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Plug-in-Hybrid für den BMW 3er

0 2019-08-16 798

Als BMW 330e steht die jüngste Teilzeit-Stromer-Generation für mindestens 51.550 Euro beim Händler. Im Preis dabei sind Extras wie die volldigitalen Instrumente mit Hybrid-spezifischen Anzeigen oder das große Infotainment-System mit Online-Zugang und Sprachassistent, außerdem darf man 3.000 Euro Umwelt-Prämie abziehen und der BMW bekommt ein E-Kennzeichen, mit dem unter anderem in vielen Städten das Parken kostenlos ist.

Beim Vorgänger-3er-PHEV setzte BMW anfangs noch auf einen Reihensechszylinder als Hybrid-Basis, 2016 folgte der Wechsel auf einen Vierzylinder. Diesem Konzept bleiben die Münchner bei der Neuauflage treu, der PHEV kombiniert einen Zweiliter-Benziner mit einem Elektro-Motor. Der Verbrenner steuert 135 kW/184 PS und 300 Newtonmeter Drehmoment bei, vom E-Antrieb kommen 83 kW/113 PS und nochmal 265 Newtonmeter, die naturgemäß aus dem Stand weg voll zur Verfügung stehen. Macht in Summe: 185 kW/252 PS und 400 System-Newtonmeter. Damit ist allerdings das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht: Der sogenannte XtraBoost im Sport-Modus oder beim Kick-Down holt sogar 215 kW/292 PS aus dem Doppelherz-Antrieb – allerdings nur für rund zehn Sekunden. 

Nicht nur wenn der Extra-Schub aktiviert wird, lässt der 330e keinen Zweifel daran aufkommen, dass ein Plug-in-Hybrid ausgesprochen sportlich sein kann. 5,9 Sekunden von Null auf 100, knackige Zwischensprints und bis zu 230 km/h sorgen für jede Menge Fahrspaß. Vor allem beim flotten Rausbeschleunigen aus der Kurve spielt der E-Motor seinen Trumpf aus und schiebt den 3er nachdrücklich an, ohne dass der Benziner überanstrengt wird. Das markentypisch dynamisch abgestimmte Fahrwerk kommt auch mit den rund 1,8 Tonnen Leergewicht problemlos klar; ein M340i mit Sechszylinder und Allradantrieb bringt schließlich kaum weniger auf die Waage.

Verglichen mit den anderen Vierzylinder-3ern, von denen sich der 330e optisch kaum unterscheidet, wiegt der PHEV allerdings rund 200 Kilogramm mehr, die vor allen auf das Konto der Batterie gehen. Die ist gegenüber dem bereits ab rund 44.000 Euro erhältlichen Vorgänger um fast die Hälfte auf zwölf Kilowattstunden Kapazität angewachsen. Während die Ingenieure den Elektro-Motor platzsparend im Achtgang-Automatik-Getriebe untergebracht haben, macht sich der Akku recht breit: Er ist unter der Fond-Sitzbank montiert, ragt aber in den Kofferraum hinein. Der Stauraum sinkt dadurch merklich von 480 auf 375 Liter. Immerhin: Die Rückbank bleibt weiterhin dreigeteilt umklappbar und dank eines doppelten Ladebodens lässt sich trotz der Akku-Stufe eine ebene Fläche herstellen. Wer mehr Platz braucht, muss sich noch ein wenig in Geduld üben, der Hybrid-Kombi 330e Touring kommt erst im Sommer 2020.

Wie weit man mit der gespeicherten Energie stromern kann, hängt - wie beim Benzin - freilich vom Fahrstil ab. Wer die rein elektrisch möglichen 140 km/h ausreizt oder sich an jeder Ampel mit einem Kavalierstart in die straffen Sitze drücken lässt, dürfte die versprochenen 66 Kilometer wohl kaum erreichen. Rund 50 Kilometer sollten bei gemäßigter Fahrt aber möglich sein, ehe der 330e wieder an die Steckdose muss. Eine Komplett-Ladung dauert an der 3,7-kW-Wallbox knapp dreieinhalb Stunden, schon eine Stunde eher soll der Akku zu 80 Prozent gefüllt sein. Wer eine öffentliche Ladestation ansteuert, wird vom Navigationssystem nicht nur hin gelotst, sondern bekommt gleich noch Tipps zu nahegelegenen Cafés und Sehenswürdigkeiten, um sich die Zeit zu vertreiben. Zukünftig soll man über das BMW-Infotainmentsystem eine Ladesäule außerdem für einen kurzen Zeitraum reservieren können, damit auf jeden Fall ein Stecker frei ist.

Die meisten 330e-Fahrer werden ihren Hybrid aber wahrscheinlich abends zuhause laden. Am Haushaltsstrom vergehen zwar fast sechs Stunden für eine Vollladung, doch über Nacht ist das Auftanken kein Problem und am nächsten Morgen kann man wieder problemlos seine alltäglichen Fahrten zurücklegen; die sind erwiesenermaßen selten länger als 50 Kilometer. Wessen Fahrprofil nur ab und an längere Strecken vorsieht, kann mit dem 3er tatsächlich eine ganze Weile ohne einen Tropfen Benzin zu verbrauchen fahren. Dass der Spritkonsum aber, wenn beide Motoren zusammenarbeiten, bei unter zwei Liter liegen soll, ist ein Rechentrick. Fünf bis sechs Liter muss man im Hybrid-Modus schon rechnen, schließlich verleitet der 330e immer wieder zum Gas geben und zu einer flotteren Gangart.

Superb mit Stecker

0 2019-09-15 116

Da soll noch einer sagen man könne auf der Langstrecke nicht auch sparsam unterwegs sein: Skoda bietet ab Oktober sein Flaggschiff Superb auch als Plug-in-Hybrid an. In Limousine und Kombi arbeitet eine Kombination aus 1,4-Liter-Benziner und Elektromotor, die gemeinsam 160 kW/218 PS leisten. Der Antrieb soll eine E-Reichweite von 56 Kilometern (WLTP) bieten, der CO2-Ausstoß liegt laut Hersteller unterhalb von 38 Gramm pro Kilometer. Die Preise beginnen bei 41.600 Euro.

Mazdas Crossover

0 2019-09-15 113

Wem beim CX-3 etwas Stauraum fehlt, aber auch nicht auf den großen CX-5 umsteigen will, kann jetzt geholfen werden: Mazda schließt die Lücke zwischen den beiden SUV-Modellen mit einem Crossover. Der sogenannte CX-30 steht mit seinen 4,40 Meter ab Ende September zu Preisen ab 24.290 Euro beim Händler.

Flott... flotter... 3er Touring

0 2019-09-15 95

Während viele IAA-Messebesucher auf dem BMW-Stand den neuen 3er Touring, der hier seine Messepremiere feierte, genaustens unter die Lupe nahmen, konnten sich PS-Freunde schräg gegenüber beim Kleinstserienhersteller Alpina gleich mit einer fahrdynamisch verfeinerten Variante vertraut machen. Der B3 Touring bietet zwar keine technischen Überraschungen, dafür jedoch Leistung satt.

Allradantrieb für den Einstiegs-Neunelfer

0 2019-09-15 127

Bislang musste man auf einen Allradantrieb verzichten, wenn man den Porsche 911 in der "Einstiegs-Variante" und nicht als S-Variante bestellte. Ab Oktober sind Coupé und Cabrio aber auch als Carrera 4 zu haben, samt 3,0-Liter-Sechszylinder-Boxerbenziner mit 283 kW/385 PS Leistung. Die Kraftübertragung auf beide Achsen übernimmt ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe. Als Höchstgeschwindigkeit gibt der Hersteller 291 km/h an (Cabrio: 289 km/h), der Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 dauert 4,2 Sekunden (4,4 Sekunden). Die Preise für das Coupé starten bei 112.509 Euro, das Cabrio kostet ab 126.789 Euro – und liegen damit jeweils knapp 8.000 Euro über denen der Heckantriebs-Varianten.

Stromer so weit das Auge reicht

0 2019-09-15 95

Wer sich bisher noch kein eigenes Bild machen konnte, dem sei gesagt, dass die Elektromobilität nun angekommen ist, zumindest erweckt die diesjährige IAA diesen Eindruck. Kaum ein Hersteller lässt sich auf der einst wichtigsten Automobilausstellung ohne Elektrofahrzeug blicken, auch wenn es vielleicht "nur" ein Hybrid ist. Aber was davon steht bald bei den Händlern und zu welchem Preis?

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