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Im Hinblick auf die total cost of ownership (TCO) der zur Auswahl anstehenden Firmenwagen sind im Kauffuhrpark Blickrichtung und Kalkulation anders geartet als im Leasing- Fuhrpark. Hier werden die Fahrzeugkosten in der Regel jährlich und auf dieser Basis dann in Cent pro Kilometer betrachtet. Dabei gibt das Unternehmen gewöhnlich für die verschiedenen Dienstwagen-berechtigten Mitarbeitergruppen Cent pro Kilometer-Limits vor, bis zu denen Fahrzeuge im Rahmen der Car Policy-Vorgabe ausgesucht werden können (im Falle User Chooser) beziehungsweise bis zu denen die Firma selbst direkt die Fahrzeuge bestellt (im Falle Servicetechniker-Fuhrpark beispielsweise). Darüber hinaus kann eine solche Kalkulation unabhängig von den Einkaufskonditionen der Leasinggesellschaften erfolgen, was ansonsten hier oder da auch das eine oder andere Produkt (zumindest versteckt) bevorteilen könnte. Für diesen Vergleich haben wir die flottenrelevanten Diesel-Kombis der Mittelklasse ausgewählt, handelt es sich hier doch einmal um die nach wie vor stärkste Klasse im Flottengeschäft, aus der gewöhnlich die typischen Außendienst- Fahrzeuge rekrutiert werden. Andererseits ist dies traditionell die Klasse mit der stärksten Konkurrenz. Diesel-Kombis, die bei Flottenbetreibern im Fokus stehen, führen nahezu 20 Hersteller. Außerdem ist nach den Präsentationen etlicher verbrauchsoptimierter Modelle noch einmal frischer Wind in die Klasse gekommen, auch aus diesem Grunde war der erneute Kostenvergleich reizvoll.

Die Ergebnisse etwas genauer und in Summe unter die Lupe genommen, läuft hier aktuell eine Schlacht zwischen den Produkten des Volkswagen-Konzerns und jenen der Japaner, wobei gleich auch unterschiedliche Ansätze hinter den Konzepten deutlich werden. So punkten Letztere generell gegenüber einheimischen Modellen dank deutlich niedrigerer Netto-Anschaffungspreise stärker bei den Fixkosten, weil in der Tendenz die Serienausstattung japanischer Fahrzeuge einen Tick reichhaltiger ist.

Das macht einfach per Start den einen oder anderen Tausender aus, unabhängig einmal davon betrachtet, ob das Menü der Funktionen und die Qualität der Sonderausstattung immer eins zu eins vergleichbar sind. Zudem werden sie gerade bei den Restwerten in der Klasse mit vorn gesehen, und sie bieten die besten Garantiebedingungen. Die verbrauchsoptimierten Modelle des Volkswagen-Konzerns wiederum punkten stark bei den variablen Kosten oder/und liegen, wie der Skoda Octavia Combi und der Seat Exeo ST, ebenfalls sehr kostengünstig in der Anschaffung.

Die Reihenfolge im einzelnen: Letztlich hatte diesmal der Mazda 6 Sport Kombi 2.2 CD DPF Exclusive die Nase um Haaresbreite vorn, weil er sowohl in den Gesamkosten unter den ersten Dreien landete, als auch bei den hier ganz wichtigen Nutzwertdaten, maximales Ladevolumen und Zuladung, und sich überdies nirgendwo einen roten Button einfing. In den Gesamtkosten wurde er noch vom Drittplazierten, dem Toyota Avensis 2.0 D-4D Sol, und dem Viertplatzierten und kostengünstigsten von allen, dem Skoda Octavia 2.0 TDI DPF Ambiente, unterboten, die aber beide über rund 150 Liter weniger Ladevolumen verfügen.

Dem VW Passat Variant 2.0 TDI Blue Motion DPF Trendline auf dem Ehrenplatz dazwischen fehlte wirklich nicht viel zum Sieg: Top Drei-Platzierungen bei den variablen Kosten, den Ladedaten, bei der Reichweite, den Garantiebedingungen und der Dichte Servicenetz. Lediglich in den Gesamtkosten pro Kilometer fiel er gegenüber dem Trio ab – bei mittlerer jährlicher Laufleistung von 30.000 Kilometer beispielsweise um rund drei bis vier Cent. Bei unserem Gesamtkostenvergleich liegt der Akzent aber auf Kosten.

Der Skoda Octavia Combi 2.0 TDI DPF Ambiente als Vierter wartete mit den niedrigsten Kosten pro Kilometer überhaupt auf. Das machte bei einer mittleren jährlichen Laufleistung von 30.000 Kilometer immerhin noch einen halben Cent zum Zweitplatzierten in dieser Disziplin, dem Toyota Avensis Combi, aus. Was ihn letztlich einen Platz hinter dem Japaner einsortierte, mit dem er in den meisten Kriterien absolut auf einer Höhe lag, war die Reichweite, die mit 965 Kilometer unter dem Klassendurchschnitt liegt.

Der Audi A4 Avant 2.0 TDIe DPF Attraction wiederum punktete als Fünfter wie der VW Passat Variant stark in den variablen, laufenden Kosten, nicht zuletzt auch wegen besonders günstiger Treibstoffkosten. Er gehört zu den drei Fahrzeugen, die nach Herstellerangaben im Durchschnitt mit weniger als fünf Liter Verbrauch auskommen können. Mit einer Reichweite von jenseits 1.400 Kilometer erzielt er den zweitbesten Wert aller Konkurrenten, zudem können Audi-Fahrer auf das zweitdichteste Servicenetz vertrauen – mit gegenwärtig 2.124 Stationen. Auf den Rängen sechs und sieben folgen mit dem Ford Mondeo Turnier 2.0 RDCi Trend und dem Opel Insignia 2.0 CDTI Sports Tourer ecoflex zwei weitere einheimische Fabrikate (siehe Tabelle).

 

Flottenmanagement-Vorgabe Mindestausstattung
• Airbag
• Navigation
• Klimatisierungsautomatik
• Nebelscheinwerfer
• Radio / CD-Wechsler
• Telefon mit Freisprechanlage