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Die Dreidoppel GmbH mit Sitz in Langenfeld ist ein Produzent von Aromen und Zutaten für feine Backwaren, Süßwaren und Speiseeis, der auch eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung betreibt. Darüber hinaus kreiert das Unternehmen im hauseigenen Backstudio Rezeptvorschläge für Bäckereien und Konditoreien. Im Gelatop Forum werden neue Eiskreationen getestet und den Kunden vorgestellt. Ständige Weiterentwicklung und Innovationen gehören zu den wesentlichen Unternehmenszielen. Das langjährige Familienunternehmen wurde 1899 von Peter Dreidoppel mit der Gründung einer Agentur für Bäckereigrundstoffe in Düsseldorf ins Leben gerufen und blieb bis 1990 im Familienbesitz. Seit 2004 gehört das Unternehmen zur familieneigenen IREKS Firmengruppe in Kulmbach.

Dreidoppel betreibt einen bundesweit operierenden Außendienst-Fuhrpark, der gegenwärtig aus rund 50 Pkw-Kombis aus dem Volkswagen- Konzern besteht. Den Außendienstlern steht ein Golf Variant, Gebietsverkaufsleitern ein Passat Variant zur Verfügung, Abteilungsleiter sind im Audi A6 Avant mobil. Die durchschnittliche Laufzeit der Fahrzeuge im Unternehmen liegt bei etwa drei Jahren, die durchschnittliche jährliche Laufleistung beträgt etwa 50.000 Kilometer.

„Früher wurden die Fahrzeuge traditionell gekauft, dann gab es für einige Jahre eine Phase des Leasing”, gibt Helmut Knewitz als Leiter der Verwaltung der Dreidoppel GmbH einen ersten Einblick in die Entwicklungsgeschichte des Fuhrparks. „Vom Grundsatz her kaufen wir heute wieder unsere Fahrzeuge, nutzen aber auch Leasing-Angebote, wenn sie denn sehr gut sind. Der Kauf bietet nach unseren Erfahrungen insgesamt ein einfacheres Handling. Das erspart uns insbesondere bei längeren Lieferfristen doch etliche Diskussionen mit den Beteiligten.”

Für eine lange Zeit hatte Dreidoppel einmal Fahrzeuge einer anderen Marke im Einsatz, aber nach einigen Verhandlungen mit rund einem Dutzend Dienstleistern Ende der neunziger Jahre seien unter dem Strich die Produkte des Volkswagen-Konzerns für geeigneter erachtet worden. „Selbst als es vor einigen Jahren einmal zum VW Golf V für eine Weile keinen Variant gab”, ergänzt Helmut Knewitz, „haben wir hier sogar noch einige Golf Variant IV auf Vorrat gekauft. Wir brauchen einfach wegen unserer Beteiligungen an regionalen Messen zum Laden der etwas größeren Messestände Kombi-Versionen, da hätte uns der seinerzeit angebotene Golf Plus nichts genutzt.”

Im Hinblick auf die CO2-Optimierung im Fuhrpark setzt Dreidoppel seit der Markteinführung durch den Volkswagenkonzern auf Blue Motion- und “e”-Versionen. „Wir haben das Thema Erdgasfahrzeuge und alternative Treibstoffe einmal geprüft, aber dann abschlägig beschieden. Es kann einem Außendienstler einfach nicht zugemutet werden, dass er entsprechende Tankstellen suchen muss und plötzlich über eine Strecke von über 100 Kilometer keine findet.”

Auch die Geschäftsbeziehung zwischen Dreidoppel und HDI-Gerling entbehrt nicht einer gewissen Tradition. Schon in den Zeiten, als die Unternehmensregie noch in den Händen der Familie Dreidoppel lag, stellten die Hannoveraner dem Langenfelder-Unternehmen Versicherungsschutz zur Verfügung. „Dann nutzten wir vorübergehend ein Super-Sonderangebot eines anderen Anbieters”, beschreibt Helmut Knewitz, „der aber aufgrund der Schadenquote den Vertrag bereits nach einer kurzen Laufzeit wieder kündigte.”

Seit 2004 ist die Dreidoppel GmbH wieder HDIGerling- Kunde. „Wir schauen seitdem also erneut auf eine lange Kontinuität in der Kundenbeziehung zurück,” bestätigt Matthias Hanauer, der seitens der HDI-Gerling Sicherheitstechnik GmbH in Hannover das Unternehmen Dreidoppel berät, „so dass wir hier gemeinsam mit dem Kunden ein Risk Management aufbauen konnten.”

Die HDI-Gerling Sicherheitstechnik ist als Tochter der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG international tätig und beschäftigt über 100 Mitarbeiter. Sie bietet für Entscheider von Fahrzeugflotten im Rahmen des so genannten Fuhrpark- Service Professional umfassende Beratungs- und Dienstleistungen an, die im einzelnen aus den folgenden drei Bausteinen bestehen:

- das FlottenConsulting mit unabhängiger Beratung und auf den Kunden zugeschnittene Individuallösungen

- das RiskManagement für Pkw und Nutzfahrzeug Flotten mit ganzheitlicher Risikobewertung, um die Sicherheit und Wirtschaftlichkeit im Fuhrpark durch Schadenverhütung zu erhöhen und

- den FlottenSchadenService mit der fachlichen und logistischen Organisation von Unfallinstandsetzungen für Pkw und Lieferwagen in einem eigenen, flächendeckenden Werkstattnetzwerk

Beim Risk Management besteht der wesentliche Ansatz der Risk Manager des Versicherers darin, jede typische Situation genau zu untersuchen. „Wir erfassen erst einmal das spezielle Schadenbild des Kunden, welche Schäden treten im einzelnen auf, und analysieren die Ursachen”, beschreibt Matthias Hanauer die Vorgehensweise. „Dann denken wir über die Möglichkeiten nach, wie der Kunde einer solchen Entwicklung präventiv entgegen wirken kann.”

Im Falle Dreidoppel zeigte sich ein Schadenbild, das, so Hanauer, „ganz typisch für Pkw-Fuhrparks ist”. Dazu gehörten Auffahrunfälle, Glasschäden, zumeist wegen Steinschlags, was in gewisser Weise auch wieder den Rückschluss auf zu dichtes Auffahren zuließe, sowie Kollisionen mit anderen Fahrzeugen und Parkschäden.
„Ungefähr ein Drittel aller Schäden”, bilanziert Hanauer, „ließ sich auf zu wenig Sicherheitsabstand zurückführen.”

In einer solchen Situation bedürfe es in erster Linie einer Sensibilisierung der Fahrer für die Schaden-Thematik. „Wir bieten gerade auch für Pkw-Flotten ein eintägiges, kombiniertes Fahrsicherheits- und Öko-Training mit ausgebildeten Trainern an, wobei wir hier die Sicherheitsprogramme des Deutschen Verkehrssicherheitsrates e.V. (DVR) umsetzen und speziell auf die Schadenproblematik des Unternehmens eingehen.”

Diese individuell auf die Kunden zugeschnittenen Trainings würden auch von den meisten Berufsgenossenschaften gefördert. „Durch das Öko-Fahrtraining wird insbesondere auch die vorausschauende Fahrweise gelehrt, die ja nicht nur das Bewusstsein für das Energie sparen schärft, sondern auch kritische Situationen vermeiden hilft. Im Grunde schlägt diese Konzeption zwei Fliegen mit einer Klappe.”

Helmut Knewitz ist längst überzeugt von der Notwendigkeit solcher Veranstaltungen. „Zum ersten Fahrsicherheitstraining vor über 15 Jahren haben wir die Fahrer gemeldet, die negativ aufgefallen sind. Als einen ersten Erfolg konnten wir schon einmal verzeichnen, dass im betroffenen Personenkreis das Bewusstsein für die Problematik gewachsen war, dass über kritische Situationen diskutiert wurde. Dabei spielte auch das Aha-Erlebnis eine Rolle, ‘Gott sei dank, ich bin jetzt nur hier weggeschleudert, wenn das aber Glatteis gewesen wäre...’ Ich persönlich würde sogar so weit gehen, dass ich sage, jeder, der den Führerschein erwirbt, sollte zwei Jahre später zur Teilnahme an einem solchen Training verpflichtet sein. Viele wissen beispielsweise gar nicht, was ABS ist, und wie es wirkt.”

Viele Fahrer würden erst bei den Trainings bewusst erleben, was bereits bei geringen Geschwindigkeiten passieren könne. „Was bei 42 km/h so gerade noch geht, klappt dann bei 45 km/h nicht mehr. So lässt sich als Quintessenz dem Fahrer vermitteln: Bleibe bei der Fahrweise Richtgeschwindigkeit 130 km/h, wer oft in die Bremsen muss, hat bereits dadurch verloren, Verkehrssidass er Energie verschwendet hat. ABS und ESP im Auto sorgen dann dafür, dass sich das Risiko noch einmal vermindert. Im übrigen besitzt jeder nur die Fähigkeit, die er übt.”

Darüber hinaus lässt Helmut Knewitz es in seinem Unternehmen nicht bei der einen Übung. „Vor vier Jahren haben wir das erste Seminar für alle Firmenwagenfahrer veranstaltet, seither gibt es monatliche Verbrauchsauswertungen und entsprechende Rennlisten. Für die sparsamsten Fahrer gibt es auf der Jahrestagung eine Flasche Sekt zur Belohnung. Alle 12 Monate erhalten die Firmenwagennutzer eine Erinnerungs-Email mit den auf dem Fahrertraining vermittelten Kenntnissen. Wir wollen so einfach das Bewusstsein wachhalten. Davon abgesehen, wenn ich etwas messen kann, kann ich es managen.”

„Man kann schon Fahrer, die sich problematisch verhalten, herausfiltern”, bestätigt Matthias Hanauer für die HDI-Gerling Sicherheitstechnik. „Im übrigen haben wir bereits feststellen können, dass das Schadengeschehen und die Schadenhäufigkeit bei Dreidoppel deutlich zurückgegangen sind.” Im Rahmen der Beratung beim Kunden werden über das Fahrsicherheitstraining hinaus auch weitere Maßnahmen, wie beispielsweise Fahrer-Assistenzssysteme, angesprochen.

„Man muss das alles aber auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sehen”, ergänzt Helmut Knewitz. „Für die Amortisation von Fahrer- Assistenzsystemen gibt es keine Garantie. Und dann ist es auch so, dass man diese Systeme abschalten kann. Dann setze ich doch lieber auf die Sensibilisierung der Fahrer über die Fahrsicherheits- und Öko-Trainings der HDI-Gerling Sicherheitstechnik.”