinbarten Vertragslaufzeiten oder gar ausdrücklich zeitlich unbegrenzt ausgewählt werden können. Die VR Leasing bietet hier über normale Mietwagen hinaus „junge Gebrauchte“ aus eigenen Beständen an.

Bezogen auf das Fuhrparkmanagement präsentieren sich bei allen Anbietern die Bereiche Fuhrparkreporting (insbesondere auch online), besondere Formen der Rechnungsstellung und des Vertragsmanagements weit ausgefeilt; die in diversen Versionen ausstellbaren Rechnungen werden zumeist auch in elektronischer Form angeboten. Im Hinblick auf vorzeitige Vertragsauflösungen aus gegebenem Anlass (Mitarbeiter hat das Unternehmen verlassen) oder andere Vertragsanpassungen, beispielweise in Bezug auf stark veränderte Laufleistungen während der Laufzeit, geben sich die Dienstleister flexibel.

Ansonsten haben sie in den letzten Jahren aus gegebenen Anlässen, die der Fuhrpark-Alltag mit sich brachte, das Portfolio mit einem Rahmenprogramm weitestgehend rund um den Dienstwagennutzer ausgedehnt. Dazu zählen die Fahrer-Direktkommunikation, Pannenhilfe, Schadensabwicklung, -management, vereinzelt auch Riskmanagement, wie beispielsweise Fahrsicherheits-Trainings. Das geht inzwischen hin bis zu solchen Details wie elektronischer Führerschein-Check, Strafzettel-Management oder aber auch neuerdings das Eco-Fahrtraining.

Womit die großen Full-Service-Leasinggeber an ergänzenden Dienstleistungen im Einzelnen aufwarten, hat Flottenmangement in der folgenden Tabelle zusammengestellt.

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