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Richtig, der iOn ist ein Kooperationsprodukt und eigentlich ein japanisches K-Car – aber das sieht man ihm so gar nicht an. Von Verzicht zugunsten urbaner Mobilität kann keine Rede sein, wenn man den mit schicken Alus versehenen iOn so in voller Größe auf dem Parkplatz entdeckt (jawohl, er besitzt auch Dinge wie Bordcomputer, elektrische Fensterheber und Klimaanlage). Also nichts wie rein und Motor starten. Huch, das sieht hier etwas anders aus, denn dieser kleine Peugeot, in dem man übrigens ganz wunderbar sitzen kann, springt nicht an, sondern ist jederzeit leistungsbereit. Natürlich nur, wenn die Lithium-Ionen-Akkus ordentlich Saft haben. Aber 150 Kilometer Fahrstrecke versprechen die Verantwortlichen, damit sollte man zunächst auskommen unter der Maßgabe, dass Elektroautos in der Frühphase ohnehin nur eine bestimmte Kundenschicht – zum Beispiel Städter und Behörden – ansprechen.

Mit dem richtigen Anschluss lässt sich die Hälfte der Batteriekapazität immerhin binnen 15 Minuten wieder herstellen. Ach ja, in punkto Preisgestaltung könnte es spannend werden, und in Ländern ohne Unterstützung gestaltet sich das elektrische Fahrvergnügen vorerst noch teuer. In Frankreich jedenfalls strebt man weniger als 500 Euro monatliche Kosten an, für einen Kleinwagen viel Geld – allerdings ist die Wartung inbegriffen. Im Fahrbetrieb übrigens merkt man dem iOn gar nicht an, dass er eigentlich absolut außergewöhnlich ist: Kräftiger Vortrieb nach dem Ampelstart liegt in der Natur des Konzepts, auf die Höchstgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern kommt der kleine Franzose recht mühelos, und wenn der Wind erstmal akustisch präsent wird, vergisst man die fehlenden Zündungen rasch. In Sachen Sicherheit müssen sich die Interessenten ebenfalls keine Sorgen machen: ABS, Airbags und ESP sind obligatorisch.