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Die Kleinstwagen oder „Minis“, wie das KBA in Flensburg sie getauft hat, sind jetzt nicht gerade die Flotten- Klasse an sich. Dennoch stand letztens bei einem großen Toyota-Händler in Bitburg beispielsweise ein Aygo mit der Aufschrift „Sozialstation Waldrach“. Es ist klar, dass gerade auch karitative Organisationen und Pflegedienste Einsatzbereiche und Anforderungsprofile vorhalten können, die mit so wenig Auto wie nötig abgedeckt werden sollen. So sind im Sinne des viel diskutierten Downgradings in diesem Kundenkreis gerade auch die „Minis“ verstärkt in den Fokus gerückt.

Zudem mag es vorkommen, dass eine treue Sekretärin mit einem gut ausgestatteten Firmenwagen aus dieser Klasse für ihre Loyalität belohnt wird. Nicht selten sind es auch die Fahrzeuge des Unternehmens, die in entsprechender Bemalung zu Werbeauftritten genutzt werden. Schließlich ist denkbar, dass ein solcher in Anschaffung und Unterhalt kostengünstiger Stadtflitzer am Fuhrparkrand generell „zur besonderen Verwendung“ zur Verfügung steht. Kurzum, eine gewisse Flottenrelevanz kann also auch dieser Kategorie nicht abgesprochen werden.

Mit flottenrelevanten Angeboten ist hier ein Dutzend Fahrzeughersteller vertreten, wobei das Thema „Auto so klein wie möglich und groß wie nötig“ von den Konzepten her schon ganz unterschiedlich interpretiert wird. Die Bandbreite reicht vom zweisitzigen smart bis hin zu teils deutlich größeren Fahrzeugen, die schon von Haus aus nur als Fünftürer geliefert werden, wie der Fiat Panda oder der Nissan Pixo. Selbst unter den Viersitzern schwanken die Außenlängen noch zwischen rund 3,44 Meter und 3,83 Meter.

Nach Angaben des Marktforschungs-Institutes Dataforce fahren die Firmenkunden diese Autos derzeit zu 90 Prozent mit Benzin-Motoren, da sich in aller Regel die durchschnittlichen jährlichen Laufleistungen in einem Bereich bewegen, der den Einsatz von Diesel-Fahrzeugen rein wirtschaftlich betrachtet nicht rechtfertigt. Der Mehrpreis in der Anschaffung und die höhere Kfz-Steuer würden sich dann über die günstigeren Treibstoffkosten nicht amortisieren. Daher haben wir für diesen Vergleich Benziner- Versionen ausgewählt und im Gegensatz zur üblichen Laufleistungsstruktur in der Tabelle die Kosten diesmal alternativ für 10.000, 20.000 und 30.000 Kilometer pro Jahr kalkulieren lassen.

Abgesehen von den bereits äußerlich erkennbaren Unterschieden im Aufbau der Fahrzeuge, offenbarten auch die Sonderwertungen ganz unterschiedliche Stärken der einzelnen Konzepte. Punktete in den monatlichen Gesamt-Betriebskosten vornweg die entwicklungstechnische Gemeinschaftsproduktion Citroën C1/Peugeot 107/Toyota Aygo, waren bei den Restwerten Fiat 500, smart fortwo und VW Fox an der Spitze. smart und Nissan Pixo bestachen beim Verbrauch, VW Fox und Fiat Panda dafür bei den Ladedaten. Auffällig war aber schon hier, dass die entwicklungstechnische Gemeinschaftsproduktion mit Ausnahme der Zuladung immer in der oberen Hälfte des Klassements rangierte. Unter Berücksichtigung aller, sinnvoll wertbarer Vergleichskriterien setzte sich schließlich knapp als Sieger der Peugeot 107 Filou gegen das japanische Pendant, den Toyota Aygo Cool, durch. Der Franzose überzeugte eindeutig in allen Kosten-Kriterien, darüber hinaus wartete er noch mit einem großzügiger bemessenen Inspektionsintervall und einem noch ordentlichen Restwert jenseits von 40 Prozent auf (nach 36 Monaten und 20.000 Kilometer jählicher Laufleistung). Der Toyota befand sich im Grunde „auf Augenhöhe“, schwächelte aber gegenüber dem Peugeot mit einer um 30 Kilogramm geringeren Zuladung und einem der drei teuersten Anschaffungspreise. Er bietet aber auch gegenüber dem Franzosen eine um ein Jahr längere Garantie.
Für den Citroën C1 1.0 Style wiederum als Dritten im Bunde meldete LeasePan bei den Full Service-Leasingraten doch merklich höhere Werte als bei den anderen beiden. Einen klaren vierten Platz belegte der Nissan Pixo 1.0 acenta, der Pluspunkte bei den Treibstoffkosten, der Reichweite und den vergleichsweise großzügigen Garantiebedingungen sammelte. Im übrigen lag er als einziger mit einem Netto- Listenpreis von unter 8.000 Euro hier deutlich am günstigsten.


Flottenmanagement-Vorgabe Mindestausstattung
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