ChargePoint und EVBox, zwei der weltweit führenden Ladenetzwerke für Elektrofahrzeuge (EVs), gehen eine Roaming-Vereinbarung ein. Diese ermöglicht es den Fahrern von EVs, zwischen Netzwerken zu wechseln, wodurch der Ladevorgang einfacher denn je wird. Ab Januar 2019 können EV-Fahrer in Europa und Nordamerika in den Netzen von ChargePoint und EVBox nahtlos roamen. Dank der Vereinbarung ist keine Registrierung bei mehreren Konten mehr nötig und den Fahrern entstehen beim Roaming keine zusätzlichen Gebühren.

Globale Partnerschaft zum Ausbau der Elektromobilität

Diese Partnerschaft ist die erste globale Vereinbarung, die das Roaming zwischen EV-Ladenetzen ermöglicht. Sie unterstreicht das gemeinsame Engagement der Unternehmen, offene und für alle zugängliche Netzwerke anzubieten. Gemeinsam ermöglichen die Unternehmen EV-Fahrern aus aller Welt Zugang zu Zehntausenden von Ladepunkten auf beiden Kontinenten.

Diese Nachricht folgt im Nachgang zum Global Climate Action Summit, bei dem beide Unternehmen die Verpflichtung eingegangen sind, in den nächsten sieben Jahren den Ausbau ihrer Netzwerke intensiv voranzutreiben. So haben sich ChargePoint und EVBox gemeinsam verpflichtet, ihre globalen Netzwerke bis 2025 auf 3,5 Millionen Ladestellen auszuweiten, um die Masseneinführung der Elektromobilität zu beschleunigen und die Treibhausgasemissionen weltweit erheblich zu reduzieren. Diese Vereinbarung ist ein weiterer Meilenstein für das gemeinsame Ziel von ChargePoint und EVBox, den Übergang zu einer emissionsfreien, effizienten und nachhaltigen Welt zu ermöglichen.

„Wir befinden uns am Wendepunkt einer Revolution im Transportwesen. Diese Vereinbarung unterstreicht unser Engagement, Ladelösungen überall dort anzubieten, wo EV-Fahrer unterwegs sind. Dazu verbessern wir den Zugang zu weit verbreiteten Ladelösungen, was für den Start des nächsten Kapitels der Mobilität von entscheidender Bedeutung ist“, sagt Pasquale Romano, Präsident und CEO von ChargePoint, Inc. „Diese Vereinbarung unterstreicht die Philosophie des offenen Netzwerks von ChargePoint und unser Engagement für den Aufbau eines allgegenwärtigen Ladenetzes, das mehr Fahrer überzeugen und den Übergang zur emissionsfreien Mobilität in großem Maßstab unterstützen wird. Wir freuen uns darauf, weiterhin strategische Partnerschaften mit Unternehmen wie EVBox einzugehen, die das gleiche Ziel verfolgen wie wir: den Weg in eine vollelektrische Zukunft auf globaler Ebene zu ebnen.“

„Weltweit werden Millionen von Elektrofahrzeugen verfügbar sein, was eine globale Ladeinfrastruktur notwendig macht. Damit das funktioniert, ist ein auf offenen Standards basierendes Netzwerk eine absolute Vorbedingung. Deshalb freuen wir uns, diese historische Vereinbarung mit ChargePoint getroffen zu haben. Unsere globale Roaming-Vereinbarung ist die bisher größte und wird das Fahren und Laden von Elektrofahrzeugen weltweit einfacher und komfortabler machen. Ich hoffe sehr, dass auch andere Anbieter und Betreiber dazu angeregt werden, ähnliche Partnerschaften und Vereinbarungen einzugehen. Vor einigen Wochen nahm ich am Klimagipfel in San Francisco teil, wo wir alle an die Bedeutung der Zusammenarbeit im Kampf gegen den Klimawandel erinnert wurden. Die Roaming-Vereinbarung ist ein weiterer wichtiger Schritt, der uns diesem ehrgeizigen Ziel näherbringt“, sagt Kristof Vereenooghe, CEO von EVBox.

Die Vereinbarung beruht auf dem offenen Protokoll OCPI

Diese Vereinbarung wird den Fahrern und der gesamten EV-Industrie zugutekommen, da sie den Zugang zu wichtigen Ladelösungen verbessert und ein nahtloses Erlebnis für EV-Fahrer schafft. Je mehr EV-Lösungen dem Fahrer zur Verfügung stehen, desto komfortabler wird die Elektromobilität, was dazu beiträgt, dass mehr Fahrer den Wechsel wagen. Die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit ist ein wichtiger Bestandteil für die Masseneinführung von Elektromobilität, um EV-Fahrer zu unterstützen und eine Revolution der Mobilität auszulösen. 

Diese Roaming-Vereinbarung basiert auf dem Open Charge Point Interface (OCPI)-Protokoll. OCPI ist ein unabhängiges, offenes Protokoll, über das Netzbetreiber wichtige Informationen austauschen können, die für die Bereitstellung von Roaming-Diensten erforderlich sind. Dies bietet den EV-Fahrern eine Reihe von Vorteilen: 

  • Bessere Informationen über den Status (Verfügbarkeit und Standort) der Ladestationen
  • Besserer Einblick in die Kosten vor, während und nach dem Laden, bei gleichzeitigem Schutz der Fahrerdaten
  • Größeres Netz von Ladestationen
  • Eine einzige Schnittstelle für die (internationale) Direktzahlung an den Ladepunkten