Für das Closed-Loop-Pilotprojekt erhält Umicore gebrauchte Zellmodule des Audi e-tron, die zunächst aus Entwicklungsfahrzeugen stammen. Daraus gewinnt der Materialtechnologie-Experte Kobalt und Nickel wieder und verarbeitet dieses zu Precursor- und Kathodenmaterial. Aus diesen Materialien können neue Batteriezellen hergestellt werden, die recyceltes Kobalt und Nickel enthalten. Audi beschäftigt sich bereits seit Beginn der Entwicklung seines ersten vollelektrischen Elektroautos auch mit dem Recycling des Fahrzeugs. Das Unternehmen hat den Anspruch, ressourceneffizient zu wirtschaften und denkt bewusst in alle Richtungen. Perspektivisch sollen weitere Recyclingkompetenzen aufgebaut werden.

„Ein geschlossener Kreislauf für Batterie-Rohstoffe ist technologisch ein großer Sprung. Wir sparen wertvolle Ressourcen und reduzieren CO₂-Emissionen. Damit kommen wir unserem Ziel einer nachhaltigen Lieferkette deutlich näher und erreichen einen Meilenstein auf dem Weg, bis zum Jahr 2050 gesamthaft bilanziell CO₂-neutral zu arbeiten.“ sagt Dr. Bernd Martens, Audi-Vorstand für Beschaffung und IT. „Es ist unser Anspruch, Nachhaltigkeit ganzheitlich zu denken. Das schließt die Beschäftigung mit dem sogenannten „end of life“ ebenso ein wie eine ressourcenschonende Entwicklung unserer Produkte.“ Marc Grynberg, CEO von Umicore, sagt: „Umicore setzt sich dafür ein, den Übergang zur elektrifizierten Mobilität zu ermöglichen. Innovative Technologien, verantwortungsbewusstes Beschaffen und das Schließen des Materialkreislaufs werden zu einer sauberen Mobilität führen. Dieses Projekt mit Audi ist Vorreiter bei der Entwicklung einer nachhaltigen Lieferkette für den elektrifizierten Verkehr.“

 

*Verbrauchsangaben der genannten Modelle

Audi e-tron: Stromverbrauch kombiniert in kWh/100 km: 24,3 - 20,6; CO₂-Emissionen kombiniert in g/km: 0

(Angaben zu den Kraftstoff-/Stromverbräuchen und CO₂-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit von der gewählten Ausstattung des Fahrzeugs.)