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Haftung des Auffahrenden für Frontschaden am vorausfahrenden Fahrzeug

0 2018-09-24 719

Es entspricht der ständigen Rechtsprechung, dass bei Kettenauffahrunfällen hinsichtlich der Verursachung des Frontschadens an dem Fahrzeug, auf das das Fahrzeug des Hintermannes aufgefahren ist, der im Übrigen zulasten des Auffahrenden sprechende Anscheinsbeweis einer schuldhaften Schadensverursachung keine Anwendung findet.

Allerdings besteht in diesen Fällen eine Beweiserleichterung nach § 287 ZPO. Kann der Geschädigte Tatsachen nachweisen, aus denen sich die überwiegende Wahrscheinlichkeit einer Verursachung des Frontschadens durch den Hintermann ergibt, ist mithin ein Aufschieben deutlich wahrscheinlicher als die Möglichkeit, dass der Geschädigte durch sein eigenes Verhalten (Auffahren auf den Vordermann) den Frontschaden an seinem Fahrzeug selbst verursacht hat, ist der Hintermann für den gesamten (Heck- und Front-)Schaden des mittleren Fahrzeugs (mit)verantwortlich. Ist die Verursachung des Frontschadens durch den Auffahrenden nicht weniger wahrscheinlich als die Entstehung des Frontschadens unabhängig vom Heckanstoß, kann der gegen den Auffahrenden begründete Schadensersatzanspruch betreffend den Heckanstoß im Totalschadensfall nach § 287 ZPO durch die quotenmäßige Aufteilung des Gesamtschadens, gemessen am Verhältnis der jeweiligen Reparaturkosten, ermittelt werden. Ist demgegenüber die ursächliche Beteiligung des Hintermannes an dem Frontschaden weniger wahrscheinlich als die Entstehung des Frontschadens unabhängig vom Heckanstoß, haftet der Hintermann nur für den ihm sicher zurechenbaren Heckschaden.

Hiervon ausgehend haftet der Auffahrende im Streitfall auch für den Frontschaden am vorausfahrenden Fahrzeug in vollem Umfang. Denn nach den unangegriffenen Feststellungen des gerichtlichen Sachverständigen wäre es ohne einen zeitlich früheren Anstoß von hinten nicht zu einem Auffahren des angestoßenen Fahrzeugs auf das davor fahrende Fahrzeug gekommen, weshalb auch der Frontschaden an diesem Fahrzeug definitiv allein aus der Erstkollision und aus einer hiermit einhergehenden Beschleunigung bzw. Geschwindigkeitserhöhung des von hinten angestoßenen Fahrzeugs entstanden ist.

LG Saarbrücken, Urteil vom 07.09.2018, Az. 13 S 43/17

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