Ziel des durch den Freistaat Bayern geförderten Hochschulprojektes war es zunächst herauszufinden, ob Elektromobilität in ländlichen Regionen und bei schwierigen Wetterbedingungen funktionieren kann. Beim Start konzentrierte sich E-WALD auf die Landkreise Cham, Deggendorf, Freyung-Grafenau, Passau, Regen und Straubing-Bogen, und errichtete dort in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen Ladestationen. Neben dem Betrieb der Ladestationen entwickelte sich ein bis heute erfolgreiches Geschäftsmodell – eCarsharing. Die Möglichkeit, flexibel und nachhaltig mobil zu sein, überzeugt die Nutzer*innen bis heute, das Angebot zu nutzen. Zwar wurde in den ersten Jahren des Forschungsprojekts vor allem die Elektrifizierung des Bayerischen Waldes vorangetrieben. Doch wurden zugleich auch Projekte außerhalb Bayerns entwickelt und zielstrebig der heute bundesweite Rollout von Ladestationen und eCarsharing-Fahrzeugen aufgebaut.

Raus aus der Hochschule, rein in die Welt

Ende des Jahres 2016 wurde das vom bayrischen Wirtschaftsministerium geförderte Projekt erfolgreich abgeschlossen und das Team konzentrierte sich auf die Entwicklung der Projektgesellschaft in ein Wirtschaftsunternehmen. Die langjährige Erfahrung rund um Ladesäule, E-Autos sowie der zunehmenden gesetzlichen sowie technischen Regulierungen machten das junge Unternehmen schon früh zu einem gefragten Ansprechpartner für Elektromobilität. Auf diese Expertise wurde im Jahr 2019 Statkraft, Europas größter Erzeuger Erneuerbarer Energien, aufmerksam. Die Akquirierung durch den norwegischen Energiekonzern bot die nötigen Ressourcen, um auch große Projekte umzusetzen. So wurden beispielsweise Ausschreibungen von Tank & Rast an der deutschen Autobahn und McDonald’s Österreich gewonnen – nicht zuletzt auf Grund eines sehr engagierten Teams.

Im Jahr 2021 wurde aus E-WALD schließlich die Mer Germany GmbH und damit Teil von Statkrafts Elektromobilitätssparte der Mer Gruppe.

„Als E-WALD im Jahr 2012 gegründet wurde, hat uns vor allem unsere Vision, Mobilität nachhaltiger zu gestalten, angetrieben. Dass sich daraus eine mittlerweile zehnjährige Erfolgsgeschichte entwickelt hat und wir jeden Tag daran arbeiten können, unsere Vision zum Leben zu erwecken, hätten wir uns damals nicht träumen lassen“, so Otto Loserth, Geschäftsführer bei Mer Germany.

„Elektromobilität leichter zugänglich zu machen ist auch heute noch wichtiger Bestandteil unserer DNA als Mer Germany“, ergänzt Geschäftsführer Anton Achatz. „Das schaffen wir durch unseren ineinandergreifenden Baukasten, der ein kundenorientiertes und innovatives Angebot aus Mobilitäts- und Ladeinfrastrukturlösungen bereitstellt. Dazu zählt für uns seit jeher, dass an den von uns betriebenen Ladesäulen ausschließlich Ökostrom fließt“.