Gegen die Entziehung der Fahrerlaubnis ist die aufschiebende Wirkung nicht wiederherzustellen, wenn zumindest ein einmaliger Konsum von Amphetaminen nachgewiesen ist. Rechtsgrundlage für die Entziehung der Fahrerlaubnis ist § 3 Abs. 1 Satz 1 StVG i. V. m. § 46 Abs. 1 Satz 1 FeV. Danach ist demjenigen die Fahrerlaubnis zu entziehen, der sich als ungeeignet oder nicht befähigt zum Führen von Kraftfahrzeugen erweist. Dies gilt nach § 46 Abs. 1 Satz 2 FeV insbesondere, wenn Erkrankungen oder Mängel nach den Anlagen 4, 5 oder 6 zur FeV vorliegen oder erheblich oder wiederholt gegen verkehrsrechtliche Vorschriften oder Strafgesetze verstoßen wurde und dadurch die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen ausgeschlossen ist. Nach Ziffer 9.1 der erwähnten Anlage 4 zur FeV ist ein Kraftfahrer, der Betäubungsmittel im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes (ausgenommen Cannabis) einnimmt, im Regelfall zum Führen eines Kraftfahrzeuges ungeeignet.

Dies gilt selbst, wenn kein Zusammenhang zwischen dem Konsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges besteht, da Amphetamin als harte Droge zu qualifizieren ist, deren alleiniger Konsum zumindest im Rahmen des einstweiligen Rechtsschutzes eine Vorrangigkeit der öffentlichen Sicherheitsinteressen rechtfertigt.

VG Saarlouis, Beschluss  vom 21.07.2010, Az. 10 L 608/10