Viele Flottenmanager befürchten nach Rücksprache mit den Hauselektrikern, dass mit der Installation einer Ladeinfrastruktur der Netzanschluss und die Elektroinstallation des Gebäudes aufgerüstet werden müssen. Das ist nicht immer der Fall. Oft kann ein dynamisches Lastmanagement dafür sorgen, dass die Kapazität des Anschlusses zu jedem Zeitpunkt ausreicht. Dabei wird die für die Elektromobilität bereitgestellte Anschlusskapazität dynamisch so definiert, dass sie mit der Auslastung des Hausanschlusses nach oben oder nach unten geregelt wird. 

Das Lastmanagementsystem überwacht über entsprechende Sensoren kontinuierlich die Kapazität des Anschlusses der Anlage – abzüglich einer Sicherheitsreserve. Das System weiß damit, wie viel Kapazität für das Laden von Fahrzeugen zur Verfügung gestellt werden kann. Diese Kapazität wird dann automatisch über eine entsprechende Software für die Anzahl der aktuell an der Ladeinfrastruktur angeschlossenen Fahrzeuge zur Verfügung gestellt.

Die Ladegeschwindigkeit wird dabei rekalibriert: Ist ein Fahrzeug weniger angesteckt, wird die vorhandene Kapazität für andere Fahrzeuge entsprechend höher. So erfolgt für alle verbleibenden E-Autos das Laden schneller. Wenn das Gebäude mehr Strom benötigt, z. B. durch den vollen Einsatz der Klimaanlage, wird die verfügbare Kapazität der Ladestationen an sich und damit die Ladevorgänge entsprechend reduziert.

Das dynamische Lastmanagement von Envision Digital ist unabhängig von den Anbietern von Ladestationen. Es funktioniert durch die kontinuierliche Überwachung der Leistung aller laufenden Ladevorgänge und die gleichzeitige Messung der Gebäudelast und der Gesamtleistung, die vom Stromnetzanschluss bezogen wird. Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz und Internet of Things gewährleistet das Lastmanagement, dass der Hausanschluss nicht überlastet wird und balanciert die Ladeinfrastruktur auch über Ladeboxen verschiedener Hersteller hinweg aus.

Mit einem dynamischen Lastmanagement lässt sich in den meisten Fällen die Anzahl der Ladegeräte um mehr als 80 Prozent erhöhen, ganz ohne Aufrüstung des Netzanschlusses und der Elektroinstallation.

Die Digitalisierung des Ladeprozesses steigert zudem den Komfort der Fahrer. Umständliche Anmeldeprozesse gehören der Vergangenheit an. Fahrer benötigen lediglich eine RFID-Karte oder nutzen eine App – und nach einmaliger Authentifizierung kann der Ladeprozess starten. Ein voll integrierter und automatisierter Abrechnungsprozess fasst die einzelnen Ladestationen zentral zusammen. Alle Ladeprozesse sind jederzeit für die berechtigten Mitarbeitenden einsehbar. Manuelle Prozesse zur Buchung und Erstattung entfallen, der administrative Aufwand für die Buchhaltung verringert sich signifikant.