E-Mobilität bereits 2025 Mainstream?

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 2019 gab es bereits 23 Mal mehr Ladepunkte in Deutschland als sieben Jahre zuvor. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur schreitet also unaufhörlich voran. Die von NewMotion befragten Stakeholder in der Automobilindustrie erwarten, dass Mitte der 2020er Jahre die Kosten pro Kilometer für E-Autos geringer sind als für Verbrenner. Ein wichtiger Aspekt, der der E-Mobilität endgültig zum Durchbruch verhelfen wird. Unternehmensflotten lassen sich so günstiger betreiben, ein wichtiges Argument auch in diesem Bereich auf E-Autos anstatt Verbrenner zu setzen.

Deutschland 2024 Weltmarktführer in der E-Mobilität?

Bereits im Jahr 2024 soll der Anteil deutscher Automobilhersteller am weltweiten E-Automarkt bei 29 Prozent liegen. Damit wäre Deutschland Weltmarktführer vor China. Der steigende Anteil an E-Autos bringt auch hierzulande zahlreiche Herausforderungen mit sich. Eine der größten ist der Ausgleich der Energienetze. Während E-Autos 2014 noch 0,03 Prozent des Energiebedarfs in Europa ausgemacht haben, werden es 2050 bereits 9,5 Prozent sein. Doch nicht nur die steigende Nachfrage wird einen stärkeren Ausgleich der Energienetze erforderlich machen. Je mehr der Strommix aus erneuerbaren Energien besteht, desto größer werden Angebotsschwankungen im Stromnetz.

Es bedarf intelligenter Ladelösungen, die den Energiebedarf für das Laden von E-Autos so verteilen, dass das Stromnetz nicht überlastet wird. Auch die Vehicle-to-Grid- bzw. Vehicle-to-Anything-Technologie (V2G bzw. V2X) kann ihren Teil zum Netzausgleich beitragen. Wird der im Akku eines E-Autos gespeicherte Strom gerade nicht benötigt, kann er ins Netz eingespeist werden und so dazu beitragen, zu nachfragestarken Zeiten den Energiebedarf zu decken.