v. li. n. re. Jürgen Titz, Miriam Berle, Dr. Till Kreiler, Dr. Uwe Clausen, Kerstin Flötner, Dr. Tobias Nickel

Mobilität neu gedacht!

„Es gibt keinen Zweifel daran, dass sich in den nächsten Jahren in Sachen Fortbewegung einiges ändern wird. Unserer Meinung nach wird das autonome Fahren kommen. Die Frage ist nur wann.“ Mit diesen Worten brachte es Jürgen Titz, Group Managing Director DACH bei Goodyear, am Anfang der ThinkGoodMobility-Veranstaltung im Januar 2017 in München auf den Punkt. Die Automobilbranche und mit ihr die Art des Individualverkehrs steht vor einem tief greifenden Wandel. Doch was haben Reifenhersteller mit dieser Entwicklung zu tun? Einiges, wenn es nach den Veranstaltern geht ...

Egal ob wir in Zukunft elektrisch, autonom oder nur noch mit einem Sharingfahrzeug unterwegs sind, werden Reifen nach wie vor den Kontakt zwischen Straße und Fahrzeug herstellen. Dabei muss der Reifen von morgen die Daten der Straße an das Fahrzeug weiterleiten können. Der 2016 vorgestellte Goodyear Eagle-360 ist bereits eine Vision, wie der Pneu der Zukunft aussehen könnte. Der Reifenhersteller Goodyear-Dunlop ist also maßgeblich an der Entwicklung autonomer Fahrzeuge beteiligt und eine Diskussionsveranstaltung wie das ThinkGoodMobility-Event in der Münchner Allianz Arena auf den zweiten Blick eine naheliegende Sache.

Eingeladen waren Mobilitätsexperten aus unterschiedlichsten Branchen, um sich zu Themen wie selbstfahrende Autos, Konnektivität und Mobilitätslösungen auszutauschen. Impulse für die Podiumsdiskussion am Ende der Veranstaltung lieferten die kurzen Vorträge im Vorfeld. So stellte Kerstin Flötner, Director PR & Communications EMEA, Goodyear, die Ergebnisse der Studie „Think- GoodMobility 2016“ vor. Dabei kam unter anderem zutage, dass es bei Autofahrern, besonders aus Deutschland, aktuell noch Vorbehalte gegen autonome Fahrzeuge gibt. Laut der Studie gaben 79 Prozent der Befragten an, dass ein Fahrer prinzipiell jederzeit die Kontrolle über sein Auto haben sollte. Daher sprachen sich auch 75 Prozent der Teilnehmer für das Vorhandensein eines Lenkrads in autonomen Fahrzeugen aus. 58 Prozent wollten übrigens smarte Reifen im Auto der Zukunft verwendet wissen.

Auch Dr. Tobias Nickel, Leiter Marketing & Unternehmenskommunikation der Dräxlmeier Group, gab den Zuhörern neue Anregungen zur Zukunft des Autos. Derzeit sei der Innenraum komplett auf den Fahrer ausgerichtet. Dies würde sich in autonomen Fahrzeugen ändern, schließlich würde der Fahrer mehr zu einem Passagier im Fahrzeug werden. Die Lösung sei eine modulare Innenraumgestaltung, die sich je nach Anwendung an die Bedürfnisse der Insassen anpasst.

Aktuell scheint man von einer Schlafnische im Fahrzeug oder Filmprojektionen an den Innenscheiben jedoch noch weit entfernt zu sein, schließlich fahren auch noch keine Autos vollautonom über die Straßen. Die Podiumsdiskussion, bei der alle eingeladen waren teilzunehmen, fand daher auch den Weg zurück in das Jahr 2017 und es wurde über Themen wie Datenschutz, internationale Gesetzgebung oder den Wandel des klassischen Automobilherstellers hin zu einem Mobilitätsdienstleister diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass viele Rädchen ineinandergreifen müssen, um autonomes Fahren zu ermöglichen, und dies ist nicht rein technisch zu verstehen. Um die erwähnte Skepsis in der Bevölkerung gegenüber dem autonomen Fahren abzubauen, muss noch einiges geklärt werden, sowohl technisch als auch rechtsethisch. Diskussionsplattformen wie ThinkGood- Mobility sind dabei eine unerlässliche Sache.


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