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Weil Europa näher zusammen rückt, engagieren sich viele Unternehmen auch in anderen EU-Ländern. In den Tochtergesellschaften sind ebenfalls Dienstwagen notwendig, doch nur allzu schnell kann ein international tätiges Unternehmen in einem noch uneinheitlichen Leasingmarkt den Überblick über die einzelnen Fuhrparks verlieren. Die Fuhrparkverantwortlichen in den einzelnen Ländern sind meist mit taktischen Aufgaben wie Organisation von Wartung und Kraftstoff ausgelastet – deshalb fehlt häufig ein „strategischer Überbau“. Ein einheitliches Flottenmanagement mit fixen Rahmenbedingungen für die einzelnen Länder kann eine optimale Kontrolle möglich machen. Mit Hilfe eines international aufgestellten Leasing-Dienstleisters können die Fuhrpark- Aktivitäten zentral gesteuert und beobachtet werden. Synergieeffekte sparen vielfach Kosten.

Viele Unterschiede bei Preisen, Services und Geschäftsbedingungen
Trotz fortgeschrittener ökonomischer Harmonisierung in Europa kann noch nicht vom einheitlichen Leasing-Markt gesprochen werden. Zu groß sind die Länder-Unterschiede. Beispiel Fahrzeugbeschaffung: Verschiedene Listenpreise und Nachlässe, kulturelle Faktoren bei Fahrzeugauswahl und -ausstattung, länderspezifische Modelle des Herstellers sowie unterschiedliche Modalitäten für Zulassung, Überführung und Auslieferung erschweren internationale Lösungen. Differierende Leasingformeln, Abschreibungsmodalitäten und Restwerte bilden zusätzliche Hürden für einen einheitlichen internationalen Vertrag. Auch bei Kauf und Zulassung unterscheiden sich viele Länder: Variierende Mehrwertsteuersätze, hubraumoder emissionsabhängige Steuern und Luxussteuern können die Berechnungsgrundlagen für den Leasingvertrag erheblich verändern.

Umsatzsteuern auf Leasingraten, Kraftstoff, Versicherung und Service werden nicht überall in gleichem Umfang erstattet. Auch die Berechnung des geldwerten Vorteils und die Absetzbarkeit von Leasing- und Servicekosten als Betriebsausgaben unterscheiden sich. Außerdem bieten Dienstleister und Lieferanten je Land angepasste Preise, Nachlässe, Arbeits- und Teilekosten.

Globales Reporting gewährt den Überblick
Die Voraussetzungen für eine internationale Lösung sind also nicht gerade die besten. Dabei bietet eine solche Lösung durchaus Vorteile für ein europaweit aufgestelltes Unternehmen: Durch Zentralisierung gehören viele zeit- und kostenintensive Parallel-Aktivitäten der Vergangenheit an. Die Flotte kann europaweit strategisch geführt und vor allem beobachtet werden. Die genannten Vorteile können am besten zusammen mit einem international aufgestellten Fuhrparkmanagement- Spezialisten nutzbar gemacht werden. Er hat das nötige Know-How, die Beratungskompetenz und die erforderlichen Instrumente.

Kalkulations-Hilfen, umfassende Ländervergleiche, Einsparmöglichkeiten
„Bei internationalen Lösungen“, betont Norbert Zumblick, bei der Arval Deutschland GmbH in München verantwortlich für das Ressort Vertrieb/ Marketing, „steht deshalb ein europäischer Rahmenvertrag im Vordergrund. Dieses ‚European Framework Agreement‘, wie es bei uns heißt und angeboten wird, regelt die wichtigsten Parameter wie beispielsweise Zinsen, Refinanzierung und Zahlungsziele.“ Mit einem zentralen Ansprechpartner wird ein Bindeglied zwischen dem obersten Entscheider auf Kundenseite und den Ländergesellschaften des Leasinggebers hergestellt, der den Kunden strategisch berät und die Qualität der Leistungen kontrolliert. Ein professionelles globales Reporting mit Online-Zugriff gewährt regelmäßig den Überblick über die gesamte Fuhrparkentwicklung und die laufenden Kosten. Ein internationaler Fuhrparkanbieter hilft auch mit Kalkulationen und Empfehlungen bei Markenund Fahrzeugwahl. Er fertigt und analysiert umfassende Ländervergleiche. Der Kunde kann so die Aktivitäten in den einzelnen Ländern besser in seine globale Strategie einbinden. In einem weiteren Schritt kann der Dienstleister bei der Erstellung eines globalen Fuhrparkkonzepts Unterstützung anbieten und Einsparpotenziale heben helfen. Die regionalen Niederlassungen des Leasing-Unternehmens fungieren als Ansprechpartner vor Ort für die Erarbeitung und Umsetzung derjenigen Punkte, bei denen weiterhin länderspezifische Besonderheiten bestehen bleiben, meist über eigene Partner-Netzwerke. Regionale Unterschiede können zwar weiter bestehen, aber unter zentraler Strategie und Kontrolle.

Leasinggesellschaft und Kunde gleichermaßen gefordert
Für eine erfolgreiche europäische Flottenlösung müssen sowohl der Kunde, als auch das Flottenmanagement- Unternehmen ihre Beiträge leisten. Der Leasingdienstleister stellt eine europäisch ausgerichtete Organisation und ein internationales Key Account Management bereit. In den europäischen Kernländern sollten eigene Gesellschaften bestehen, die bei der Dienstleistungspalette und bei den Leistungsstandards einheitlich auftreten können. So können Unternehmen auch leichter in den Status von Top-Kunden gelangen. Beim Kunden wiederum müssen die Ländergesellschaften die gemeinsamen Ziele und Vereinbarungen unterstützen und bereit sein, sich auf diesem Gebiet international führen zu lassen. Der entsprechende Entscheider beim Kunden sollte genügend Einfluss auf seine Länder-Gesellschaften haben, um das internationale Fuhrparkmanagement erfolgreich etablieren zu können.