Tim Düysen (Direktor Marketing & Vertrieb, DERAG Livinghotels), Andrea Welteroth (Senior Key Account Managerin, ICUnet.AG), Judith Kadach (Flottenmanagement) und Sven Schurich (General Manager, DERAG Livinghotels, v.li.) vor dem DERAG Livinghotel Kanzler in Bonn
So kann der Schlaf- und Arbeitsbereich eines Serviced Apartments aussehen – hier im DERAG Livinghotel Kanzler in Bonn
Tim Düysen (DERAG): „Persönliche Erfahrung und der Mut zum Risiko haben uns zum Spezialisten in Sachen Langzeitaufenthalt gemacht.“
Andrea Welteroth (ICUnet): „Eine Kooperation verläuft dann reibungslos, wenn nicht sämtliche Schritte bei jedem neuen Gast permanent besprochen werden müssen.“
Sven Schurich (DERAG): „Uns ist wichtig, den Dialog mit dem Kunden zu suchen und mithife eines Baukasten-Prinzips auf die individuellen Anforderungen eingehen zu können.“
Sven Schurich (DERAG), Judith Kadach (Flottenmanagement), Andrea Welteroth (ICUnet) und Tim Düysen (DERAG, v.li.) im Gespräch über das Nischenprodukt Serviced Apartments in Deutschland

Wie zuhause

Viele Nächte im Jahr auswärts verbringen, von einem Ort zum nächsten reisen und dabei in unzähligen verschiedenen Hotels absteigen – der normale Alltag eines Geschäftsreisenden. Doch was, wenn nicht nur wenige Tage, sondern eine bis mehrere Wochen am Stück am gleichen Ort verbracht werden müssen? Permanentes Wechseln von Zimmern und Hotels ist hier keine bequeme Lösung. DERAG Livinghotels hat für solche Fälle eine Alternative parat, die Geschäftsreisenden nicht nur die Enge eines Hotelzimmers und den ständigen Umzug von Hotel zu Hotel erspart, sondern das eigene Zuhause samt dortigem Komfort so gut wie möglich ersetzt: Serviced Apartments – ein aus den USA übernommenes und auf europäische Bedürfnisse zugeschnittenes Produkt.

„Wie zuhause – nur entspannter: Das ist unsere Philosophie beim Konzept der Serviced Apartments“, erklären Tim Düysen, Director of Sales and Marketing, DERAG Livinghotels, und Sven Schurich, General Manager DERAG Livinghotel Kanzler. Dem Geschäftsreisenden den Langzeitaufenthalt so angenehm wie möglich gestalten und dabei auf seine individuellen Bedürfnisse eingehen, darum geht es bei diesem Angebot. Genau das ist einer der Gründe, weshalb ICUnet.AG zu den Unternehmen gehört, die ihre Kunden bei DERAG Livinghotels unterbringen, wie Andrea Welteroth erläutert. Sie ist seit 13 Jahren im Bereich Relocation tätig, zudem ist sie Senior Key Account Managerin für die Deutsche Post DHL weltweit.

„Eine erfolgreiche Kooperation zwischen Hotel und Unternehmen beginnt mit dem ‚Warm Welcome‘. Der persönliche, authentische Empfang ist entscheidend, wenn der Gast nach einem langen Flug in einem fremden Land ankommt, in dem er sich dann mehrere Wochen, Monate oder Jahre am Stück aufhält“, so Andrea Welteroth. „Weitere wesentliche Kriterien, die für uns auf Kundenseite bei einer Zusammenarbeit erfüllt sein müssen, sind das Preis-Leistungs- Verhältnis, Flexibilität, Professionalität und ein guter, persönlicher Kontakt“, fährt Andrea Welteroth fort. „Hotlines und Online-Buchungsmöglichkeiten gehören mittlerweile zum Standard. Trotzdem ist es wesentlich, dass es persönliche Ansprechpartner gibt, die man jederzeit kontaktieren kann. Wir müssen uns darauf verlassen können, einen zuverlässigen, kompetenten Partner an unserer Seite zu haben, der auf Anforderungen und Bedürfnisse, die von Gast zu Gast variieren, individuell eingehen kann.“

Wie kam die Idee zustande, sich auf Langzeitaufenthalte zu spezialisieren; auf welche Unternehmensgeschichte blickt DERAG Livinghotels zurück?
Die DERAG-Gruppe hat zwei Standbeine: Anfang der 50er-Jahre stieg das Familienunternehmen als Bauträger in den Immobilienmarkt ein und ist als solches noch immer tätig. 1982 wurde das erste Apartmenthaus in München gebaut, ausgerichtet auf Langzeitaufenthalte, dies wiederum basierend auf persönlicher Erfahrung – und Neuland für das Unternehmen. Der Bedarf wurde früh erkannt, vom Gründer und Eigentümer Dr. Schlereth selbst, der aufgrund seiner Tätigkeit als Bauleiter weltweit unterwegs war, immer lange am selben Ort. Dabei stellte er fest, dass das Thema Wohnen auf Zeit in vielen Ländern der Welt bereits umgesetzt wurde, in Deutschland jedoch nicht. Marktlücke und Chance wurden erkannt, ein entsprechendes Projekt ins Leben gerufen.

Das Risiko einzugehen, sich an ein in Deutschland bislang unbekanntes Produkt zu wagen, wurde belohnt: In den Anfängen war die Nachfrage beim „kleinen Nischenanbieter“, wie Tim Düysen das Familienunternehmen betitelt, so groß, dass lange im Voraus gebucht werden musste. Das Projekt steckte noch in den Kinderschuhen; vieles musste erprobt, angepasst und ausgebaut werden. Dass kurzfristige Buchungen gar nicht erst möglich sind oder es zu Engpässen kommt, ist vor allem aufgrund der Kooperation mit The Living Hotels, zu denen auch DERAG gehört, heutzutage kaum noch vorstellbar. Innerhalb der vergangenen 30 Jahre seit dem Bau des ersten Apartment-Hauses hat sich vieles verändert. Das Apartment-Standbein wächst; langsam zwar – ungefähr alle zwei bis drei Jahre kommt ein Haus hinzu – dafür aber „stetig und gesund“, wie Tim Düysen die Situation beurteilt. „Das Familienunternehmen mit eigenem Bestand stellt sicher, dass nicht alle paar Jahre der Besitzer eines Hotels wechselt, wie es bei großen Ketten oft üblich ist“, erklärt Sven Schurich.

Konzept und Projekt haben sich weiterentwickelt, an der Optimierung wird permanent gearbeitet. Was Anfang der 80er-Jahre noch nicht ausgearbeitet war, kann nun bedient werden: das Element Flexibilität beispielsweise. Dem Kunden stehen nicht nur Einzelund Doppelapartments, sondern auch Familien- und Büroapartments zur Verfügung. Mithilfe eines Baukastenprinzips lassen sich individuelle Kundenwünsche umsetzen, die Zusatzleistungen sind frei wählbar. Wer ein Serviced Apartment bucht, kann selbst entscheiden, ob er in der Apartmentküche kochen oder im hoteleigenen Restaurant essen möchte, ob er Wäsche mit den hauseigenen Geräten selbst waschen oder vom Reinigungsservice waschen lassen möchte oder ob der Kühlschrank während der Dauer des Aufenthalts befüllt werden soll. Das Serviceangebot ist da; bezahlt wird nur das, was auch wirklich genutzt wird. „Der Kunde hat die Wahl, wir setzen entsprechend um; ein klassisches Hotel sind wir nicht“, fasst Sven Schurich zusammen.

„Eben diese Flexibilität ist es, die wir schätzen und unseren Kunden auch bieten müssen“, erklärt Andrea Welteroth. ICUnet.AG ist auf zwei Schwerpunktbereiche spezialisiert: Auf der einen Seite das Relocation- Geschäft, sprich die Betreuung von Kunden, die aus dem Ausland nach Deutschland kommen und umgekehrt, auf der anderen Seite interkulturelle Trainings – auch firmen- und prozessbegleitend. Der Kontakt zum Bonner DERAG Livinghotel Kanzler ist über die Deutsche Post DHL entstanden – zwischen beiden Unternehmen bestand bereits ein Vertrag. Als ICUnet.AG Rahmenvertragspartner für die Deutsche Post DHL wurde, lag es an Andrea Welteroth, geeignete Hotel-Kooperationspartner zu finden – unter Berücksichtigung der Tatsache, dass ihre Kunden sich mehrere Wochen am Stück am gleichen Ort aufhalten. „DERAG Livinghotels ist einer der wenigen Anbieter, der für die Zusammenarbeit infrage kam. Die Faktoren Zeit und Aufwand spielen bei solchen Projekten eine große Rolle. Eine Kooperation muss reibungslos ablaufen; der Arbeitsaufwand wäre viel zu hoch, müssten sämtliche Schritte bei jedem neuen Gast permanent besprochen werden“, so Andrea Welteroth.

Kommt Kunde X aus dem Land Y nach Deutschland, ist es ihre Aufgabe, sich um die komplette Abwicklung zu kümmern. Das beinhaltet auch die Organisation einer temporären Unterbringung. Von der Anfrage beim Hotel über die Genehmigung der Kosten bei der Personalabteilung bis hin zur eigentlichen Unterbringung des Gastes, alles fällt ins Aufgabengebiet von Andrea Welteroth. Hindernisse gibt es hierbei viele – schwierig ist beispielsweise oft, das Ankunftsdatum des Gastes eindeutig zu bestimmen. Es kann Umstände geben, die die Einreise verzögern: eine noch nicht erhaltene Arbeitserlaubnis oder ein Visum, das auf sich warten lässt beispielsweise. „In solchen Fällen sind wir auf Kulanz angewiesen – was nicht einfach ist für einen Betrieb, da der Umsatz bei einer verzögerten Anreise ausbleibt und alles neu organisiert werden muss“, erläutert Andrea Welteroth. Hier greift wieder das Flexibilitätskonzept von DERAG Livinghotels: „Reist ein Gast früher oder später an als geplant oder muss er seinen Aufenthalt vorzeitig abbrechen, organisieren wir das“, so Sven Schurich.

Eine Hürde – sowohl für die DERAG-Seite als auch für Andrea Welteroth – ist, dass bei vielen der ausländischen Kunden oft nur die großen Hotelmarken bekannt sind – ungeachtet der Tatsache, dass die meisten dieser Hotels gar nicht auf Langzeitaufenthalte ausgerichtet sind und die hierfür nötige professionelle, individuelle Betreuung im Umkehrschluss nicht so geboten werden kann, wie der Kunde das erwartet. „Hier ist unser Vorteil, dass wir Marktführer sind und die Konkurrenz nicht groß ist“, erklärt Tim Düysen. „Der Markt ist sehr fragmentiert; es gibt viele kleinere Anbieter, die wenige Häuser individuell betreiben. Allerdings haben zunehmend mehr Anbieter den hier herrschenden Bedarf erkannt. Große Ketten werden nach Deutschland kommen, was für uns zwar Konkurrenz bedeutet, allerdings auch mit sich bringt, dass der noch viel zu wenig bekannte Serviced Apartment-Gedanke mit großen Marketingbudgets nach vorne gebracht wird – hiervon profitieren wir alle“, so Tim Düysen weiter. „Die neue Situation gibt uns außerdem die Möglichkeit, die Position des Unternehmens neu zu überdenken, unsere Stärken hervorzuheben, neue Wege einzugehen und den Namen DERAG wieder mehr in den Mittelpunkt zu stellen“, ergänzt Sven Schurich. Erst seit Kurzem heißt das Unternehmen DERAG Livinghotels – im Vergleich zur vorherigen Bezeichnung (DERAG Hotel and Living) ein Name, der die Idee des sich-zuhause- Fühlens auf Zeit besser transportiert, die Bedeutung des Apartment-Gedankens an erste Stelle rückt und das Konzept bei der internationalen Kundschaft sofort verständlich macht.

Die Nachfrage für das Projekt Langzeitaufenthalt ist da. Das professionelle Konzept sowie die Motivation, das Thema Serviced Apartments ständig weiterzuentwickeln, sind es auch. Pläne für die Zukunft sind gemacht: Neue Standorte im In- und Ausland erschließen, die Marktführerschaft im Serviced Apartments- Bereich festigen. Jetzt gilt es, Namen, Angebot und Philosophie der DERAG Livinghotels weiter bekanntzumachen bei denjenigen Reiseplanern und Unternehmen, die Wert auf ein optimales Preis-Leistungs- Verhältnis, Professionalität, Zuverlässigkeit, Individualität und ein persönliches Verhältnis beider Kooperationspartner legen. Kunden wie Andrea Welteroth tragen ihren Teil dazu bei.

 

DERAG Livinghotels

Das Münchner Unternehmen ist im deutschsprachigen Raum mit 13 eigenen Häusern vertreten. Rund 220 Mitarbeiter sind für den Marktführer im Serviced Apartments- Segment tätig. In den Städten Berlin, Bonn, Düsseldorf (Eröffnung Ende 2011), Frankfurt/ Main, München, Nürnberg, Weimar und Wien bietet der Spezialist für Langzeitaufenthalte ab vier Tagen voll ausgestattete Apartments mit flexiblem Serviceangebot; für kurze Aufenthalte stehen klassische Hotelzimmer zur Verfügung.


ICUnet.AG

Das Unternehmen ist Service-, Innovationsund Qualitätsführer für interkulturelle Beratung, Qualifizierung und Assignment Management mit Büros in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln, Passau und Wien. Das interdisziplinäre Expertenteam besteht aus über 90 festen und mehr als 250 freien Mitarbeitern mit Kompetenz für 75 Länder und 25 Sprachen. Über 5.500 erfolgreich betreute Auslandsentsendungen sowie über 2.500 Visum- und Arbeitserlaubnisverfahren kann ICUnet.AG bisher verzeichnen. Jährlich werden mehr als 5.000 Fach- und Führungskräfte auf die internationale geschäftliche Zusammenarbeit vorbereitet.


Kommentare
Noch keine Kommentare.
IHR KOMMENTAR ZUM THEMA
Name:
E-Mail:
(optional)

Kommentar:*
KOMMENTAR SENDEN
ANZEIGE
Neueste Kommentare
Neueste Videos
Am häufigsten gelesen
Neueste Artikel
Am besten bewertet
Flottenkompetenz
Finden Sie wonach Sie suchen!
Flottenkompetenz liefert direkten Kontakt zu überregionalen und lokalen Dienstleistem rund um das Thema Auto.
Suche:
Top RSS Meldungen
ANZEIGE
Flottenmanagement Magazin - 3 / 2011
Die Topthemen:

- Der ganz besondere Firmenwagen

- Starkes Team

- Klassenlos Klasse

Zum Seitenanfang