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Das Flottengeschäft hat deutlich an Fahrt aufgenommen. Im August war der Flottenmarkt laut den Marktforschern von Dataforce mit einem Plus von über 20 Prozent das Marktsegment mit dem stärksten Wachstum. Das ist für die Fuhrparkbranche eine sehr erfreuliche Entwicklung. Die derzeit gute Geschäftsentwicklung sollte aber nicht dazu führen, die Lehren aus dem wirtschaftlich schwierigen Jahr 2009 zu vergessen. Denn einige der Trends, die das Flottengeschäft in den kommenden Monaten oder gar Jahren prägen werden, haben ihre Wurzeln im Jahr 2009.

So haben viele Flottenkunden erfahren, wie wichtig zuverlässige und starke Fuhrpark-Partner sind, die auch über turbulente Zeiten hinweg konstant höchste Qualität und Flexibilität bieten können. Seitdem achten Kunden bei der Auswahl des Flottenanbieters noch stärker auf Seriosität, Verlässlichkeit und Sicherheit. Das alles sind Attribute, die gerade Captives mit ihren großen und starken Mutterkonzernen im Hintergrund bieten.

Zur Zuverlässigkeit und absoluten Kundenorientierung der Captives trägt außerdem bei, dass herstellerverbundene Flottenanbieter ein besonders großes Augenmerk darauf legen, dass Kunden mit den Fahrzeugen aus dem eigenen Konzern absolut zufrieden sind. Denn immerhin droht dem Captive beim Wechsel der Fahrzeugmarke fast zwangsläufig der Verlust des Kunden. Deshalb werden Captives eher und öfter den „einen Schritt“ weiter gehen als andere Anbieter, um Kunden auch langfristig zufriedenzustellen.

Ein Trend im Premium-Segment geht seit dem vergangenen Jahr stark zur Homogenisierung der Fuhrparks in Richtung Mono-Marken-Fuhrpark. Viele Fuhrparkbetreiber versuchen, dadurch ihre Kosten zu senken, ohne den Reiz von Premium-Fahrzeugen als Motivationsmodell für die Mitarbeiter zu beschneiden. Das zieht einen Verdrängungswettbewerb für die Premium-Anbieter nach sich, in dem Daimler Fleet Management allein im vergangenen Jahr über 100 neue Kunden gewinnen konnte.

Gerade bei Premium-Fahrzeugen zur Motivation von Mitarbeitern wird es auch in Zukunft keine signifikanten Einschränkungen geben. Denn die Fahrer dieser Produkte sind gesuchte Spezialisten, für die Premium-Fahrzeuge auch künftig zum Gesamtpaket ihres Arbeitsplatzes gehören werden.

Daran wird auch die zunehmende Bedeutung von umweltfreundlicheren Autos in Fuhrparks nichts ändern. Denn gerade im Premium-Segment werden viele der technischen Innovationen zur besseren Umweltverträglichkeit als erstes zur Serienreife kommen. So bietet beispielsweise allein Mercedes-Benz derzeit über 80 verschiedene Modelle mit der umweltfreundlichen BlueEfficiency-Technologie auf dem Markt an.

Im Markt ist zu spüren, dass sich das Thema bessere Umweltverträglichkeit der Fuhrparks nicht in einem brachialen Umbruch, sondern Schritt für Schritt im Zusammenspiel zwischen Hersteller und Flottenkunde vollzieht. Und auch auf diesem Weg bieten die Captives den Kunden gezielte Lösungen. So reicht beispielsweise das Angebot an modernen umweltfreundlichen Technologien im Daimler-Konzern von höchsteffizienten Diesel-Verbrennungsmotoren über Brennstoffzellen, Blue Efficiency oder Hybrid-Antrieben bis hin zu gasbetriebenen Transportern und zur Entwicklung von modernsten Akku-Batterien für Elektroantriebe. Und so gilt auch beim Thema Umwelt: Wer mit Daimler Fleet Management zusammenarbeitet, kann immer die Ressourcen des ganzen Konzerns nutzen.

Harald Schneefuss,
Geschäftsführer Daimler Fleet Management