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Flottenmanagement: Innovative Mobilitätskonzepte wie Carsharing sind auf dem Vormarsch. Von welchen Vorteilen profitiert ein Fuhrpark mit DB Carsharing? Lübke: Als einer der größten Anbieter für maßgeschneiderte Mobilität können wir jedem Unternehmen den exakt passenden Service-Mix anbieten. Zum einen wird mit DB Carsharing die Reisekette der Bahn verlängert, zum anderen können die eigenen Fuhrparkressourcen unserer Kunden zurückgefahren werden. In Deutschland und der Schweiz stehen unseren Kunden circa 3.000 Fahrzeuge an über 2.000 Standorten rund um die Uhr in Selbstbedienung zur Verfügung. Insbesondere für die Ballungszentren bringt diese Form der Autonutzung auch unter dem Gesichtspunkt der Luftreinhaltung und der Kostenreduzierung große Vorteile. Flottenmanagement: Welchen Kunden empfehlen Sie dieses Konzept und für welche Einsatzzwecke? Wie erreichen Sie diese Kunden? Lübke: Es profitieren sowohl Privat- als auch Geschäftskunden von unserem Angebot. Gerade Kunden mit hoher Reisetätigkeit und Fuhrparkbetreiber mit eigenen Poolfahrzeugen können von diesem Konzept profitieren. Um längere Distanzen zu überwinden, nutzen diese bequem den Zug, steigen vor Ort in ein bereitstehendes Carsharing-Auto der Bahn um. Bei Fuhrparks mit eigenem Pool verbinden wir die interne Nutzung mit den Bedürfnissen der Öffentlichkeit und senken so direkt die Fuhrparkkosten dieser Kunden. Wir erreichen diese Kunden zum einen im Rahmen unserer Mobilitätsberatung, zum anderen natürlich durch klassische Werbemaßnahmen und Messen. Flottenmanagement: Welchen Interessenzuwachs erwarten Sie beim Carsharing, wenn der Gesetzesentwurf, Carsharing Stationen im öffentlichen Straßenraum zu ermöglichen, umgesetzt wird? Wann rechnen Sie damit? Lübke: Wir nehmen in Berlin bereits an einem Pilotprojekt teil, in dem eine Teileinziehung von öffentlichem Straßenland zur Gewinnung von Carsharing-Stellplätzen durchgeführt wurde. Man sieht hier, dass ein großes Interesse an Carsharing vorhanden ist, vor allem dann, wenn die Wege zur nächsten Station kurz sind. Unabhängig vom Berliner Pilotprojekt und der tatsächlichen Umsetzung des Gesetzentwurfes, wollen wir diesen Weg 2009 auch in anderen Städten weitergehen, um gerade unter dem Aspekt der Fahrzeugreduzierung in Innenstädten, der Parkraumbewirtschaftung und der Luftreinhaltung flächendeckend (analog zu Call a bike) DB Carsharing einzuführen. Flottenmanagement: Wie können Sie mit anderen Geschäftsbereichen von DB die Mobilität eines Firmenkunden ergänzen oder sogar abrunden?

Lübke: Wir stehen hier in enger Abstimmung mit unseren Kollegen aus dem Geschäftsfeld Personenverkehr (Fern-, Nah- und Stadtverkehr). Mit speziellen Angeboten aus dem Bereich der BahnCard und Ameropa bieten wir spezielle Angebote zur kombinierten Nutzung von Straße und Schiene an, wobei auch Themen wie Hotel, Flüge, Chauffeurservice, Fahrradnutzung und Mietwagen nicht fehlen. Der Mobilitätsmanager der Bahn bietet unseren Kunden komplette Pakete an, die speziell auf die einzelnen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Flottenmanagement: Wie sieht das Fuhrpark- Mobilitätskonzept der Zukunft aus, wenn Spritpreise weiter steigen, Restwerte sinken und Fuhrparks ein noch teurerer Kostenpunkt werden? Lübke: Ziel von DB Rent ist es, durch effizient organisierte Mobilität Fuhrparkkosten zu reduzieren. Dies gelingt vor allem durch Optimierung und damit Verringerung des Fuhrparks. Da sämtliche von uns bereitgestellten Fahrzeuge mit einem Bordcomputer ausgestattet sind, können wir elektronische Fahrtenbücher führen und gleichzeitig technologische Lösungen zur Flottenoptimierung anbieten. Dank dieser Maßnahmen konnten unsere Kunden schon bis zu 30 Prozent ihrer Fuhrparkkosten senken. Dazu gehört auch die Einbindung des Verkehrsträgers Schiene, weshalb wir unser Mobilitätskonzept als sehr zukunftsfähig ansehen.