Mobilität von morgen

Erste Konferenz „deutschland intelligent mobil“ der Kompetenzplattform Netzwerk intelligente Mobilität (NiMo) e.V., 2. und 3. November 2011, Frankfurt/Main

Am 2. und 3. November 2011 fand im Verkehrsmuseum in Frankfurt/Main die erste Konferenz „deutschland intelligent mobil“ statt. Gastgeber war das Netzwerk intelligente Mobilität (NiMo) e.V., ein Zusammenschluss verschiedener privatwirtschaftlicher Unternehmen aus dem Bereich Fuhrpark und Travel. NiMo wurde im Frühjahr 2011 mit dem Ziel gegründet, intelligente Mobilität weiterzuentwickeln, bekannter zu machen und im betrieblichen Alltag zu verankern, unter Berücksichtigung der Punkte Kosten, Nachhaltigkeit, Umsetzbarkeit moderner Mobilitätsstrukturen sowie ressourcen- und bedarfsorientierter Alternativen. Um ebendiese Punkte drehte sich auch die aus Vorträgen, Präsentationen und Workshops bestehende Veranstaltung, zu der sich 100 Teilnehmer einfanden: zukunftsorientierte, wirtschaftlich sinnvolle und zudem umweltfreundliche Mobilität. Behandelt wurden die Themenbereiche kommunale sowie moderne Mobilität, Management von Nutzfahrzeug-Fuhrparks, Travel Management, Personal- und Fahrzeugmanagement, mobil im Unternehmen, Standort- und Tourenplanung / Telematik, Reiserichtlinien sowie Sicherheit von Geschäftsreisen.

Anwesend waren beispielsweise Dirk Gerdom, Präsident des Verbands Deutsches Reisemanagement e.V. (VDR), der in seinem einleitenden Gastbeitrag hervorhob, dass die wesentliche Herausforderung an Mobilität von heute und morgen und an die dazu passende Infrastruktur sei, Mobilität noch effizienter zu gestalten und in Bezug auf Kostenreduktion, Schadstoffvermeidung, Antriebsformen und Verkehrssteuerung gewährleisten zu können.

Michael Schramek, Vorsitzender NiMo e.V., stellte in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung der Megatrends aus Sicht des NiMo dar und kam zu dem Ergebnis, dass ein Bewusstseinswandel vonnöten sei, damit alle jetzt und in Zukunft verfügbaren Möglichkeiten zur Steigerung der Ressourceneffizienz genutzt werden könnten. Zudem werde sich in Zukunft ein Mobilitätsmix herausbilden, der das Fahrzeug für sämtliche Mobilitätszwecke durch das jeweils situationsbedingt effizienteste Verkehrsmittel ablösen werde.

Zum Themenpunkt Nutzfahrzeug-Fuhrparks referierte Benno Aul, expert automotive gmbh, über die prozessgesteuerte Instandhaltung von Pkw- und Nfz- Fuhrparks und hob dabei unter anderem hervor, wie wesentlich eine geplante, vorausschauende Instandhaltung für Wertstrom und Wertschöpfung sei (Zero Maintenance). Zudem beschäftigte sich Prof. Dr. Paul Wittenbrink, Duale Hochschule Baden-Württemberg, mit dem aktuellen Thema Kostentransparenz und Kostenmanagement, indem er unter anderem Ansatzpunkte zur Kosteneinsparung herausstellte. Im Bereich der modernen Mobilität stieß das Thema Elektrofahrzeuge als Poolfahrzeuge und die damit verbundenen Herausforderungen im Arbeitsalltag auf großes Interesse, vorgetragen von Dr. Ronald Große, Juwi Research & Development GmbH & Co. KG. Ein weiteres vieldiskutiertes Thema wurde im Bereich Travel Management aufgegriffen: Achim Polinski, NP4 GmbH, referierte über Erhebung und Verwendungszweck von Reisedaten im Buchungsprozess und legte dar, inwiefern Erfassung und Auswertung für Prozessoptimierung, Kostensenkung, Vereinfachung der Arbeitsprozesse und Schaffung von Transparenz notwendig seien, immer unter Berücksichtigung der Punkte Datenschutz und Datensicherheit.

Volker Gillessen, EcoLibro GmbH, griff ebenfalls ein oft diskutiertes Thema auf und referierte über die Versteuerung des geldwerten Vorteils von Firmenwagen und darüber, wie dadurch Kosten gesenkt werden können bei gleichzeitiger Schonung der Umwelt – mit dem Fazit, dass Individualmethoden zwar aufwendiger in der Anwendung seien als Pauschalmethoden, dafür aber Kosten für Arbeitgeber und -nehmer stark reduzieren und gleichzeitig gute Anreize für die ressourceneffiziente Nutzung eines Firmenwagens bieten könnten. Pauschalmethoden seien einfacher in der Anwendung, böten jedoch keine Anreize zur ressourceneffizienten Nutzung des Firmenwagens – wobei generell die jeweils geeignete Methode individuell für das jeweilige Nutzungsprofil gewählt werden solle, um so ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Fazit: Die erste NiMo-Konferenz bot Gelegenheit zur Diskussion sämtlicher aktueller Themen rund um den Bereich Mobilität und gab viele Anregungen sowie Tipps, wie Mobilität nachhaltig und zugleich kostengünstig umgesetzt werden kann. Die nächste NiMo-Konferenz wird im Herbst 2012 stattfinden – dann wird sich zeigen, inwieweit die 2011 vorgetragenen Vorschläge und Ergebnisse umgesetzt werden konnten, wie effizient Mobilität dann gestaltet sein und welche neuen Entwicklungen es bis dahin geben wird.


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