Der Geschädigte kann nach einem Verkehrsunfall den zur Schadensbeseitigung erforderlichen Herstellungsaufwand gemäß § 249 BGB ersetzt verlangen. Vorliegend hat der Geschädigte den Reparaturauftrag gemäß Sachverständigengutachten erteilt. In dem Gutachten sind ebenfalls Kosten für Reinigungsarbeiten nach der Lackierung sowie für eine Probefahrt enthalten. Entsprechend dem Gutachten hat die Werkstatt dann auch abgerechnet. Es bestand daher aus Sicht des Geschädigten kein Zweifel an der Richtigkeit der Abrechnung. Soweit hier evtl. zu hoch abgerechnet wurde, trägt der Schädiger das sog. Werkstattrisiko, wobei aber vorliegend auch aus Sicht des Gerichts keine Zweifel an der Erforderlichkeit der abgerechneten Positionen Reinigungsarbeiten und Probefahrt bestehen.

AG Buxtehude, Urteil vom 11.03.2021, Az. 31 C 529/20