PDF DOWNLOAD

45 ist er geworden, der Ford Transit, der auch einmal als Europas beliebtester Gemüse-Transporter berühmt wurde. Inzwischen gibt es ihn in mehreren hundert Versionen für alle erdenklichen Verwendungszwecke in Fuhrparks, mit mehreren Radständen, mehreren Dachhöhen, mit Sonderaufbauten, viefach beliebig kombinierbar. Kein Zweifel, der Ford Transit gehört zu den Transportern an sich, auch mit seiner Konstruktion wurde dieses Segment ganz wesentlich definiert.

Seit drei Jahren gibt es ihn nun auch in einer Variante mit permanentem Allradantrieb, dann in Kombination mit dem 2,4 Liter TDCi-Aggregat, das 103 kW/140 PS bei 3.500 U/min. leistet, und einem manuellen Sechsgang-Getriebe. Dabei ist das Allradsystem von der Konstruktion her auch für schnelle Reaktionszeiten des 4WD ausgelegt. Dabei soll das spezielle System-s-Design helfen, Reibung und mechanische Verluste zu reduzieren, die gemeinhin mit der Allrad-Technologie assoziiert werden. Es operiert rein mechanisch und automatisch, damit der Fahrer nicht vom System selbst abgelenkt wird.

Das Allradsystem beruht auf intelligenter Mechanik. Bei guten Straßenverhältnissen wird nur die Hinterachse angetrieben. Permanent werden die Drehzahldifferenzen zwischen Vorder- und Hinterachse gemessen. Tritt bei schlechten Straßenbedingungen Schlupf an der Hinterachse auf, und ist der Drehzahlunterschied zwischen Vorder- und Hinterachse genügend hoch, werden die Vorderräder über zwei hydraulische Pumpen- Kupplungseinheiten automatisch angetrieben. Die Vorderachse nimmt das überschüssige Drehmoment auf, und eine mögliche Übersteuerungstendenz wird in ein neutrales, gut beherrschbares Handling umgewandelt. Dank zwei Pumpen- Kupplungseinheiten an den Vorderrädern ist ein variabler Kraftschluss möglich, das heisst, die Antriebskraft wird immer an die Räder mit Bodenhaftung geleitet.

Ford entschied sich für den Aufbau dieses zusätzlichen Modells, um ein Fahrzeug für eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Einsatzbedingungen vorhalten zu können, in denen es auf eine zuverlässige Traktion auch bei schwierigen Streckenverhältnissen ankommt. Dabei ist auch an Versorgungsfahrzeuge in Skigebieten, den Forstbetrieb, die Polizei oder auch an rollende Werkstätten abseits befestigter Wege gedacht. Im Jahr der nächsten Nutzfahrzeug-IAA stand Flottenmanagement dieses Auto in der Ausführung mittlerer Radstand und mittelhohes Dach zur Verfügung.

Auch der aktuelle Ford Transit wartet im Führerhaus mit Pkw-Ambiente auf, hier ist in der Modellpflege und in den Details auf innovativen Wegen Vieles für eine gewachsene Bequemlichkeit des Fahrers erreicht worden. Das beginnt schon bei den für einen durchschnittlich großen Lenker ideal positionierten Ellbogenstützen links und rechts, die auf Langstrecken ein entspanntes Fahrgefühl zusätzlich fördern. Überdies vermittelt das relativ kleine Lenkrad eine Portion Handlichkeit dieses überdimensionalen Fahrzeugs. Sämtliche Bedienungselemente sind durchdacht angebracht, erklären sich von selbst und liegen im Hinblick auf eine stimmige Ergonomie in Griffweite. Das fällt beispielweise auch an solchen vermeintlichen Kleinigkeiten wie der sehr passenden Positionierung des Blinkerhebels in 10 Uhr-Stellung auf – wo er genau auf Anhieb gesucht würde. Im übrigen ist der Transit über das gesamte Cockpit verteilt mit Getränkehaltern und Ablage-Möglichkeiten nur so gespickt – ein Auto fürs arbeitende Volk.

Im Fahrbetrieb auf Asphalt fällt der permanente Vierradantrieb insofern nur indirekt auf, als die auch auf ihn geeichte Abstufung des Getriebes mit recht kurzen Übersetzungen in den unteren Gängen ein zügigeres Hochschalten erfordert, um in Schwung zu kommen. Dafür kann dann aber auf Grund eines mit 375 Nm ordentlichen Drehmomentes, das bereits zwischen 2.000 und 2.250 U/ min. anliegt, ab Tempo 60 km/h alles im sechsten Gang und dadurch relativ verbrauchsarm gefahren werden. Dafür gibt es dann den gestiegenen Nutzwert durch 4WD.