Die Aufnahme von Elektrofahrzeugen in die Flotte ist für Europcar eine weitere Möglichkeit, ökologisch zu handeln und als Autovermieter Verantwortung dafür zu tragen, dass Kunden sich mit neuen Technologien auseinandersetzen
Roland Keppler, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Europcar Deutschland: „Die Förderung zukunftsfähiger Mobilität und nachhaltigen Wirtschaftens ist mir ein großes Anliegen“
Mobilität und Umweltschutz – Europcar ist das beste Beispiel dafür, dass beides unter einen Hut zu bringen ist

Auf dem richtigen Weg

Europcar – die größte Autovermietung Europas, weltweit auf Platz drei, eine Flotte mit ungefähr 40.000 Fahrzeugen, beinahe 600 Standorte in Deutschland. Das sind die Fakten, die bekannt sein dürften. Doch die Europcar GmbH ist mehr als nur ein klassischer Autovermieter; mehr steckt hinter dem Konzept der Vermietung von Kraftfahrzeugen: Immer wieder rückt das Unternehmen durch sein aktives Engagement in Sachen Klimaschutz ins Zentrum.

Konsequentes Engagement für den Umweltschutz macht sich bezahlt: Nicht nur einmal ist Europcar für seine Projekte und Investitionen ausgezeichnet worden. Im November 2010 beispielsweise gab es zum zweiten Mal den Umweltpreis „World’s Leading Car Hire Company“, ein Preis, über dessen Vergabe 187.000 Branchenspezialisten entscheiden. Auch den zweiten Platz beim „Green IT Best Practice Award 2010“ – hiermit werden Unternehmen ausgezeichnet, die einen ressourcen- und energieeffizienten Betrieb von Rechenzentren nachweisen können – kann Europcar für sich beanspruchen.

Roland Keppler, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Europcar Deutschland, argumentiert, dass jedes verantwortungsbewusste Unternehmen im Rahmen seiner Möglichkeiten seinen Beitrag leisten sollte, um Ressourcen nachhaltig zu schonen und für spätere Generationen zu erhalten: „Besonders für uns als Autovermieter ist Umweltschutz explizit ein Muss. Mobilität gehört zu den Grundbedürfnissen der Menschheit, doch der mobile Mensch hinterlässt Spuren in der Umwelt; der weltweite Verkehr hat einen großen Anteil an der Klimaverschmutzung. Hier müssen wir handeln, um dem entgegenzuwirken – es gibt eine Bandbreite an Möglichkeiten, die aktiv erarbeitet und genutzt werden können.“ Beispielsweise misst Roland Keppler den Autovermietern eine wichtige Rolle bei der Akzeptanz neuer Fahrzeugtechnologien zu, weil die Kunden durch die Buchung entsprechender Mietwagen an neue Technologien herangeführt werden. Anderrerseits können die Autovermieter den Automobilherstellern so das Kundenfeedback weitergeben, auf dessen Grundlage sich neue Technologien dann optimieren lassen.

Roland Keppler gibt ein Beispiel dafür, wie fest die Themen Umweltschutz und nachhaltige Mobilitätskonzepte in der Firmenphilosophie verankert sind: „Um das grüne Handeln gegenüber unseren internen und externen Anspruchsgruppen zu dokumentieren, verpflichtet sich Europcar auf globaler Ebene einer durch das renommierte Bureau Veritas zertifizierten Umwelt Charta. Diese haben wir gemeinsam mit unseren Kunden und Geschäftspartnern entwickelt. Vier Kernbereiche umweltbewussten Verhaltens haben wir identifiziert: Fahrzeugflotte, Flottenwartung, Geschäftsprozesse und Sensibilisierung unserer Kunden. In diesen Bereichen setzen wir heute schon etliche Maßnahmen um. 2009 haben wir dann auch das Umweltmanagementsystem der Hauptverwaltung vom Bureau Veritas mit der Umweltnorm ISO 14001 zertifizieren lassen.“

Schon frühzeitig hat sich Europcar zum Umweltschutz bekannt; seit Ende der 90er Jahre ist das Unternehmen auf diesem Gebiet aktiv. „Zahlreiche Maßnahmen wie paperless rental, CO2-Ausgleichsprojekte oder der Ausbau einer umweltfreundlichen Flotte wurden initiiert und somit der Auftakt für ein professionelles Umweltengagement gesetzt“, wie Roland Keppler erklärt. „Auch am Thema der alternativen Antriebstechnologien, unter anderem auch im Bereich der Elektrofahrzeuge, hatte Europcar früh Interesse.“

Was genau zeichnet die Flotte des Unternehmens aus? Neuester technischer Standard ist ein Muss. Im Schnitt ist keines der Fahrzeuge älter als sechs Monate – wiederum ein Garant dafür, dass die Umwelt profitiert, nämlich von geringerem Kraftstoffverbrauch und damit auch einer geringeren CO2-Produktion. Alle Fahrzeuge entsprechen mindestens der Schadstoffnorm Euro 4, viele verfügen über die Start&Stopp-Automatik, Dieselfahrzeuge sind Standard, Rußpartikelfilter ebenfalls. Generell wird darauf geachtet, immer kraftstoffsparende Modelle von entsprechenden Anbietern einzukaufen. Bei LKW und Transportern etabliert sich der Einsatz von AdBlue, mit deren Hilfe der Ausstoß von Stickoxiden bei Dieselmotoren um bis zu 90 Prozent gesenkt werden kann. Um die Ökobilanz zu verbessern, werden Hybrid-, Bifuel- und Elektofahrzeuge, erdgas-, wasserstoff- und ethanolbetriebene Fahrzeuge eingesetzt. Feinstaubplaketten und eine umweltschonende Flottenwartung gehören ebenfalls zum Standard.

Kunden können bei der Buchung gezielt ein entsprechend grünes Auto auswählen. „Damit sie genau erkennen, wie viel CO2-Ausstoß ihr Mietwagen verursacht, weisen wir seit 2010 auf unserer Homepage für alle Fahrzeuge die jeweiligen CO2-Emissionen aus. Zusätzlich haben wir die Fahrzeuge anhand des EU-weit bekannten A-G-Schlüssels in sieben Emissionskategorien eingeteilt. Besonders schadstoffarme Fahrzeugmodelle sind mit dem Zusatz ‚ökologisch’ versehen“, erläutert Roland Keppler.

Neuestes Projekt des Unternehmens: Europcar und car2go haben zusammen ein Joint-Venture gegründet und bieten ab Frühling 2011 ihren Kunden in Hamburg ein neues Mobilitätskonzept. Hierzu werden 300 smart fortwo eingesetzt, die den strengen Kriterien entsprechen, nach denen Europcar ihre Fahrzeuge auswählt; ein verbrauchsoptimierter Benzinmotor, Carsharing Telematik und ein Solardach gehören unter anderem zur Ausstattung. So ist alleine schon das Solardach ein kleiner Alleskönner und leistet seinen Beitrag zum Umweltschutz, indem die Lüftung mit Solarstrom betrieben wird und so die Klimaanlage entlastet, was wiederum zu gesenktem Kraftstoffverbrauch führt. Idee hinter dem Projekt ist, passgenaue Angebote für die Zielgruppe zu entwickeln – immer mehr Deutsche können sich vorstellen, in Zeiten von permanenten Staus, Parkplatzknappheit und ohnehin zu hohem Verkehrsaufkommen auf ein eigenes Auto zu verzichten. Trotzdem wollen sie hin und wieder auf die Option zurückgreifen können, mit einem Auto von A nach B zu kommen. Die Fahrzeuge der car2go Hamburg GmbH können jederzeit spontan oder mit Vorreservierung angemietet werden, auch für einfache Fahrten. Ist das Ziel erreicht, kann das Auto auf jedem beliebigen öffentlichen Parkplatz abgestellt werden, egal ob kostenpflichtig oder nicht, da die Parkgebühren bereits im Mietpreis inbegriffen sind, von car2go Hamburg ermittelt und direkt an die Stadt entrichtet werden. Eine zentrale Bedieneinheit mit Chipkarten zum Betanken der Fahrzeuge oder zur Einfahrt in Parkhäuser erleichtern dem Kunden die Nutzung der Fahrzeuge. „Das Konzept wird den Mobilitätsbedürfnissen moderner Großstädter gerecht und trägt zu einem grüneren Stadtverkehr bei“, erklärt Roland Keppler.

Sinnvolle Projekte wie das oben beschriebene sowie die Ausstattung der Flotte nach für den Umweltschutz relevanten Kriterien ist die eine Seite. Die andere bezieht sich auf die Geschäftsprozesse des Unternehmens – so wird beispielsweise der Go Green-Versand der Deutschen Post genutzt: Ein Teil des Geldes, das für das Porto ausgegeben wird, wird hier in Klimaschutzprojekte investiert. Kunden haben die Möglichkeit, mit E-Invoicing elektronische Rechnungen zu empfangen. Auch die Buchungs- und Vermietungsprozesse laufen weitestgehend elektronisch ab. Durch ein ausgeklügeltes Steuerungssystem werden lange Überführungswege bei der Rückgabe der Fahrzeuge vermieden.

Ein wesentlicher Punkt beim Umweltmanagement des Unternehmens ist die Sensibilisierung der Kunden. Europcar arbeitet mir durchsichtigen Strategien; Kunden können sich jederzeit am Umweltengagement beteiligen, indem sie den von ihnen erzeugten CO2-Ausstoß mit einer Spende an Klimaschutzprojekte unterstützen, um nur ein Beispiel zu nennen. Denn auch auf der Kundenseite spielt das aktive Handeln in Sachen Umweltschutz eine zunehmend wichtige Rolle. Nicht mehr nur das Einsparen von Kosten steht im Vordergrund – Kunden bevorzugen Fahrzeuge, die die Umwelt schonen; viele würden dafür sogar Mehrkosten in Kauf nehmen.

In einer von Europcar durchgeführten internationalen Studie zum Mobilitätsverhalten der Europäer gaben mehr als 81 Prozent der Befragten an, ihr Mobilitätsverhalten aufgrund ökologischer Überlegungen bereits geändert zu haben. „Damit steigen auch die Erwartungen an die Reisebranche“, diese Schlussfolgerung zieht Roland Keppler aus diesem Ergebnis. „Wir sind auf dem richtigen Weg – das beweisen nicht zuletzt die Auszeichnungen, die wir bereits erhalten haben.“ Sich auf dem bisherigen Erfolg auszuruhen, kommt für Roland Keppler jedoch nicht infrage. Auch in Zukunft wird Europcar sich für den Umweltschutz engagieren – nicht zuletzt, weil die Nachfrage bei Unternehmen und Geschäftsreisenden zunimmt. „Das Interesse an umweltfreundlicher Mobilität steigt: Green Travel ist mittlerweile bereits in vielen Firmen ein relevantes Thema; etliche Unternehmen berücksichtigen bereits die Umwelt- und Energiebilanz ihrer Reisetätigkeit und formulieren entsprechende Reiserichtlinien“, wie Roland Keppler erläutert. Allerdings gibt es noch deutlich Luft nach oben: „Bezüglich der Mehrkosten zugunsten eines grünen Travel Managements kann die Bereitschaft sicherlich noch deutlich wachsen“, findet er.

Roland Keppler selbst wird weiterhin das Thema Umweltschutz im Unternehmen vorantreiben: „Meine Rolle sehe ich vor allem in der Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen für die Freisetzung Europcar-immanenter Ressourcen, um eine kontinuierliche Entwicklung und Verbesserung der Umweltleistung zu gewährleisten. Die Förderung zukunftsfähiger Mobilität und nachhaltigen Wirtschaftens ist mir ein großes Anliegen.“„


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