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Wenn schon überschaubare Servicefl otten mit rund 50 Fahrzeugen auf 1 Million Kilometer im Jahr kommen, dann bedeutet das in der Konsequenz rund 70.000 Liter verbrauchter Treibstoff und mindestens 1.400 Tankvorgänge (7 Liter Verbrauch und 50 Liter Tanks vorausgesetzt). Wenn jeder Tankvorgang mit einer Quittungsbuchung einhergehen würde, kann man sich schon vorstellen, welchen zusätzlichen Aufwand der Fuhrparkleiter hätte, gäbe es nicht die praktische Automatisierung durch die Tankkarte.

Dieses rechteckige Stück Plastik wird mittlerweile überwiegend in den Fuhrparks eingesetzt, die untere Grenze für den Einsatz liegt bei einer Flottengröße ab einem Fahrzeug. Je nach Umsatzvolumen geht die Verwendung von Tankkarten auch noch mit Rabatten auf zumindest den Kraftstoffpreis einher. Häufi g kommen zwei bis drei Anbieter zum Einsatz, um eine größtmögliche Flächendeckung für den Fahrer zu erreichen – und ihn auch aus der Bredouille zu bringen, doch mal wieder mit Papierquittungen ankommen zu müssen.

Doch Tankkarten bieten mehr nur als Rechnungserleichterung, sie lassen sich bestens in die Fuhrparkverwaltung mit einspannen. Wie aus der Tabelle ersichtlich, ermöglicht nahezu jedes Mineralölunternehmen eine Vielzahl von Reportings, vom Verbrauch über die Laufl eistung bis hin zu Einsparpotenzialen oder Ausreißeralarm. Über die AralCardPlus, die in 2007 überarbeitet wurde und auf Kundenwünsche hin optimiert, kann der Fuhrparkleiter beispielsweise online ein individuelles Kartenprofi l erstellen, um einen ordnungsgerechten Gebrauch der Tankkarte zu gewährleisten. Bei Verstößen erhält der Fuhrparkleiter umgehend eine EMail und/oder SMS.

Auch der Einsatz von Tankkarten über den Erwerb von Kraftstoff hinaus nimmt zu. So kooperiert euroShell beispielsweise mit A.T.U., so dass Waren und Dienstleistungen auch über eine Rechnung eingekauft werden können. Darüber hinaus gibt es an vielfrequentierten Shell-Stationen die Möglichkeit, den Führerschein per LapID elektronisch kontrollieren zu lassen (s. S. 34). Total Tankkarten akzeptiert seit neuestem der Parkhausbetreiber VINCI Park in über 50 Parkhäusern (www.vincipark.de/ parkhäuser.html).

Die Sicherheit bei Tankkarten steht immer wieder in der Diskussion. Aber auch hier arbeiten die Anbieter ständig an hohen Standards, teils mit eigenen Abteilungen. Die PIN-Vergabe erfolgt auf Wunsch des Kunden als Flotten- oder spezifi scher PIN. euroShell vergibt systemgenerierte PINs statt Wunsch-PINs und keine einheitlichen FlottenPINs mehr, um jeglichem Missbrauch vorzubeugen.

Letztlich steht aber vielmehr der Nutzer in der Verantwortung, gut auf den Verbleib der Karte zu achten. Schließlich funktioniert sie wie Bargeld, da gehört sie nicht ins Handschuhfach und schon gar nicht mit der PIN beschriftet. Für den Fall des Verlustes garantieren alle Tankkartenanbieter mit Eingang der Verlustmeldung Haftungsübernahme. Die Verlustmeldung kann bei den meisten Anbietern per Fax, Telefon oder Online rund um die Uhr abgegeben werden.