Koordinationsfähigkeit ist gefragt: Immer mehr neue Aufgaben fallen in den Zuständigkeitsbereich des Mobilitätsmanagers
Dirk Gerdom, Präsident des Verbands Deutsches Reisemanagement (VDR): „Wer geschickt handelt und frühzeitig reagiert, kann sich als Dienstleister entlang der gesamten Prozesskette positionieren“

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Neue Herausforderungen machen aus klassischen Geschäftsreiseplanern zukünftig Mobilitätsmanager

Über 145 Millionen Geschäftsreisen deutscher Unternehmen pro Jahr führen zu Ausgaben in Höhe von mehr als 41 Milliarden Euro. Ein Geschäftsreisender gibt durchschnittlich 140 Euro pro Tag aus – das ist mehr als das Doppelte im Vergleich zu Privatreisenden. Dieser immense Kostenblock will gut organisiert sein.

Im Unternehmen liegt diese Aufgabe meist auf dem Tisch des Geschäftsreiseplaners, dessen offizielle Aufgabe es ist, Rahmenbedingungen zur Erfüllung der Mobilitätsbedürfnisse im Unternehmen zu entwickeln und zu organisieren. Geschäftsreisen müssen als Investition in den Unternehmenserfolg verstanden werden, nicht nur als Begleiterscheinung, mit der man in schlechteren Zeiten schnelle Erfolge bei Einsparungen erzielen kann. Dies gilt es als Verantwortlicher für die Geschäftsreiseplanung entsprechend bei den Entscheidern des Unternehmens zu platzieren.

In den letzten Monaten haben sich in dem großen Wust von Sparmaßnahmen, Innovationen und Verhandlungen schleichend noch weitere wichtige Aufgaben und Trends hinzugesellt. Jetzt, wo wieder Luft bleibt für den Blick über den Tellerrand, gilt es diese mit voller Kraft zu berücksichtigen und voranzutreiben, um für die Zukunft optimal aufgestellt und vorbereitet zu sein. Themen sind beispielsweise Unbundling – die Defragmentierung von Preisen und Leistungen – und Ancillary Services, Return on Investment der Geschäftsreise, Smartphones.

In Zeiten von Apps & Co. kommen immer häufiger auch Aufgaben auf den Travel Manager zu, die nicht in den klassischen Bereich der Reisestelle fallen; Veranstaltungsmanagement, Fuhrparkleitung oder Sicherheitsmanagement beispielsweise. Je nach Umfang des Reisevolumens kann auch mobile Kommunikation oder der so genannte Relocation Service hinzukommen, die Organisation längerfristiger Ortswechsel von Mitarbeitern also. Andersherum kommen auf den klassischen Fuhrparkleiter ebenfalls mehr und mehr neue Aufgaben zu – sämtliche Aufgabengebiete rund um das Thema Mobilitätsmanagement wachsen zusehends zusammen.

Diese Entwicklungen, neue technische Möglichkeiten und bereits absehbare Marktveränderungen in naher Zukunft machen Veränderungen der bestehenden Prozesse erforderlich. Für den Travel Manager ergeben sich ganz neue Herausforderungen. Der klassische Geschäftsreiseplaner, der dabei ist, sich zum Mobilitätsmanager zu wandeln, wird zusätzlich noch zum Kommunikationsspezialisten. Mögliche Konsequenzen sind eine drastische Verlagerung der bisherigen Zuständigkeiten – aber auch eine Stärkung des Mobilitätsmanagements im Unternehmen und im Markt.

Eine Aufgabe für den Travel- und damit auch für den Mobilitätsmanager wird sein, als ganzheitlicher Kommunikationsberater zu fungieren. Gerade wenn neue Technologien dazu führen, dass Kommunikation zunehmend außerhalb der bisherigen Prozesse stattfindet, müssen Wege gefunden werden, um diese Kanäle zu konsolidieren und zu integrieren.

Aktuelle Informationen, ständige Weiterbildung und Vorbilder wie beispielsweise Branchenkollegen sind Begleiter auf dem Weg zu einem erfolgreichen Mobilitätsmanagement. Wer geschickt handelt und frühzeitig reagiert, kann sich als Dienstleister entlang der gesamten Prozesskette positionieren. Wache und handlungsbereite Mobilitätsmanager sind gefragt.


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