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Auf Seiten der Schaeffler Gruppe kommen so einige Jahrzehnte Fuhrparkmanagementerfahrung zusammen: Ein Team bestehend aus strategischem Einkauf und strategischem Fuhrparkmanagement, das für übergreifende Einkaufs- und Vertragsverhandlungen bzw. internationale Car Policy zuständig ist, betreibt mit Unterstützung aus dem operativem Fuhrparkmanagement höchstprofessionell das Geschäft rund um den Fuhrpark der drei Marken INA, FAG und LUK.

Traditionell wurden bei dem Familienunternehmen INA, Gründungsunternehmen der heutigen Schaeffler Gruppe und auch bei LUK die Fahrzeuge gekauft. Im Rahmen der Zusammenführung der drei Marken zur Schaeffler Gruppe und der Verfolgung einer einheitlichen Strategie entschied sich die Schaeffler Gruppe für ein gruppenund länderübergreifendes Leasingkonzept.

Um in Deutschland kurzfristig eine optimale Lösung für das Fuhrparkleasing umzusetzen, aber auch in Hinblick auf eine europäische Ausrichtung wurden dazu renommierte Leasinggesellschaften gebenchmarkt. Die Wahl fiel – nicht zuletzt aufgrund der bestehenden Partnerschaft und der guten Erfahrungen, die FAG seit 1997 mit ARVAL sammeln konnte, auf gerade diesen Leasinggeber.

Der langwierigste Prozess betraf die Verhandlung der Rahmenbedingungen, bei denen es galt, die jeweiligen Interessen zu berücksichtigen. Uniforme Verträge kamen nicht in Frage, denn die Vorgaben von Schaeffler sind sehr komplex und individuell. Nun sind die Konditionen klar definiert, was sich heute in relativ reibungslosen, schlanken Prozessen auszahlt, und auch Anpassungsumsetzungen leichter gestaltet. „Die regelmäßigen Gespräche gleichen offenen Diskussionen, in die die gegenseitigen Erfahrungen einfließen, und dazu beitragen die Leasingprozesse auf beiden Seiten zu optimieren“, analysiert Arval das Verhältnis.

Nach dem Anlauf der Geschäftsbeziehungen in Deutschland galt es eine zweite Hürde, die Umsetzung eines europäischen Konzeptes, zu nehmen. Der Herausforderung das Management und die Finanzierung der Firmenfahrzeuge nicht nur in Deutschland, sondern auch international adäquat zu betreuen und in ständigem Dialog mit den Fuhrparkverantwortlichen weiter zu entwickeln, wollte sich die Arval International stellen.

Ausgehend vom deutschen Leasing-Vertrag als Grundlage wurde ein internationaler Vertrag, der den Rahmen für die europäischen Länder steckt entworfen. In zusätzlichen für ausgewählte europäische Standorte definierten Verträgen wurden Länderspezifikas erfasst. Diese wurden jeweils mit Vertretern von Arval und der Schaeffler Gruppe in den einzelnen Ländern mit Unterstützung des Strategenteams verhandelt. Die größten Herausforderungen zeigten sich dabei bei der Vertragssprache und dem jeweils nationalen Recht der Länder. Der Roll-Out für Europa wird voraussichtlich in diesem Jahr abgeschlossen sein. Mittlerweile laufen 60 Prozent der Fahrzeuge in Deutschland größtenteils im Full Service-Leasing, in zwei Jahren soll der gesamte Fuhrpark geleast sein. Ähnlich stellen sich Zahlen im europäischen Ausland dar.

Eine weltweite Zusammenarbeit mit der Firma Arval sei durchaus vorstellbar, da man an einer globalen Partnerschaft nicht abgeneigt sei, so das Schaeffler Team.

Parallel zu den Vertragsabschlüssen mit ARVAL stellte sich Schaeffler-intern eine ganz andere Herausforderung: es galt aus drei völlig unterschiedlichen Car Policies der Marken INA, FAG und LUK eine einheitliche Policy zu bilden.

In der für die Schaeffler Gruppe geltenden Car Policy gibt es unterschiedliche Vorgaben für das Budget abhängig von dem jeweiligen Einsatzzweck: Managementfahrzeuge, Poolfahrzeuge, Vertriebsfahrzeuge und Motivationsfahrzeuge. Als Automobilzulieferer will sich Schaeffler nicht auf einige wenige Marken beschränken, in Deutschland sieht es allerdings so aus, dass der Fuhrpark überwiegend aus europäischen Marken besteht. Auch bei den reinen Motivationsfahrzeugen fällt die Wahl zu 90 Prozent auf ein europäisches Fabrikat.

Eine sehr ausgewogene Mischung des Fuhrparks und eine „gute Wiedervermarktung“ bescheinigt auch Matthias Striegel, Leiter Key Account Deutschland von Arval.

Dass der Fokus bei der Schaeffler-Gruppe auf „Kosten – nicht auf Preisen“ liegt, zeigt sich in der Tatsache, dass die wirtschafliche Gesamtbetrachtung im Vordergrund steht. Sowohl die mit den Automobilisten verhandelten Konditionen, Rahmenverträge und Rabatte als auch die erwähnten Wiedervermarktungs- Möglichkeiten der Fahrzeuge spiegeln sich in günstigen Leasingfaktoren wider.

Schaeffler präzisiert den Aspekt Wirtschaftlichkeit: Im Durchschnitt werden die Pkw 46 bis 47 Monate – etwa 115.000 km gehalten, die Anforderungen an die Fahrzeuge werden regelmäßig an ökonomischen und rationellen Maßstäben ausgerichtet, wobei auch die Emotionen und der Service rund um das Auto nicht vernachlässigt werden.

Dazu trägt u.a. bei, dass zukünftig ausgewählte Personen im Intranet die Fahrzeuge per Arval- Konfigurator zusammenstellen können. An Vorgaben gelten Partikelfilter bei Dieselfahrzeugen, Sicherheitsausstattungen je nach Einsatzzweck wie Navigationsgerät, Freisprecheinrichtung sowie ESP und weitere Technik, die aufgrund der Modellwahl in der Regel Standard sind. Diese Standards sind bereits in der Car Policy berücksichtigt, auch Winterreifen sind bei allen Schaeffler- Fahrzeugen inklusive der Poolfahrzeuge Pflicht.

Der Mitarbeiter als Mensch steht bei der Schaeffler Gruppe im Mittelpunkt, deswegen setzt man viel daran, ihn zu motivieren. Einen Teil dieses Leitmotivs bildet das Firmenfahrzeug, das auch einem ausgewählten Mitarbeiterkreis angeboten und mit Zustimmung des jeweiligen Vorgesetzten und der Personalstelle gewährt wird. Die FAG war in Deutschland eines der ersten Unternehmen, das diese Art der Mitarbeitermotivation angeboten hat. Seit Mai 2005 wurde das Modell auf alle deutschen Unternehmen der Schaeffler-Gruppe ausgeweitet und findet auch regen Zulauf.

Für das Fuhrparkmanagement hat neben der Motivation natürlich die Daten-Transparenz des Leasing- Konzeptes höchste Bedeutung. Sämtliche Prozessabläufe und Berechnungen sind im Intranet abgebildet und anwendbar. Die Kostentransparenz rund um das Fahrzeug auf Knopfdruck ist für Schaeffler enorm wichtig, sowohl im Management als auch für die Mitarbeiter, die Motivationsfahrzeuge nutzen. Schaeffler möchte die Online- Abbildung noch weiter optimiert sehen. Zwar laufen fast alle Standardprozesse bereits automatisiert ab, aber auch darüber hinaus hat Schaeffler mit Arval kreative Lösungen gefunden, um beispielsweise Rechnungen externer Dienstleister einzuspielen. An der betriebseigenen Tankstelle in Herzogenaurach können beispielsweise mit der Tankkarte Dienstfahrzeuge getankt werden, die Daten fließen automatisch in die Statistiken ein.“

Da nicht alle Fahrzeuge über Full Service-Verträge gesteuert werden – das heißt, die Dienstleistungstiefe ist nach Einsatzzweck und Standort gestaffelt – kommen weitere externe Dienstleister zum Zuge, beispielsweise im Reifenservice. Teilweise werden eigene Werkstätten genutzt. Hier sind ebenfalls professionelle Partner am Werk, mit denen sich die Zusammenarbeit nach Empfinden von Arval unkompliziert gestaltet.

Bei vielen der regelmäßigen Gespräche zwischen den Schaeffler-Vertretern und Arval geht es um „Kleinigkeiten, Feinjustierungen“ wie die Anpassung von Auswertungen, Reports, Einarbeitung neuer Prozesse, 1:1 Abbildung in Online-Tools sowie die internationale Thematik. Hier zahlt es sich aus, dass ein langjähriger Partner am Werk ist. Die Ansprechpartner kennen die Geschäftsstruktur und -abläufe. Das sind wichtige Aspekte für beide Seiten. Die Vorteile einer langfristigen Partnerschaft drücken sich unter anderem in der Eingespieltheit aus, in der Ebene der Kommunikation und in der schnellen Umsetzung der Prozesse. Eine weitere Art, höchstprofessionell Ressourcen einzusparen.

 

Schaeffler Gruppe

Weltweit an mehr als 150 Standorten mit rund 632.000 Mitarbeitern in 50 Ländern entwickelt und produziert die Schaeffler Gruppe unter den Hauptmarken INA, FAG und LuK Wälzlager, Gleitlager und Linearführungen für den Maschinenbau sowie Präzisionskomponenten Motorenelemente für die Automobilindustrie. Als Wälzlagerhersteller verfügen INA und FAG über das breiteste Programm aller Wälzlagerlieferanten – beliefert werden mehr als 60 Branchen vom Maschinenbau über Windkraft bis zur Medizintechnik und Luft- und Raumfahrt. Zu den Kunden in der Sparte Automotive zählen alle namhaften Automobilhersteller weltweit. Haupt- Produkte der Marke INA kommen in den Schaeffler Sparten „Automotive“ mit Anwendungen für Motor, Getriebe und Fahrwerk sowie „Industrie“ zum Einsatz. INA verfügt über einzigartiges Know-how in der spanlosen Fertigung von Präzisionsprodukten. Im Industriebereich steuern vier Branchenmanagements für die Bereiche Produktionsmaschinen, Antriebsund Schienenverkehrstechnik, Schwerindustrie und Consumer Products das gemeinsame Geschäft der Marken INA und FAG. Der Hauptsitz der Firmengruppe sowie der Marke INA befindet sich in Herzogenaurach; weitere Hauptstandorte sind Bühl; Baden (LuK) sowie Schweinfurt (FAG).

ARVAL Deutschland

Die ARVAL Deutschland GmbH mit Sitz in Kirchheim bei München ist mit einem Fahrzeugbestand von rund 35.000 Fahrzeugen einer der führenden herstellerunabhängigen Kfz-Leasing-Anbieter und Fuhrparkmanager in Deutschland. Zu den Kunden des 1987 gegründeten Unternehmens, das in Hamburg, Frankfurt und Düsseldorf weitere Niederlassungen unterhält, gehören Großunternehmen wie auch mittelständische Firmen sowie öffentliche Einrichtungen, die Pkw-Flotten und leichte Nutzfahrzeuge einsetzen. Beim Full-Service-Leasing übernimmt ARVAL zusätzliche Dienstleistungen: von Fuhrparkanalyse und Fahrzeugbeschaffung über die bundesweite Zulassung und Auslieferung bis zu Reifenmanagement, Versicherungen, Rechnungsprüfung Sale and Lease Back etc. Als Fuhrparkmanager übernimmt ARVAL auch alle Verwaltungsaufgaben der Fahrzeugflotte. Die internationale Präsenz der Unternehmensgruppe ARVAL ermöglicht, Leasing und Fuhrparkmanagement global anzubieten. www.arval.de