Durch Telematik erhobene Daten erlauben es, die tatsächlichen Betriebskosten einer Flotte genauer zu erfassen und diese mit der Budgetierung abzugleichen. Das kann Unstimmigkeiten aufdecken und Einsparpotentiale ans Licht bringen. Moderne Lösungen erlauben sogar die direkte Integration von Tankkartendaten, um die Kostenerfassung noch einfacher zu machen.

Versicherungskosten senken mit Risikomanagement

Telematiklösungen können dabei helfen, das Verhalten von Fahrern besser im Auge zu behalten. So können etwa nach Unfällen Fahrzeugdaten ausgewertet werden, um nach Ursachen zu suchen und Risiken abzuwägen. Jeder Flottenmanager muss bestimmte Kosten für Unfälle und anschließende Reparaturen einkalkulieren. Aufbauend auf diesen Schätzungen werden anschließend die Versicherungsprämien berechnet. Mit Vehicle-Tracking-Technologie ist es jedoch möglich, die Prämien anhand von Echtzeit-Daten, statt Schätzungen zu bestimmen. Dadurch die können die Beiträge sinken.

Erhöht sich die Fahrsicherheit durch den Einsatz von Telematik und sinken die Unfallzahlen dadurch, lässt sich das als weiterer Aspekt gegenüber dem Versicherer geltend machen. Außerdem lässt sich aus den Telematikdaten ein detaillierter Report erstellen, der Rückschlüsse auf den Unfallhergang ermöglicht. Das kann dabei helfen, Verantwortlichkeiten zu klären und im Zweifel die eigenen Fahrer zu entlasten.

Wartung auf den tatsächlichen Bedarf abstimmen

Um die Verwaltung zu vereinfachen werden Wartungsintervalle oft einfach nach gewissen Zeitabständen definiert, beispielsweise (halb-) jährlicher Ölwechsel. Diese Planung berücksichtigt aber nicht, dass nicht alle Fahrzeuge gleich beansprucht werden. So kann es leicht zu eigentlich unnötigen Wartungsarbeiten kommen. Durch die Nutzung von Telematikdiensten lässt sich die Wartung genauer und bedarfsgerechter planen, womit unnötige Ausgaben eingespart werden können.

Außerdem kann Telematik dabei helfen, Fahrverhalten aufzudecken, das übermäßigen Verschleiß begünstigt. Die Daten können dazu genutzt werden, mit den entsprechenden Fahrern in Kontakt zu treten und sie auf ökonomischere Fahrweisen hinzuweisen. Dadurch lässt sich etwa der Verschleiß von Bremsscheiben oder Reifen verringern.

Treibstoffverbrauch reduzieren

Kraftstoff verursacht einen großen Teil der laufenden Kosten im Flottenmanagement. Verständlich, dass Unternehmen diesen möglichst gering halten wollen. Dem entgegen stehen jedoch oft Gewohnheiten von Fahrern. Dazu gehört, Fahrzeuge auch bei längeren Standzeiten im Leerlauf laufen zu lassen. Neben dem unnötigen Spritverbrauch steigen dadurch auch die Betriebsstunden der Motoren, ohne einen Wert zu erwirtschaften. Moderne Flottenmanagement-Software kann auch dabei helfen, Leerlaufzeiten von Fahrzeugen zu erfassen und Vorgaben dafür zu definieren, wann Fahrer die Zündung ausschalten müssen. Um sie daran zu erinnern, können auch automatische Benachrichtigungen aktiviert werden.

An- und Verkauf besser koordinieren

Jedes Fahrzeug hat eine effektive Nutzungszeit, die der Flottenmanager definiert. Üblicherweise bemisst sich diese nach einem fixen Zeitraum, nachdem die Fahrzeuge weiterverkauft werden. Dadurch kann es aber dazu kommen, dass weniger beanspruchte Fahrzeuge verkauft werden, obwohl sie noch produktiv sind. Anstatt der Abschreibung über die Zeit lassen sich mit Telematiklösungen differenziertere Modelle umsetzen. Als Maßstab der Produktivität eines Fahrzeugs können hierbei etwa die Laufleistung oder die Motorbetriebsstunden dienen. Zudem kann die moderne Software für eine Reduktion des Verschleißes sorgen, was den Wiederverkaufswert erhöht. 

Fazit

Flottenmanager können Telematik nutzen, um Flottenkosten im Zusammenhang mit dem Risikomanagement, der Wartungsplanung, der Reduzierung des Treibstoffverbrauchs und vielem mehr in den Griff zu bekommen. Dank moderner Software und intuitiven Plattformen ist die Handhabung sehr einfach und man hat direkt anschauliche Ergebnisse zur Hand.