Ob Tagen im Radisson Blu in Frankfurt ...
... nach dem Meeting in der Business Lounge im Haus in Zürich zusammensitzen ...
... das Geschäftsessen im Radisson Blu Abu Dhabi einnehmen ...
... Termine für den nächsten Tag in der Rooftop Bar im Ambassador Paris besprechen ...
... oder im Missoni Kuweit nach dem Geschäftstermin den Ausblick aus dem Business-Zimmer genießen, die einzelnen Häuser sind weltweit auf die Bedürfnisse von Geschäftsreisenden abgestimmt
Kurt Ritter: „Verantwortlich und nachhaltig zu handeln, ist heutzutage ein absolutes Muss – und Responsible Business ist nicht zwingend mit Mehrkosten verbunden, im Gegenteil.“
Olivier Jacquin: „Wir kommen sowohl im Bereich des Travel Managements als auch auf Seiten der Geschäftsreisenden selbst den individuellen Wünschen und Bedürfnissen der Kunden nach.“

Rundum Paket

The Rezidor Hotel Group: Flottenmanagement im Interview mit Kurt Ritter (Präsident & CEO) und Olivier Jacquin (Senior Vice President Sales, Marketing & Distribution)

Flottenmanagement: Herr Ritter, The Rezidor Hotel Group blickt auf eine langjährige Geschichte zurück. Wie hat sich die Gruppe vom Gründungsjahr bis heute entwickelt?

Kurt Ritter: Rezidor hat vor 51 Jahren als kleine, skandinavische Gruppe begonnen. Wir waren damals so etwas wie ein „cousin from the countryside“ – heute sind wir eine der am schnellsten wachsenden Hotelgruppen der Welt und haben ein Portfolio von mehr als 400 Hotels mit 90.000 Zimmern, in Betrieb und in Entwicklung, in 64 Ländern in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. In diesen Regionen sind wir Franchisenehmer der bekannten Carlson-Marken Radisson sowie Park Inn by Radisson und betreiben gemeinsam mit dem italienischen Modehaus Missoni die neue Lifestyle-Marke Hotel Missoni. Seit November 2006 ist Rezidor sogar an der Stockholmer Börse notiert. Unsere Gruppe hat sich immer durch eine ganz besondere Service-Philosophie ausgezeichnet, die wir mit dem Slogan „Yes I Can!“ umschreiben. Zudem betonen wir gerne unseren besonderen, aus dem Namen Rezidor abgeleiteten Z-Faktor, denn wir machen Dinge immer ein bisschen anders als die Konkurrenz. Dazu gehört beispielsweise, dass wir als erste Hotelgruppe der Welt ein sogenanntes Dual Branding (Doppel-Marke) realisiert und somit die Marken Radisson und SAS zu Radisson SAS verbunden haben, genauso wie wir als eines der ersten Unternehmen der Branche kostenfreies Internet in allen Hotels einer Marke – Radisson – eingeführt haben.

Flottenmanagement: Inwiefern hat sich The Rezidor Hotel Group auf die Bedürfnisse von Geschäftsreisenden ausgerichtet? Was bieten Sie diesen Kunden, wodurch heben Sie sich auf dem Markt ab und weshalb sollten Unternehmen sich dazu entschließen, ihre Mitarbeiter in einem Ihrer Häuser unterzubringen?

Olivier Jacquin: Die verschiedenen Marken von Rezidor gehen individuell auf die Bedürfnisse aller verschiedenen Kundengruppen ein. Je nach Budget können wir dem Gast das passende Hotel anbieten – zur Auswahl stehen Destinationen in aller Welt und unterschiedliche Kategorien mit den entsprechenden Leistungen und Services. Jedes Meeting, jede Veranstaltung in einem unserer Häuser wird maßgeschneidert. So ist beispielsweise Radisson Blu Europas größte Marke im Marktsegment Upper Upscale und bietet außergewöhnliche Architektur- und Designkonzepte sowie besondere Services wie kostenfreies Internet in allen Zimmern und Konferenzräumen, Express-Laundry (innerhalb von drei Stunden) sowie Tageszeitung nach Wahl im Business Class-Zimmer, um nur einige der Services zu nennen. Park Inn by Radisson verspricht den „best sleep in town“ – die Marke ist jung, dynamisch, stylisch und zuverlässig – und glänzt im Mittelklasse-Segment mit einem außergewöhnlich guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Hotel Missoni schließlich ist ideal für Gäste, die eine neue Art des Lifestyle suchen und die Design, Mode, mediterrane Küche und Authentizität lieben. Das Interieur dieser Hotels wird von Rosita Missoni persönlich und bis ins Detail entworfen; so stammen sogar viele Rezepte für das Restaurant aus ihren persönlichen Kochbüchern.

Flottenmanagement: Auf welche Faktoren wie beispielsweise Nähe zum Zentrum oder Flughafen, kostenfreies Internet oder Frühstück, Parkplätze vor dem Haus et cetera legen Geschäftsreisende Ihrer Erfahrung nach besonderen Wert bei der Unterbringung im Hotel?

Olivier Jacquin: Die gute Lage und Erreichbarkeit mit dem Auto und mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist für Geschäftskunden sehr wichtig. Rezidor gehört zu den größten Flughafenhotelbetreibern in Europa und bietet ein dichtes Netz an erstklassigen Häusern, die mit ihrem modernen Design das Image vom verstaubten Flughafenhotel aufpolieren, so beispielsweise zu sehen an den Häusern in Zürich, Frankfurt und Hamburg. Wichtig sind auch Kriterien wie hochmoderne Ausstattung und Tageslicht in den Konferenzräumen. Der Schlafkomfort und das ausgewogene Verhältnis zwischen Preis und Leistung spielen auch eine bedeutende Rolle. Im Bereich des Travel Managements wünschen sich die Einkäufer ein sogenanntes One Stop Shopping – qualifizierte Ansprechpartner seitens der Hotellerie für alle Geschäftssegmente. Quer durch alle Kundengruppen sehen wir immer wieder, dass bei Radisson Blu unser Service des kostenfreien Internets im ganzen Hotel – Zimmer sowie Tagungsräume und auch für Gäste, die nur zum Meeting kommen und nicht übernachten – ein wirkliches Plus ist.

Flottenmanagement: Welchen Einfluss hat die Bettensteuer Ihrer Erfahrung nach auf das Reiseverhalten von Geschäftsreisenden und auf den Umsatz im Hotelbetrieb?

Olivier Jacquin: Die Bettensteuer hat die Umsätze in Deutschland in hohem Maße beeinflusst, Kunden sind auf angrenzende Städte ausgewichen und haben beispielsweise statt in Köln in der alternativen Destination Düsseldorf oder im Rhein-Ruhr-Gebiet gebucht.

Flottenmanagement: Engagement für den Schutz der Umwelt hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen und geht heutzutage weit über den Einsatz von Energiesparlampen hinaus. Inwiefern engagiert sich The Rezidor Hotel Group auf diesem Gebiet? Beobachten Sie, dass Geschäftsreisende zunehmend Wert auf grüne Angebote legen beziehungsweise sind sie auch bereit, hier Mehrkosten in Kauf zu nehmen, wenn das jeweilige Hotel über entsprechende Angebote verfügt?

Kurt Ritter: Dank unserer skandinavischen Wurzeln haben wir ein in der Unternehmensphilosophie fest verwurzeltes und preisgekröntes Responsible Business- Programm – wir sind 2010 und 2011 als eines der ethischsten Unternehmen der Welt ausgezeichnet worden. Dieses Programm gilt für all unsere Hotels und Büros und besteht aus drei Säulen, die sich erstens aus der Verantwortung für Sicherheit und Gesundheit für unsere Gäste und Angestellten, zweitens dem Respekt für soziale und ethische Angelegenheiten innerhalb unserer Gruppe und drittens der Reduzierung unseres negativen Einflusses auf die Umwelt zusammensetzt. Die Palette unserer Aktivitäten ist sehr breit – sie reicht von kleinen Details wie dem Einsatz von Energiesparlampen und Wasserstoppern in den Hotels bis hin zu großen Engagements wie unserer Unterstützung der Wohltätigkeitsorganisation „Childhood“, die unter der Schirmherrschaft von Königin Silvia vom Schweden steht. Responsible Business ist ein Punkt, den unsere Gäste, Geschäfts- und auch Freizeitreisende, ebenso wie unsere Geschäftspartner, Investoren und Analysten, immer wieder ansprechen und auf den sie achten – verantwortlich und nachhaltig zu handeln, ist heutzutage ein absolutes Muss. Responsible Business ist nicht zwingend mit Mehrkosten verbunden, im Gegenteil: Es hilft uns langfristig, Kosten zu sparen – etwa in den Bereichen Energie, Wasser und Abfall.

Flottenmanagement: Der Geschäftsreisemarkt hat sich im In- und Ausland erholt, es werden wieder mehr Geschäftsreisen getätigt, auch die Investitionsbereitschaft steigt. Inwiefern wirkt sich diese Entwicklung auf den Bereich Hotel aus, welche Veränderungen nehmen Sie wahr?

Olivier Jacquin: Die Anzahl der Geschäftsreisen steigt deutlich – dies zeigt die Auslastung unserer Häuser. Wir erkennen einen längeren Durchschnittsaufenthalt pro Gast sowie eine höhere Anzahl der einzelnen Geschäftsreiseaktivitäten. Im Veranstaltungsbereich verzeichnen wir einen deutlichen Zuwachs in den Punkten Anfragen und Durchführung von geplanten Veranstaltungen. Auslandsdestinationen liegen zunehmend im Trend, unsere Kunden verfügen auch wieder über ein höheres Budget, zusätzlich wächst der Eventanteil.

Flottenmanagement: Wenn Sie einmal an den Geschäftsreisemarkt der Zukunft denken: Welche Trends und Veränderungen sehen Sie und wie bereiten Sie sich hierauf vor?

Olivier Jacquin: Trotz konjunktureller Erholungsphasen bleibt der Trend zum Sparen innerhalb großer Konzerne derzeit bestehen. Dies erfordert ein Umdenken im Bereich des Pricings auf beiden Seiten. Analysen seitens der Kunden und Leistungsträger werden zudem immer genauer. Es ist wichtig, mit allen technischen Herausforderungen und Neuerungen Schritt zu halten und ein optimales Key Account Management zu implementieren.

Flottenmanagement: Worin sehen Sie die Zukunft der Rezidor Hotel Group? Welche Neuerungen wie Änderungen im Businessprogramm, Hoteleröffnungen oder Ähnliches sind vorgesehen?

Kurt Ritter: Rezidor konzentriert sich stark auf die jungen und aufstrebenden Märkte Russland/GUS sowie Afrika – in beiden Regionen gehören wir zu den wichtigsten internationalen Hotelbetreibern. Positive politische Entwicklungen, verbesserte Infrastruktur, enorm große natürliche Ressourcen et cetera werden die Reisetätigkeit innerhalb dieser Länder und in diese Länder stark ansteigen lassen. In Russland gibt es zahlreiche Städte mit mehr als 500.000 Einwohnern, in denen internationale Hotelmarken noch nicht oder kaum vertreten sind, und in Afrika ist das Hotelinventar in vielen Hauptstädten vollkommen veraltet – hier sehen wir ein sehr großes Potenzial. Zudem arbeiten wir enger und enger mit Carlson zusammen, Eigentümer der Marken Radisson und Park Inn und zugleich unser größter Aktionär. Wir möchten Radisson und Park Inn international auf den gleichen Stand bringen und gemeinsam nach vorne gehen – Märkte wie Indien, China und Brasilien eröffnen uns als globalem Unternehmen mit derzeit schon mehr als 1.000 Hotels große Chancen, die wir nutzen möchten.


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