Das Gespann befand sich nicht bereits in einem Fahrvorgang, sondern fuhr erst aus dem Stand an, ohne der geöffneten Tür bzw. dem rückwärtigen Verkehrsraum die erforderliche Beachtung zu schenken. Diese vorherige Rückversicherung des Gespannfahrers wäre jedoch insbesondere im Hinblick auf die mit dem Betrieb eines Anhängers verbundenen Unsicherheiten hinsichtlich der seitlichen Beweglichkeit zwingend notwendig gewesen und hätte in keinem Fall unterbleiben dürfen. Vor diesem Hintergrund ist eine Haftungsverteilung von 2/3 zu 1/3 zu Lasten des Gespanns gerechtfertigt.

LG Saarbrücken, Urteil vom 09.03.2018, Az. 13 S 158/17