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Bereits im Heft FM 06/09 (Seiten 80-81) hatte Flottenmanagement das Telematik-Produkt von BURY einmal näher vorgestellt und auf seine Alltagstauglichkeit hin überprüft. Wie ein solches Gerät aber im täglichen Gebrauch wirklich funktioniert, und welche spezifischen Anwendungen der jeweilige Kunde vornimmt, ist dabei nur sehr schwierig zu simulieren. Genau aus diesem Grund sind Praxisbeispiele besonders interessant und hilfreich, weil sich beim Kunden eins zu eins zeigt, inwieweit sich ein Produkt im Fuhrpark-Alltag bewährt.

Das TÜV zertifizierte Unternehmen zur häuslichen und ambulanten Pflege „Schwester Andrea Schulz“ wurde schon 1991 von Schwester Andrea gegründet. Seinerzeit fuhr die Chefin selbst noch mit dem Klapprad zu den Patienten. Zwei Jahre später kam ihr Mann, Dieter Schulz, hinzu, der dann die Geschäftsleitung übernahm. In dieser Zeit wurden auch die ersten Fahrzeuge geleast, immer für zwei Jahre im Full Ser v ice-Leasing, um unkalkulierbaren Kosten durch Werkstattaufenthalte vorzubeugen. Zu Beginn der neunziger Jahre startete das Ehepaar Schulz mit Fiat Panda-Modellen, später wurde die gesamte Flotte auf den Opel Corsa umgestellt. Seit drei Jahren allerdings schwört Dieter Schulz auf den Renault Twingo mit Easytronic-Automatik. Der Fuhrpark wuchs stetig, seit 1995 bewegt sich die Anzahl der Fuhrpark-Fahrzeuge zwischen zehn und 15. Zur Zeit befinden sich bei „Schwester Andrea Schulz“ 47 Mitarbeiter im Einsatz, zumeist Schwestern und Pflegehelfer. Sie betreuen hauptsächlich Patienten im Norden der Hauptstadt, in Berlin Pankow und den umliegenden Stadtbezirken.

Auf die Frage, wann und warum im Unternehmen ein Telematik-System notwendig wurde, verweist Dieter Schulz darauf, dass in seinem Unternehmen bereits vor zehn Jahren erste Versuche mit einem anderen Telematik-Produkt durchgeführt worden wären. Seinerzeit hätte vor allem die Fahrtenbuch- Funktion im Vordergrund gestanden, um gegebenenfalls Strafmandate oder Ähnliches den jeweiligen Fahrern besser zuordnen zu können. „Bei jenem System mussten jedoch immer noch die aufgezeichneten Daten aufwendig ausgelesen werden, so dass uns die Informationen frühestens erst am nächsten Tag zur Verfügung standen“, berichtet Schulz. „Daher war ich stets auf der Suche nach einem geeigneten Produkt, das eine direkte Erfassung der Daten ermöglichte. Meine Frau und ich wollten gerne wissen, wo sich unsere Fahrzeuge aktuell befinden, um beispielsweise bei neu eingehenden Aufträgen möglichst schnell handeln zu können.“

Deshalb ging der Geschäftsführer auf seinen langjährigen Händler Olaf Bach, Inhaber von Telematik Team mit Sitz in Königswinter, zu, auf den er einmal bei einer Suche im Internet aufmerksam geworden war. „Für mich war sofort klar, dass die BURY Telematics für den Pflegedienst des Ehepaars Schulz genau die richtige Lösung bieten würde“, führt Olaf Bach an. „Ich bezeichne das Produkt auch gern als Ingenieurs- Meisterleistung, da bei diesem Gerät im Vergleich zu Mitbewerber-Produkten keine externe Box im Fahrzeug verbaut werden muss. Außerdem erhält der Kunde hier einen bunten Blumenstrauß verschiedener Funktionen in nur einem Gehäuse. Denn neben der Positionsbestimmung und der Spurenverfolgung der Fahrzeuge, dem sogenannten Tracking und Tracing, bietet es zudem noch Navigation, Freisprechen, Fahrtenbuch und Auftragserteilung beziehungsweise -bestätigung an. Das alles gab es bisher, wenn überhaupt, nur in einem Mix aus verschiedenen Geräten, die dann zusammen in der Regel auch weit über 2.500 Euro netto pro Fahrzeug kosteten. Mit dem neuen Produkt von BURY liegen wir nun deutlich unter der 1.000 Euro-Grenze inklusive Montage und anderer Kosten.“

Auch Thomas Rudolph, Key Acount Manager Telematik bei BURY, unterstreicht das hohe Maß an Praktikabilität: „Bei der BURY Telematics handelt es sich um eine All-In-One-Lösung, die speziell für die täglichen Bedürfnisse von Fuhrparkbetreibern entwickelt wurde. Sie besteht zum einen aus dem portablen Bordmodul, der BF 1150, und aus einem eigens eingerichteten Webportal namens BURY Fleet Manager, über das der Disponent jederzeit den Flottenstatus auf einer interaktiven Landkarte überwachen kann.“
In der BF 1150, die in einer festmontierten Halterung im Fahrzeuginnenraum aufgeladen werden könne, befinde sich eine GPS-Einheit, die regelmäßig die aktuelle Position des Gerätes bestimme. Diese Daten würden mit Hilfe einer im Gerät befindlichen SIM-Karte über einen entsprechenden Mobilfunkprovider ins Internet an den BURY Fleet Manager gesendet. „Die Firmenzentrale kann sich nun von jedem x-beliebigen Internetzugang aus mit personalisierten Zugangsdaten auf dieses Webportal einloggen“, verdeutlicht Rudolph weiter, „und sich so die zahlreichen Informationen über die verschiedenen Flotten-Fahrzeuge auf dem Computerbildschirm anzeigen lassen. Somit ist die BURY Telematics genau das, was Herr Schulz für seinen Pflegedienst gesucht hatte, nur dass er hier im Preis inbegriffen zusätzlich noch ein hochwertiges Navigationsgerät erhielt.“

Die Entscheidung für die Anschaffung von zwölf BURY Telematik-Systemen fällte Dieter Schulz „letztendlich sehr schnell“. Zunächst habe er über Olaf Bach und Telematik Team ein Gerät geordert und zu Testzwecken einbauen lassen. Die kurze Erprobungsphase sei so erfolgreich verlaufen, dass im Unternehmen Schulz nicht lange überlegt werden musste. „Eine Woche vor Weihnachten waren alle Fahrzeuge mit den Bordmodulen ausgestattet“, so Schulz. „Planung und Einbau gestalteten sich dank geschulter Monteure zügig und völlig unproblematisch. Da unsere Autos lediglich geleast sind, war für uns bei der Wahl des Produktes auch die Gewährleistung eines zerstörungsfreien Rückbaus mit ausschlaggebend. Für unsere Zwecke ist dieses Produkt jedenfalls optimal konzipiert. Ich kann mir ein solches System auch gut in anderen Pflegediensten oder ähnlichen Unternehmen vorstellen, in denen der Flottenbetreiber stets darüber informiert sein möchte, wo sich seine Fahrzeuge gerade befinden.“

Die meisten Kunden verhielten sich nach seinen Erfahrungen so oder so ähnlich, pflichtete Händler Olaf Bach bei. Nach einer Erprobungszeit von einigen Tagen oder wenigen Wochen würden sich viele potentzielle Kunden schnell für das BURY-All-In-One-System entscheiden können. „Dabei ist die BURY Telematics nicht nur für spezielle Branchen oder Einsatzfelder ausgelegt,“ ergänzt Bach, „denn nach meiner Einschätzung eignet sich das Gerät für die Anforderungen von rund 95 Prozent aller Flottenbetreiber oder Firmenwagen-Nutzer, unabhängig davon, ob nur ein Firmenwagen oder eine große Flotte zum Einsatz kommt. Überall dort, wo beispielsweise Fahrzeuge zu verschiedenen Einsatzorten disponiert werden müssen, kann durch den Einsatz dieser Lösung viel Zeit und Geld gespart werden.“

Was die Akzeptanz der Mitarbeiter betrifft, die das Gerät nunmehr seit einigen Monaten tagtäglich nutzen, weiß die Chefin, Schwester Andrea Schulz, nur Positives zu berichten: „Natürlich mussten sich alle erst einmal an das neue Gerät gewöhnen. Manche Menschen stehen Neuerungen schneller gegenüber aufgeschlossen als andere. Bei uns sind die Mitarbeiter mittlerweile aber an solche Veränderungen gewöhnt, da mein Mann und ich neuen Innovationen grundsätzlich positiv gegenüber stehen. Unsere direkten Erfahrungen beschränken sich aber hauptsächlich auf den BURY Fleet Manager. Der große Vorteil dieses Produktes liegt für uns auch darin, dass es möglich ist, sich von überall mit einem entsprechenden Internetzugang in das System einzuloggen, ohne dass eine spezielle Software dafür nötig wäre. Insgesamt lässt sich nach fast einem halben Jahr feststellen, dass alle Beteiligten die neue Technik sehr gut angenommen haben, vor allem wegen der sehr einfachen und übersichtlichen Handhabung.“

Die Eingewöhnungsphase hätte ohnehin erst einmal zwei bis drei Monate in Anspruch genommen, ergänzt Dieter Schulz. Eine hundertprozentige Effizienz könne also auch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht erwartet werden. Allerdings ließe sich aber bereits abschätzen, dass der Einsatz dieses neuen Gerätes auch einen wirtschaftlichen Gewinn für das Unternehmen bewirken werde. Denn nun sei die sehr aufwendige Auswertung des ehemals benutzten Fahrtenschreibers weggefallen, was einen immensen Zeitgewinn für alle Beteiligten darstelle, den die Chefin Andrea Schulz sogar auf bis zu jeweils 40 Stunden pro Monat für Sie und Ihren Mann bezifferte. Im Sommer, wenn sich die Handhabung im Unternehmen vollständig eingespielt hätte, wollen sie einmal Zeit und Kostenersparnis genau berechnen. Die wirtschaf tl ichen Vorteile durch den Einsatz der BURY Telematics stünden aber bereits fest.
Neben den wirtschaftlichen Vorteilen und der Zeitersparnis konnte diese Telematik- Lösung während des langen und harten Winter aber schon weitere Pluspunkte sammeln. Denn mit jedem Zentimeter Schnee Anfang des Jahres wuchs in der Zentrale des Pflegedienstes in Berlin Pankow auch die Sorge um die Mitarbeiter. Dank der neuen technischen Anschaffung gab es jedoch nun auch die Möglichkeit, im BURY Fleet Manager mit einem kurzen Blick alle zehn Sekunden zu überprüfen, ob alle Fahrzeuge die geplanten Routen und Zeiten einhalten konnten oder ob irgendwelche Komplikationen durch das Schneechaos entstanden waren.

Obwohl das Ehepaar Schulz mit dem Telematik- Produkt hoch zufrieden ist, befinden sich sowohl der Hersteller BURY, als auch der Händler Olaf Bach vom Telematik Team mit dem Kunden weiterhin im regen Gedankenaustausch. Alle Beteiligten sind stark daran interessiert, das bestehende Produkt so weit wie möglich für weitere spezifische Aufgaben zu optimieren. So soll es in absehbarer Zeit beispielsweise möglich sein, eine entsprechende Kunden- Verwaltungssoftware vom Rechner mit dem BURY Telematik-System zu verbinden. Dadurch könnten verschiedene Tourenpläne des Unternehmens an das Bordgerät übertragen werden, so dass der jeweilige Fahrer nur noch auf einen Knopf im Auto drücken muss, um so die optimierte Route automatisch zu starten. Aus technischen Gesichtspunkten heraus steht einer solchen Funktion offenbar nichts im Wege. „Wir arbeiten hier zur Zeit an einer geeigneten Umsetzung“, erklärt BURY Key Account Manager Thomas Rudolph. „Einen festen Termin kann ich allerdings noch nicht nennen. Wir gehen aber davon aus, dass wir im Herbst dieses Jahres eine derartige Funktion unseren Kunden zur Verfügung stellen können, die dann noch einmal für jeden Nutzer weitere Zeitersparnis und weniger Arbeitsaufwand bieten wird.“

Wie bei allen anderen Geräten aus dem Hause BURY, werden auch bei diesem Modell alle Teile vom Gehäuse bis zur Platine innerhalb von Europa entwickelt und produziert. Erhältlich ist die BURY BF 1150 inklusive Zugang für den BURY Fleet Manager ab circa 599,00 Euro netto. Hinzu kommt noch ein monatlicher Grundpreis von 21,90 Euro netto je Fahrzeug inklusive Kommunikationskosten (Mindestvertragsdauer 24 Monate) für die Datenübertragung innerhalb von Deutschland. Optional lässt sich diese Flatrate auch auf zwei Europapakete erweitern. Das Produkt ist bei ausgewählten Fachhändlern (siehe hierzu: www.bury-telematics. com/ partner), wie auch beim Telemat ikTeam von Olaf Bach in Königswinter (www.telematikteam. de) erhältlich.