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Volvo baut den Nachfolger seiner sportlichen Limousine S60 jetzt in den USA und verschifft ihn von dort aus in alle Welt Foto © Volvo
Der Innenraum des S60 ist bekannt hochwertig und mit dem Hochkant-Monitor eingerichtet Foto © Volvo
er viertürige S60 orientiert sich weitgehend am bereits erhältlichen V60, verzichtet als erstes Modell der Schweden jedoch auf einen Dieselmotor. Foto © Volvo
Als er im neu eröffneten Volvo-Werk in der Nähe von Charleston in South-Carolina erstmals die Hüllen fallen ließ, stand da ein recht flacher Viertürer im typischen heutigen Schweden-Look, mit glatten Formen, einer ausgeprägt angriffslustigen Front und eine Foto © Volvo

Amerikanischer Schwede

0 2018-06-21 819

Zuerst der Kombi, dann die Limousine. Mit dem V60 und dem S60 verfährt Volvo anders als gewöhnlich. Zudem wird der neue S60 ab sofort in Amerika hergestellt. 

Mal etwas anderes wagen. Erst die Limousine, dann der Kombi, so machen es die Automobilhersteller normalerweise. Volvo stellt die alte Regel jetzt auf den Kopf. Während der fünftürige V60 demnächst in den deutschen Schaufenstern steht, müssen Fans der Limousine mit Buchstaben „S“ noch ein Jahr warten. Voraussichtlich im Frühsommer 2019 kommt der S60 nach Deutschland, die Limousine dürfte rund 1.500 bis 2.000 Euro günstiger sein als der Kombi. Das spricht für einen Einstieg knapp oberhalb von 40.000 Euro.

Doch nachvollziehbar ist der späte Start aus Volvo-Sicht schon, da das Mittelklasse-Stufenheck hier in den letzten Jahren immer weniger Freunde fand. Dabei begründeten die vielen Vorgänger des Viertürers einst den legendären Ruf der schwedischen Marke. Der eckige Volvo 240 stand ebenso wie der größere 740 zwar nicht für ausgeprägte Sportlichkeit, aber stets für Stabilität, Sicherheit aus Schwedenstahl und üppiges Platzangebot. So erlangte er seinerzeit den Ruf, das bevorzugte Fortbewegungsmittel für vernunftbetonte, aber eher dröge Lehrer und Uni-Professoren zu sein. Als Volvo spätestens mit dem ersten S60 den Sportsgeist entdeckte, sprang diese Art der Kundschaft nach und nach ab.

Ab jetzt ist der S60 auch noch ein Ami. Als er im neu eröffneten Volvo-Werk in der Nähe von Charleston in South-Carolina erstmals die Hüllen fallen lässt, steht da ein recht flacher Viertürer im typischen heutigen Schweden-Look, mit glatten Formen, einer ausgeprägt angriffslustigen Front und einem eleganten Heck. Der kleine Bruder des noblen S90 soll die Erz-Rivalen von Mercedes und BMW da attackieren, wo es richtig weh tut.  Im Fadenkreuz stehen C-Klasse oder 3er-BMW. Und mit denen ist der Volvo durchaus auf Augenhöhe.

Der Innenraum mit dem Hochkant-Monitor ist schon aus anderen Volvo-Modellen bekannt. Er macht viele der anderswo üblichen Schalter und Knöpfe überflüssig, werden doch wichtige Funktionen per Fingerdruck erledigt. Je nach Ausstattung schmeichelt rundum edles Leder, oft gepaart mit Attributen aus diversen noblen Materialien. Gut, dass noch nicht über Preise gesprochen wird, aber da kommt auf die Limousinen-Käufer sicher einiges zu. Je nach Ausstattung sind auch die hochgelobten Assistenzsysteme zahlreich an Bord. Darunter ein System, das Frontalunfälle mit einem entgegenkommenden Fahrzeug abmildert.

Das Motoren-Angebot ist ebenso überschaubar wie potent, beginnt es doch erst bei 184 kW/250 PS und reicht bis 233 kW/318 PS. Alles Vierzylinder mit zwei Litern Hubraum, aber eben in verschiedenen Leistungsstufen und Antriebsarten (Front- und Allradantrieb). Drei Versionen sind mit einem 65 kW/87 PS starken Elektromotor kombiniert, dessen Batterie an der Steckdose geladen werden kann. Stehen beim Kombi V60 noch zwei Dieselmotoren zur Wahl, suchen künftige S60-Käufer vergeblich nach einem Selbstzünder. Aus und vorbei für den Diesel, die Schweden machen also wirklich ernst.

Volvo-Präsident Håkan Samuelsson erwähnt das D-Wort in seiner Geburtstagsrede für den S60 mit keiner Silbe, spricht dagegen von der fortschreitenden Elektrifizierung aller Volvo-Modelle mit reinen Stromern und Plug-in-Versionen. Das andere Reizthema der Branche aber ist allgegenwärtig, der US-Präsident schwebt mit seinen Zoll-Eskapaden virtuell über der Festgemeinde in der leergeräumten Fabrikhalle, wo ab Herbst die Produktion des S60 startet. Ihm wird womöglich berichtet werden, wie der schwedische Vorstandschef vehement den weltweiten freien Handel verteidigt, sogar weltweiten Nulltarif beim Thema Zölle fordert.

Schließlich wollen die Schweden weiter Autos in die USA einführen, sind also als EU-Land von möglichen Strafzöllen bedroht. In gleicher Zahl aber wollen sie von Charleston aus den Weltmarkt zunächst mit dem S60, später mit der Neuauflage des großen SUV XC90 beliefern. Sollten andere Länder als Reaktion auf Trump ihrerseits mit Strafzöllen reagieren, säße Volvo zwischen allen Stühlen. Denn dann würde der S60 in Deutschland, aber auch im ursprünglichen Heimatland Schweden teurer werden. Da geht es Volvo nicht anders als den BMW-Kollegen, die im drei Autostunden entfernten Spartanburg ihr größtes Werk weltweit betreiben. Die Bayern sind mittlerweile der größte Auto-Exporteur der USA. (Peter Maahn/SP-X)

Volvo S60 T5 - vorläufige technische Daten für Europa:
Viertürige Limousine mit fünf Sitzplätzen, Länge: 4,77 Meter, Breite (mit Außenspiegeln): 2,04 Meter, Höhe: 1,43 Meter, Radstand: 2,87 Meter, Kofferraumvolumen: 442 Liter, Leergewicht: ab 1.680 kg.
2,0-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner, 184 kW/250 PS, maximales Drehmoment: 350 Nm bei 1.800-4.800 U/min. Achtgang-Automatikgetriebe, Frontantrieb, Vmax: 230 km/h, 0-100 km/h in 6,5 s, Normverbrauch (nach WLTP): 7,2 l/100 km, CO2-Ausstoß: 164 g/km, Abgasnorm: EU 6d-temp.

Weitere Motorisierungen:
Volvo S60 T6 AWD: 2,0-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor mit Turbolader und Kompressor, 228 kW/310 PS, maximales Drehmoment: 400 Nm bei 2.200-5.100 U/min. Achtgang-Automatikgetriebe, Allradantrieb, Vmax: 250 km/h, 0-100 km/h in 5,6 s, Normverbrauch (nach WLTP): 8,0 l/100 km, CO2-Ausstoß: 182 g/km, EU 6d-temp.
Volvo S60 T6 AWD Plug-In-Hybrid: 2,0-Vierzylinder-Benzinmotor mit Turbolader und Kompressor plus Elektromotor, 250 kW/340 PS. Weitere Daten noch nicht bekannt.

Volvo S60 T8 AWD: 2,0-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor mit Turbolader und Kompressor plus Elektromotor, 223 kW/303 PS + 65 kW/87 PS, maximales Drehmoment: 400 Nm bei 2.200-4.800 U/min. Achtgang-Automatikgetriebe, Allradantrieb. Vmax: 250 km/h, 0-100 km/h in 4,9 sec., Normverbrauch (nach WLTP): ab 2,1 l/100 km, CO2-Ausstoß: ab 48 g/km, EU 6d-TEMP

Volvo S60 T8 Polestar: Vierzylinder-Benzinmotor mit Turbolader und Kompressor plus Elektromotor. 1.969 ccm, 233 kW/318 PS + 65 kW/87 PS, maximales Drehmoment: 400 Nm bei 2.200-4.800 U/min. Achtgang-Automatikgetriebe, Frontantrieb. Vmax: 250 km/h, 0-100 km/h in 4,9 sec., Normverbrauch (nach WLTP): ab 2,1 l/100 km, CO2-Ausstoß: ab 48 g/km, EU 6d-TEMP
Alle Preise stehen noch nicht fest

Sondermodelle IQ-Drive

0 2019-01-14 45

VW legt eine neue Sondermodell-Familie namens IQ-Drive auf. Neben vielen Extras gibt es Preisvorteile. Die Baureihen Up, Polo, Golf, Tiguan, T-Roc, Touran und Sharan warten dabei unter anderem mit speziell designten Sitzbezügen und Leichtmetallrädern sowie abgedunkelte Seiten- und Heckscheiben auf.

Erstmals in Europa

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Lexus will mit dem komfortablen ES bei der Business-Kundschaft durchstarten. Der ES wird nur als Hybrid angeboten, der Einstiegspreis liegt bei 48.200 Euro. Erhältlich ist die siebte Generation des Modells ab Mitte Januar.

Hybrid-RAV4 bald beim Händler

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Ende Januar kommt die Hybrid-Variante des Toyota RAV4 auf den Markt. Ab 33.000 Euro ist sie dann erhältlich. Die Japaner verzichten ausdrücklich auf einen Dieselmotor beim Kompakt-SUV.

Ab sofort bestellbar

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Der neu aufgelegte Mazda3 kommt am 22. März in den Handel. Der Einstiegspreis liegt bei rund 23.000 Euro, die Japaner starten dabei mit der fünftürigen Steilheckversion. Einstiegsmotor ist der 90 kW/122 PS starke Zweiliter-Benziner Skyactiv G mit Mildhybridsystem und manuellem Sechsgang-Schaltgetriebe. Als Alternative ist ein 1,8-Liter-Dieselmotor mit 85 kW/116 PS ab 25.300 Euro erhältlich.

EQC macht den Anfang

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Mercedes-Benz startet seine Elektrooffensive und will mit seiner Submarke EQ in den nächsten vier Jahren sieben Elektromodelle auf die Straße bringen. Das Investitionsvolumen beläuft sich dabei auf beachtliche zehn Milliarden Euro. Mit dem EQC kommt im Sommer das erste der sieben Modelle zu den Händlern.

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